Unfallkommission stellt Ergebnisse vor

Die Unfallkommission stellt die Ergebnisse der Untersuchungen für das Jahr 2025 vor. Insgesamt wurden in Friedrichshafen 1.929 Verkehrsunfälle registriert. Das sind 42 Unfälle weniger als im Vorjahr mit 1.971. 

Trotz des Rückgangs der Unfälle stieg die Zahl der verunglückten Personen von 344 auf 377. Dabei wurden 25 Menschen schwer und 351 leicht verletzt. Außerdem gab es einen Todesfall. 

Insgesamt zeigt sich, dass die Zahl der Unfälle mit Personenschaden leicht zugenommen hat. Gleichzeitig ist jedoch festzustellen, dass die Zahl der Unfälle mit schwer verletzten Personen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist.

Die Unfallkommission setzt sich aus Vertretern der Stadt, der Polizei, des Regierungspräsidiums und des Landratsamtes zusammen. Sie wird mindestens einmal jährlich von der Straßenverkehrsbehörde der Stadt einberufen. Aufgabe der Kommission ist es, Unfallhäufungsstellen zu untersuchen und Maßnahmen zu entwickeln, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Besonders im Blick stehen dabei Kreuzungen, Kreisverkehre und stark befahrene Straßenabschnitte. Im Jahr 2025 wurden 23 Unfallhäufungsstellen festgestellt. Im Vorjahr waren es 16 Stellen. 

Neue Unfallhäufungsstellen

Folgende Unfallhäufungsstellen sind neu hinzugekommen: Kreuzung Friedrichstraße/Riedleparkstraße; Kreuzung Manzeller Straße/Schnetzenhauser Straße/Im Rohnen/Virchowstraße; Kreuzung Paulinenstraße/Eberhardstraße; Kreuzung Ailinger Straße/Ekkehardstraße; Kreisverkehr Eugenstraße/Charlottenstraße/Riedleparkstraße (Franziskusplatz); Kreisverkehr Hauptstraße/Ittenhauser Straße/Hirschlatter Straße und die Kreuzung Ravensburger Straße/Dietostraße/Am Seewald.

Weitere wichtige Unfallhäufungsstellen im Überblick: Colsmanknoten, Kreisel Flugplatzstraße / Barbarossastraße / Otto-Lilienthal-Straße, Kreisel Friedrichstraße / Olgastraße, Kreisel Ehlersstraße / Flugplatzstraße / Mühlöschstraße, Kreisel Äußere Ailinger Straße / Kornblumenstraße / Graf-von-Soden-Platz, Kreisel Eugenstraße / Olgastraße, Maybachplatz (Kreuzung und Radunterführung), Kreisel Ehlersstraße / Goethestraße / Löwentaler Straße, Kreuzung Keplerstraße / Ailinger Straße / Ehlersstraße, Kreisel Meistershofener Straße / Am Sportpark, Kreisel Ailinger Straße / Mühlöschstraße, , Kreuzung Paulinenstraße / Ailinger Straße / Montfortstraße, Kreuzung Äußere Ailinger Straße / Rheinstraße, Kreuzung Charlottenstraße / Ailinger Straße sowie die Charlottenstraße westlich der Marienstraße und Teuringer Straße/Waggershauser Straße.

Häufige Unfallursachen

Häufige Unfallursachen sind ein ungenügender Sicherheitsabstand, nicht angepasste Geschwindigkeit und Missachtung von Verkehrsregeln. Auffällig ist außerdem ein stetiger Anstieg von Fahrradunfällen. 

Im Radverkehr zählen Alkoholeinfluss, Vorfahrtsverstöße und nicht angepasste Geschwindigkeit weiterhin zu den häufigsten Unfallursachen. Auch bei Fußgängern ist ein Anstieg der Unfallzahlen festzustellen. Hauptursachen sind dabei – wie bereits im Vorjahr – das Nichtbeachten des Fahrzeugverkehrs sowie das plötzliche Hervortreten hinter Hindernissen.

An vielen bekannten Unfallhäufungsstellen zeigt sich jedoch eine positive Entwicklung der Unfallzahlen. Grund dafür sind bereits umgesetzte verkehrsrechtliche Maßnahmen wie verbesserte Sichtverhältnisse durch den Rückschnitt von Bepflanzungen oder deutlichere Beschilderungen und Markierungen 

Die Vertreter der Unfallkommission appellieren dennoch an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, im Straßenverkehr aufmerksam zu sein und gegenseitig Rücksicht zu nehmen.

Was sind Unfallhäufungsstellen?

Dabei handelt es sich um Örtlichkeiten, in denen es im vergangenen Jahr beziehungsweise in den vergangenen drei Jahren zu einer Häufigkeit von gleichgelagerten Unfällen kam. Die Unfallstatistik ist Grundlage für die Stadt, an bestimmten Stellen im Stadtgebiet wie beispielsweise an Kreuzungen, Kreisverkehren oder auch abbiegenden Straßen Veränderungen auf den Weg zu bringen, um mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen.