Montag, 27. April 2026

Der Girls’ Day als Veranstaltungstechniker/in

Der Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag ist ein bundesweiter Aktionstag zur Berufsorientierung, der einmal jährlich (meist April) stattfindet. Mädchen ab der 5. Klasse lernen Berufe in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen der Frauenanteil unter 40 % liegt. Ziel ist es, Geschlechterklischees bei der Berufswahl abzubauen und Frauen für MINT-Berufe zu begeistern.

Girls Day

Gestern war es wieder soweit. Ich und 13 andere Mädchen aus verschiedenen Schulen, wurden zum Girls’day im Graf-Zeppelin-Haus (GZH) zusammen mit dem Kulturbüro Friedrichshafen eingeladen. Um neun Uhr haben wir uns alle im GZH getroffen und wurden freundlich von den Veranstaltungstechniker/innen des GZH’s in Empfang genommen. Als Erstes durften wir uns die Bühne anschauen und haben dabei gelernt, dass die Bühne einen Metallvorhang als zusätzlichen Brandschutz besitzt. Das Spannende dabei war, dass dieser Metallvorhang das Feuer bis zu eineinhalb Stunden zurückhalten kann. Eine von uns Mädels durfte dann mit dem Schlüssel den Metallvorhang hochfahren. Die Publikumsplätze sahen von der Bühne aus betrachtet  so viel beeindruckender und größer aus. Kurz nachdem wir den Metallvorhang hoch geschoben hatten, wurden wir in die verschiedenen Bereiche (Ton, Licht, Bühne, Bühnenbau) eingeteilt. Uns wurde dann berichtet, dass extra für uns zwei Künstler/innen kommen würden und wir für diesen Auftritt, die Bühne mit allem Drum und Dran vorbereiten sollten. Ich und 4 andere Mädels wurden in den Bereich Bühne eingeteilt und waren ganz gespannt, was unsere erste Aufgabe sein würde. Als erstes hat uns Susanne Keeves erklärt, dass der Flügel aus Holz besteht und das Instrument bei zu starken Feuchtigkeitsschwankungen beschädigt werden kann. Dies wird durch einen extra eingerichteten Raum vermieden. Als wir dann alle gemeinsam den Flügel reingeschoben haben, mussten wir erst mal warten bis das Bühnenbauteam fertig war. Da wurde uns bewusst, dass dieser Job stark auf Teamarbeit basiert. Während der Wartezeit haben wir uns um das Einhängen von Lichtern und einer Glitzerkugel gekümmert. Das Spannende dabei war, dass es ein extra Bildschirm gibt, um Stangen zur Befestigung von Elementen in der Höhe herunterfahren zu lassen. Uns wurde noch erklärt, wie das funktioniert und dass bevor man die Stangen von oben runterfährt, erstmal laut zur Sicherheit rufen muss. Nachdem wir alle Kabel und Lichter miteinander verbunden hatten, haben wir die Lichter noch richtig positioniert. Danach haben wir die eingestellten Lichter und die Glitzerkugel nacheinander mit der jeweiligen Stange wieder hochgefahren. Nachdem das Alles erledigt war, durfte ich noch in die anderen Gruppen schnuppern. Mit etwas Verspätung war die Bühne und das Bühnenbild fertig für den Auftritt. Bevor dieser jedoch losgehen konnte, haben wir noch einen Probedurchgang durchgeführt. Dieser war sehr wichtig für die Toneinstellungen sowie auch für die Lichteinstellungen. Danach war alles bereit für die Vorstellung. Als diese losging, waren wir alle sehr glücklich und zufrieden mit dem, was wir geleistet haben und haben gespannt die Vorstellung angeschaut. Als diese dann zu Ende war, gab es für uns Brezeln und Getränke vom Kulturbüro, über die wir uns sehr gefreut haben. Als dieser tolle Vormittag sich zum Ende geneigt hatte, wurden uns noch ein paar Fragen zu dem Studium und Praktikum der Veranstaltungstechniker / in beantwortet. Abschließend kann man sagen, dass der Beruf als Veranstaltungstechniker/in, sicherlich auch für Frauen geeignet ist.

Der Bericht wurde von Lina Kirchner (Praktikantin vom Kulturbüro) verfasst.

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