Energie & Klima

Friedrichshafen will enegieeffizienter werden, Treibhausgas-Emissionen reduzieren und unabhängige Energieversorung fördern – Ziele, die nur gemeinsam erreicht werden können

Energie- und Klimaschutzkonzept

Ein Energie- und Klimaschutzkonzept definiert für die Stadtverwaltung Friedrichshafen und auch die städtischen Beteiligungsgesellschaften Ziele, um vor allem schädliche CO2-Emissionen zu reduzieren. Insbesondere das Stadtwerk am See beteiligt sich bei der Umsetzung.

Um die Energie- und Klimaschutzziele verwaltungsintern besser steuern zu können, hat die Stadt Friedrichshafen schon mehrfach beim European Energy Award mitgemacht und trägt die Auszeichnung in Gold.

Das Hauptziel des Energie- und Klimaschutzkonzeptes ist die Reduzierung der CO2-Emissionen um 20 Prozent bis 2020 und 30 Prozent bis 2030. Das Kommunale Energiemanagement (KEM) bündelt dabei alle Aufgaben, im Einzelnen zum Beispiel die Reduzierung des Energiebedarfs oder die Erzeugung von Wärme durch Kraft-Wärme-Kopplung.

Kernstück des Konzepts sind ein Leitbild mit messbaren Zielen und ein Maßnahmenplan. Es erfolgt keine Festlegung auf bestimmte Maßnahmen, sondern eine Zielrahmen-Definition. Die Ziele werden regelmäßig bilanziert und fortgeschrieben.

Klimaschutzbilanz

Die Stadt Friedrichshafen konnte bereits viele Beschlüsse im Bereich Energie und Klimaschutz verwirklichen. Addiert man die tatsächlichen Energieeinsparungen, wird klar: Weitere Anstrengungen sind notwendig.

Die besondere Herausforderung für Friedrichshafen liegt darin, dass allein die Industrie rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und fast 50 Prozent der CO2-Emissionen verursacht. Das ist mehr als doppelt soviel wie im Landesdurchschnitt Baden-Württembergs, jedoch charakteristisch für Industriestädte. Auch ohne Berücksichtigung der Industrie zeigt die Bilanz, dass weitere Maßnahmen notwendig sind. Je nach Berechnungsart ist der Endenergieverbrauch pro Kopf der Bevölkerung seit 1990 bis zu sechs Prozent gesunken.

Der Blick auf die Entwicklung der CO2-Emissionen zeigt ein besseres Bild: Die Emissionen (ohne Industrie) konnten in den letzten 20 Jahren um sieben Prozent, pro Einwohner sogar um 15 Prozent gesenkt werden. Entscheidend dazu beigetragen haben die Einsparungen beim Wärmeverbrauch durch die privaten Haushalte und der Stadtverwaltung. Das Stadtwerk am See verbessert die Bilanz durch den Bezug von Ökostrom für die meisten Privathaushalte und Kleinabnehmer. Im Stadtgebiet werden deutlich mehr Wärme und Strom regenerativ oder aus Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt als 1990.

Beispiele

Das Beispiel der ZF Friedrichshafen AG zeigt, dass auch in der Industrie große Fortschritte bei der Energieeffizienz und CO2-Minderung erzielt wurden, bezogen auf den Umsatz eine Senkung um 60 Prozent in den letzten 15 Jahren. Absolut sind die Verbräuche trotz Zunahme an Mitarbeitern, Gebäuden, Produktion und Umsatz etwa gleich geblieben.

Der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser in städtischen Gebäuden ist um 23 Prozent gesunken. Auch der Wasserverbrauch konnte um 20 Prozent reduziert werden. Beim Stromverbrauch allerdings hat die Stadtverwaltung zugelegt. Grund dafür ist unter anderem der erhöhte Strombedarf in den Gebäuden für die IT-Ausstattung, für Lüftung, Beleuchtung und Sicherheitseinrichtungen. Der Strombedarf der Straßenbeleuchtung wurde dagegen aufgrund der kontinuierlichen Umrüstung auf LED seit 2012 um 20 Prozent gesenkt. Bereits mehr als ein Drittel der Beleuchtung wurde bis zum Jahr 2017 umgestellt.

Im Stadtgebiet Friedrichshafens sind rund 8.400 Mastleuchten installiert. Seit 2010 wird die Beleuchtung schrittweise auf stromsparende LED-Leuchtkörper umgerüstet. Die umgesetzten Maßnahmen wurden vom Förderprogramm des Bundes „Nationale Klimaschutzinitiative“ oder dem Förderprogramm „Klimaschutz-Plus“ des Landes Baden-Württemberg bezuschusst.

Umrüstung auf LED:

2018
2017
2016
2015
2014
2012/2013

Alle Fragen rund um die Straßenbeleuchtung beantwortet das Stadtbauamt.

Stadt fördert Klimaschutz

Das Förderprogramm „Klimaschutz durch Energiesparen“ soll einen Beitrag zu Energieeffizienz und Klimaschutz leisten, innovative Energietechnik fördern und für eine nachhaltige Energieversorgung sorgen.

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