Dienstag, 24. Februar 2026
Kategorie: Partnerstädte

Luisa Passino aus Imperia erlebt Fasnet

„Gockelores - Kikeriki“ - der Gruß der Seegockel klang nach einem Tag in Friedrichshafen aus dem Mund von Luisa Passino schon ganz professionell. 

Portrait Frau im Hintergrund Musikkapelle
Luisa Passino aus Imperia besucht Friedrichshafen und die Häfler Straßenfasnet. (Foto: Josef Büchelmeier)

Einen „Carnevale“ dieser Wildheit mit solchen Masken kannte Luisa aus Italien nicht. Den Karneval von Venedig oder den auch in Imperia üblichen Kinderfasching - ja das kannte die 19jährige Studentin schon. Sie war nun auf Einladung des Vereins „Amici di Imperia“ eine Woche am Bodensee und erlebte hier die alemannische Fasnet.
Das Programm begann mit dem Rathaussturm am Gumpigen Donnerstag. Ein kurzer Besuch im Rathaus beim verkleideten Team der Bürgermeister und ein Foto mit Oberbürgermeister Simon Blümcke waren ein erster Auftakt zu dem bunten Treiben der süddeutschen „Fasnet“. Abends dann ein erster Höhepunkt mit dem Hemdglonkerumzug in Konstanz. Luisa staunte über die fröhliche und freundliche Stimmung der vielen Menschen in den engen Gassen. Den Narrensprung vom Samstag in Friedrichshafen konnte sie zusammen mit anderen Narren auf der Tribüne der Narrenzunft Seegockel verfolgen. Ihr Handy kam nicht zur Ruhe vor lauter Videos, die sie von den Maskengruppen machte. Ein interessanter Tag war der Rosenmontag, als sie in einer Familie beim Herstellen von Fasnetsküchle die verschiedenen Arten dieses typischen Gebäcks kennenlernte. 

„Ich bin zum zweiten Mal in Friedrichshafen und kann nur wiederholen, wie glücklich ich bin, diese wunderbare Gelegenheit zu haben. Es ist für mich eine großartige Möglichkeit, in die deutsche Kultur einzutauchen. Die Stadt ist wirklich sehr schön und die Menschen freundlich und großzügig. Ich konnte viele Erfahrungen machen, sowohl in der Stadt als auch in der Umgebung an Bodensee.“

Luisa Passino wurde vom Partnerschaftsverein nach Friedrichshafen eingeladen. Es war ein Geschenk dafür, dass sie ihr Abitur 2025 mit der besten Note im Fach Deutsch abschloss. Die „Amici di Imperia“ möchten damit eine Belohnung für Schülerinnen und Schüler in Imperia vergeben und den Deutschunterricht unterstützen. Luisa besuchte in dieser Woche am See auch Ravensburg, das Kunstmuseum sowie die Stadt Sankt Gallen. Sie kennt jetzt viele Orte in der Bodenseeregion. Aber auch typische Gerichte wie Maultaschen, Zwiebelrostbraten oder Kässpätzle wird sie nicht mehr vergessen. So fremde kulinarische Genüsse wie die Bratwurst im Brötchen, Krautschupfnudeln und Glühwein schreckten die neugierige Studentin aus Imperia überhaupt nicht ab. „Ich werde auf jeden Fall schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen, die ich mit Freunden und Familie teilen kann, insbesondere an die berühmte Fasnet (den traditionellen Karneval in Süddeutschland). In dieser Zeit ist die Atmosphäre unbeschreiblich und es lohnt sich wirklich, sie selbst zu erleben.“

Am Aschermittwoch ging es zurück an ihre Universität in Turin, wo Luisa „Internationales Recht“ studiert. Vom Bodensee, der Partnerstadt Friedrichshafen und der Fröhlichkeit der Fasnet wird sie noch viel zu erzählen haben. „Ich hoffe, nächstes Jahr wieder zu kommen, noch besser mit Kostümen ausgestattet und immer bereit, die berühmten Fasnetsküchle zu essen. Ich kann nur sagen: Gockelores-Kikeri“

In diesem Jahr wird der Verein Amici di Imperia wieder einen Aufenthalt an die Schülerin bzw. den Schüler mit der besten Note im Deutschabitur vergeben. Wer die Schülerin bzw. den Schüler während des Aufenthaltes unterbringen kann oder wer das Programm begleiten möchte, kann sich direkt beim Vorstand melden. Kontakt: https://amici-di-imperia.de