Donnerstag, 09. Juli 2026
Kategorie: Schulmuseum

Filmvorführung im k42: Napola - Elite für den Führer

 Im Rahmen des neuen Themenraums “Jugend unterm Hakenkreuz” und der Sonderausstellung “Zeppelin und Nationalsozialismus” zeigen das Schulmuseum und das Zeppelin Museum am Donnerstag, 23. Juli, gemeinsam einen eindrücklichen Film im Kiesel des k42: “Napola - Elite für den Führer”

Ein Mann liest einen Text in der Ausstellung Jugend unterm Hakenkreuz

Kinder und Jugendliche rückten von klein auf in den Fokus der NS-Diktatur. Gehorsam, Kameradschaft und besonders Opferbereitschaft waren zentrale Themen in Schule und Freizeit. Rassenlehre und Wehrertüchtigung durchzogen die Lehrpläne und Unterrichtsmaterialien. Das Schulmuseum zeigt in seiner neuen Dauerausstellung “Jugend unterm Hakenkreuz”, wie Kindheit und Jugend von Ideologisierung und alles durchdringender Beeinflussung geprägt waren und wie das nationalsozialistische Regime nahezu alle Lebensbereiche vereinnahmte. 

In besonderem Maße und bis ins Extreme war dies vor allem an den Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (amtlich NPEA) zu beobachten, die wir heute vor allem unter dem Namen Napola (Nationalpolitische Lehranstalt) kennen. Hauptaufgabe dieser Internatoberschulen war die „Erziehung zu Nationalsozialisten, tüchtig an Leib und Seele für den Dienst an Volk und Staat“. Die Schüler sollten die kommende Führungsschicht Deutschlands bilden. Eine besondere Rolle spielten dabei die Leibesübungen. Auch auf der Insel Reichenau gab es eine solche Erziehungsanstalt.

Sehr eindrücklich veranschaulicht diesen Drill und diese Erziehung zur Härte der Spielfilm “Napola - Elite für den Führer” aus dem Jahr 2004. Der Film mit Tom Schilling und Max Riemelt in den Hauptrollen erzählt von Gewalt und Drill, den zwei junge Männer auf der NS-Eliteschule erleben. Gemeinsam zeigen das Zeppelin Museum und das Schulmuseum diesen Spielfilm am Donnerstag, 23. Juli, um 18 Uhr im Kiesel des k42. Der Kiesel ist klimatisiert, also auch bei den aktuellen hochsommerlichen Temperaturen sehr angenehm. 

Friederike Lutz wird zunächst kurz in die Thematik einführen und auch die Geschichte der Napola hier in der Region anreißen. Der Film selbst dauert dann rund 110 Minuten. 

Der Eintritt ist frei.