Freitag, 24. April 2026
Kategorie: Oberbürgermeister

Ein Preis für Selbstverständliches

Oberbürgermeister Simon Blümcke

Portrait: Simon Blümcke
Oberbürgermeister Simon Blümcke

Liebe Häflerin, lieber Häfler,
eigentlich sollte Gleichberechtigung selbstverständlich sein und ein Preis für gelebte Vielfalt nicht notwendig. Solange wir das aber noch nicht erreicht haben, ist es gut und richtig, dass es Organisationen gibt, die dieser wichtigen Sache auf die Sprünge helfen. Mein großer Dank geht deshalb an den Berufsverband VK, der mir den Max-Spohr-Preis 2026 verliehen hat.

Max Spohr war Ende des 19. Jahrhunderts der erste und damals einzige deutsche Buchhändler und Verleger, der Werke rund ums Thema Homosexualität veröffentlichte. Mit dem nach ihm benannten Preis werden Unternehmen, Organisationen und Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für Vielfalt, Chancengleichheit und ein respektvolles Miteinander engagieren.

Veränderung braucht offenbar sehr viel Zeit. Rund 130 Jahre später sind Gleichberechtigung und Anerkennung der Verschiedenheit von Menschen noch nicht überall angekommen. Ich bin stolz, berührt und sehr dankbar, dass ich – gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen der Stadt Friedrichshafen – den Max-Spohr-Preis erhalten habe. Gelebte Vielfalt in der kommunalen Praxis wird dadurch gewürdigt. 

Wichtiger wäre es mir aber, dass sich alle zu Herzen nehmen, dass uns Unterschiedlichkeit stark machen und Toleranz und Offenheit zu neuen Begegnungen führt – meistens zu sehr guten.

In diesem Sinne und mit herzlichen Grüßen

Ihr 

Simon Blümcke
Oberbürgermeister