Barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen geht voran

Die Stadt Friedrichshafen hat sich das Ziel gesetzt, alle rund 250 Bushaltestellen im Stadtgebiet barrierefrei auszubauen. Dadurch soll die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für mobilitätseingeschränkte Personen verbessert werden. Jetzt geht es mit den nächsten 17 Haltestellen weiter.

Eine Luftaufnahme der barrierefreien Bushaltestelle in Unterraderach
So kann eine bereits barrierefrei ausgebaute Bushaltestelle aussehen. Hier in Unterraderach.

Das Regierungspräsidium Tübingen hat, nach einem Antrag der Stadt Friedrichshafen, alle 17 Bushaltestellen in sein Förderprogramm ÖPNV aufgenommen. Der Fördersatz für Maßnahmen, die auf Barrierefreiheit abzielen, liegt bei 75 Prozent. Somit kann die Stadt mit einer Förderung bis zu einer Höhe von 893.070 Euro rechnen. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf 1.190.760 Euro.

„Uns ist wichtig, dass der öffentliche Nahverkehr von allen Personen in unserer Stadt genutzt werden kann. Dafür ist die Barrierefreiheit unserer Bushaltestellen unerlässlich. Wir sind dankbar, für die Förderung des Landes, die den stufenweisen Ausbau in Friedrichshafen weiter voranbringt.“, sagt Frank Kahle, Amtsleiter Städtische Bauverwaltung.

Der barrierefreie Ausbau ermöglicht Menschen mit Mobilitätseinschränkungen die Nutzung des ÖPNV ohne fremde Hilfe. Die Bushaltestellen erhalten einen 18 cm hohen Sonderbord, der eine reibungslose, parallele Anfahrt der Busse ermöglicht. Durch die Erhöhung bleibt maximal eine Restlücke von 5 cm zwischen Bus und dem neu eingebauten Bord. Der Ein- und Ausstieg wird dadurch deutlich verbessert. Außerdem werden Leitstreifen aus Rillenplatten eingebaut, die blinden und sehbehinderten Menschen bei der Orientierung helfen. Manche Bushaltestellen, die bisher als Busbucht betrieben wurden, werden an den Fahrbahnrand vorgezogen. Dadurch können die Busse besser anfahren.

Die 17 Bushaltestellen, die jetzt mithilfe der Förderung ausgebaut werden, sind: Ailingen Hauptstraße, Birkenweg Ost und West, Bodenseestraße Ost, Fallenbrunnen Ost und West, Glärnischstraße Ost und West, Oberhofstraße Nord und Süd, Solarstraße Ost und West, Stockerholzstraße Nord und Süd, Wasenöschstraße Nord und Süd sowie Werastraße.

Im nächsten Schritt wird jetzt ein prüffähiger Förderantrag beim Regierungspräsidium eingereicht. Sobald dieser beschieden ist, kann mit dem barrierefreien Umbau begonnen werden.