Interkulturelles Fastenbrechen bei „Deutsch to Go“

Unter dem diesjährigen Ramadan-Motto „Gemeinsam an einem Tisch“ wurde im „Treff bei Marie“ ein besonderes Fastenbrechen gefeiert: Über 30 Personen, Deutschlernende und Ehrenamtliche des Projekts „Deutsch to Go“, erlebten einen Abend voller Begegnung und gelebter Gemeinschaft.

Eine Tischgruppe beim gemeinsamen Fastenbrechen im „Treff bei Marie“.
Eine Tischgruppe beim gemeinsamen Fastenbrechen im „Treff bei Marie“.

Neun Ehrenamtliche freuten sich besonders, Teil dieses Abends zu sein. Für viele war es eine neue Erfahrung, das Fastenbrechen so mitzuerleben – offen, herzlich und lebendig.

Aufgrund der großen Runde stellten die Gastgeberinnen drei Tische auf, an denen jeweils kleinere Gruppen zusammenkamen. So entstand eine persönliche Atmosphäre, in der gegessen, gelacht und miteinander gesprochen wurde.

Mit viel Engagement und Liebe zum Detail hatten die Teilnehmenden eine Vielfalt traditioneller Speisen vorbereitet und die Tische liebevoll gedeckt. Auch Familien und Kinder waren dabei und trugen zu einer lebendigen und offenen Stimmung bei.

Eine besonders charmante Geste war die sogenannte „Zahnmiete“. Nach dem Fastenbrechen erhielten die Gäste kleine Geschenke, humorvoll als kleine „Entschädigung“ für die Abnutzung der Zähne beim Essen. Die Geste sorgte für ein Lächeln bei allen Beteiligten.

Ein bewegender Moment des Abends war die Rede von Ridvan Erdem, einem der ersten Teilnehmenden von „Deutsch to Go“, der heute als Sozialpädagoge arbeitet. Er schilderte, wie ihm das Projekt nicht nur beim Deutschlernen geholfen hat, sondern auch auf seinem Weg in den Beruf. Seine Worte zeigten, welche Bedeutung „Deutsch to Go“ für viele hat: als Ort des Lernens, der Begegnung und der Freundschaft. Er betonte: „Ich habe viele nette Menschen kennengelernt und mit ihnen eine sehr schöne Freundschaft aufgebaut.“

Zu diesem besonderen Abend hatten Teilnehmende des Projekts eingeladen und damit ihre Wertschätzung gezeigt. Als Zeichen ihres Danks überreichten sie der Initiatorin und Leiterin von „Deutsch to Go“, Simone Hartel, einen Blumenstrauß. Eine Geste, die die besondere Bedeutung des Projekts für die Teilnehmenden noch einmal unterstrich.

„Es berührt mich immer wieder aufs Neue zu sehen, wie durch Begegnung aus Fremden Nachbarn und manchmal sogar Freunde werden – das ist für mich das Schönste an Deutsch to Go.“, sagt Simone Hartel, Initiatorin und Leiterin von „Deutsch to Go“.

„Deutsch to Go“ ist ein Projekt der Stadt Friedrichshafen und wird von der Abteilung Gesellschaft betreut. Es bietet Menschen aller Sprachniveaus die Möglichkeit, Deutsch zu lernen, Sprache aktiv zu leben, Gemeinschaft zu erfahren und neue Freundschaften zu schließen.

Das gemeinsame Fastenbrechen im „Treff bei Marie“ war damit weit mehr als ein gemeinsames Essen – es zeigte lebendig, wie Begegnung Integration, Gemeinschaft und gegenseitige Wertschätzung fördert.