Gleichstellung & Chancengleichheit

Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein wichtiges gesellschaftliches Thema
Pinnwand Gleichstellungsbeauftragte

In allen Stadt- und Landkreisen und in Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern muss es kommunale Gleichstellungsbeauftragte geben. Sie sollen die Ziele der Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen und Männern behördenintern und im Rahmen der Aufgabenstellung außerhalb der Behörden sichern und fördern. Bei der Stadtverwaltung Friedrichshafen übernimmt die Stabsstelle Gleichstellungsbeauftragte diese Aufgabe.

Im öffentlichen Dienst muss in jeder Dienststelle mit mindestens 50 Beschäftigten eine Beauftragte für Chancengleichheit nach vorheriger Wahl bestellt werden. Von einem Wahlverfahren kann ausnahmsweise abgesehen werden, wenn sich nur eine zur Ausübung dieses Amtes bereite Beschäftigte findet. Wählbar und wahlberechtigt sind alle weiblichen Beschäftigten der Dienststelle.

Die Bestellung einer Gleichstellungsbeauftragten in der Privatwirtschaft ist freiwillig. Ein Gleichberechtigungs- beziehungsweise Chancengleichheitsgesetz gibt es nicht. Wird eine Beauftragte bestellt, gelten die gleichen Rechte und Pflichten wie für die Beauftragten in den Behörden.

Aufgaben

Die Beauftragte für Chancengleichheit achtet auf die Durchführung und Einhaltung des Chancengleichheitsgesetzes und unterstützt die Dienststellenleitung bei der Umsetzung dieses Gesetzes.

Die Beauftragte für Chancengleichheit muss beteiligt werden bei

  • Personalangelegenheiten (zum Beispiel Einstellung und Beförderung in den Bereichen weiblicher Unterrepräsentanz, Auswahl der Teilnehmer an Fortbildungsmaßnahmen, die eine Weiterqualifikation ermöglichen),
  • personellen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen ihrer Dienststelle, soweit diese Auswirkungen auf die berufliche Situation der weiblichen Beschäftigten haben können (z.B. Abfassung von Beurteilungsrichtlinien, Maßnahmen zum Schutz vor sexueller Belästigung),
  • beabsichtigter Ablehnung eines Antrags auf familiengerechte Arbeitszeit, Teilzeitbeschäftigung oder Teilnahme an Telearbeit,
  • Verfahren zur Besetzung von Gremien.

Zu den Aufgaben gehört unter anderem die Beratung und Unterstützung in Einzelfällen bei beruflicher Förderung, Beseitigung von Benachteiligung und Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Chancengleichheitsplan

Der Gleichstellungsplan hat das Ziel, die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern zu verwirklichen. Die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf sollen weiter verbessert sowie Frauen in ihrer beruflichen Karriere gefördert werden.

Das Chancengleichheitsgesetz definiert die Erstellung, den Inhalt sowie die Verpflichtung zur Erstellung des Chancengleichheitsplan.

Projekte

Um geschlechtsbezogenen individuellen Benachteiligungen abzubauen und zu vermeiden, erarbeitet die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Friedrichshafen mit verschiedenen Kooperationspartnern verschiedene Projekte rund um den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, den internationalen Frauentag, zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht, „onebillionrising“, Präventionsprojekte gegen sexuelle Gewalt, wie beispielsweise dem  interaktiven Präventionsparcours für Jugendliche „Echt krass!“ und viele mehr.

Veranstaltungen zum Thema Gleichstellung

Kooperationen

Die Gleichstellungsbeauftragte arbeitet mit Frauenorganisationen und Frauenprojekten sowie Ämtern, Behörden und Interessensvertretungen zusammen, um frauenspezifische Benachteiligung abzubauen.

Externe Zusammenarbeit

Arbeitskreise

  • AK Frauen Bodenseekreis Stadt Friedrichshafen
  • AK Missbrauch
  • AK Gewalt im sozialen Nahraum
  • AK Prävention und Aufklärung
  • Interkulturelle Frauenarbeitskreis GEA e. V.
  • Samo.fa

Links, weitere Informationen & Hilfe

Kontakt

Brigitte Pfrommer-Telge

Brigitte Pfrommer-Telge
Gleichstellungsbeauftragte
Tel. +49 7541 203-2005
Fax +49 7541 203-82005
b.­‍­pfrommer-telge@­‍­friedrichshafen.de
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