40. Kulturufer: 31. Juli bis 9. August
Vierzig Jahre Kulturufer – vierzig Sommer voller Begegnungen, intensiver Augenblicke und besonderer Festivalmomente in Friedrichshafen. Wenn Ende Juli die Zirkuszelte im Uferpark aufgebaut werden und sich die Uferstraße mit Artistik, Musik und Theater füllt, entsteht jedes Jahr ein buntes Festivaltreiben zwischen Seeufer und Stadt.

Zum 40. Jubiläum von Freitag, 31. Juli bis Sonntag, 9. August präsentiert sich das Kulturufer wie gewohnt offen, vielfältig und voller Entdeckungen – ein Profil, das viele Besucherinnen und Besucher seit Jahren schätzen. Künstlerinnen und Künstler begegnen hier einem neugierigen Publikum – bei großen Abenden in den Zelten, mit faszinierender Straßenkunst und ausgelassenen Konzerten. Dazwischen lädt das Gelände zum Verweilen ein: Familien genießen die Aktionswiese und das Jugend-KULT-Ufer, auf dem Kunsthandwerkermarkt warten handgemachte Unikate, und beim Open-Air-Kino laufen Filme vor einem Alpen-See-Panorama. Lange Sommerabende am See machen das Erlebnis komplett.
Seit 1985 ist das Kulturufer ein fester Bestandteil des Friedrichshafener Sommers – und auch im 40. Jahr gilt: Wer hierherkommt, bleibt selten nur Zuschauer oder Zuschauerin, sondern wird Teil eines lebendigen Festivals. Den Auftakt zum Jubiläumsjahr bildet die offizielle Eröffnungsrede am Freitag, 31. Juli ab 18.30 Uhr an der Musikmuschel mit Oberbürgermeister Simon Blümcke.
Das Zeltprogramm geht in den Vorverkauf
Im Jubiläumsjahr darf sich das Publikum auf zehn voll bespielte Tage Festival am See freuen. Unter dem Motto „bunt, vielseitig, kreativ“ zeigt das Veranstaltungsprogramm des Kulturufers 2026 seine ganze Spannweite – von Indie, Rock, Pop, Punk und Poetry-Slam über Tanz, Theater und Artistik bis hin zu Kinderprogramm, Straßenkunst, Open-Air-Kino und neuen musikalischen Formaten am Seeufer.
Bereits der Auftakt macht deutlich, wie breit das Festival in seinem 40. Jahr aufgestellt ist: Am Freitag, 31. Juli eröffnet Tridiculous im Großen Zelt mit einem Abend zwischen Artistik, Tanz, Beatbox, Gesang und Slapstick. Aus Tempo und Präzision entsteht hier nicht bloß Show, sondern ein körperlicher Theaterabend, der von Zusammenarbeit, Vertrauen und Reibung erzählt. Parallel dazu setzt Dead Chic im Kleinen Zelt einen anderen Akzent: Die Band verbindet Blues, Rock und Soul zu einem dichten, cineastischen Sound.
Musikalisch spannt sich das Programm über das gesamte Festival hinweg in viele Richtungen auf: Mit Alli Neumann trifft zeitgenössischer Pop auf klare Haltung, während die Bands Kapelle Petra und Anda Morts sich mit ihrem eigenwilligen Humor irgendwo zwischen Rock, Indie und Punk bewegen. Mit Support von Cordoba78 spielt dann MOLA das letzte Konzert des diesjährigen Festivals. Ergänzt wird das Line-up durch weitere Konzerte im Großen und Kleinen Zelt, die unterschiedliche musikalische Handschriften bewusst nebeneinanderstellen.
Neben den Konzerten prägen Theater, Kabarett, Tanz und Varieté das Jubiläumsprogramm. Zu Gast ist in diesem Jahr auch Anna Schäfer, die am Sonntag, 2. August eine schlaflose Nacht und ihre gedanklichen Schleifen zum Ausgangspunkt eines schnellen, musikalischen Solos macht. Eine schlaflose Nacht wird es nach der Vorstellung „Mutter Anders“ am Mittwoch, 5. August hoffentlich nicht geben. In diesem Hexenmonolog wird, mal grölend, mal lachend, aber immer mit Witz, die Geschichte der Frauen seit Anbeginn der Zeit ganz neu und ganz anders erzählt.
Auch für die jüngeren Festivalgäste gibt es täglich Programm: Um 15 Uhr gehört das Kleine Zelt dem Kinderprogramm – mit Konzerten und fantasievollem Figurentheater für unterschiedliche Altersgruppen.
Über das klassische Bühnenprogramm hinaus setzt das Kulturufer im Jubiläumsjahr gezielt neue Akzente. Erstmals ist mit „laut und lyrisch“ am Sonntag, 2. August ein Poetry-Slam Teil des Programms. Gastgeber Marvin Suckut bringt gemeinsam mit weiteren Slam-Poetinnen und -Poeten einen Abend auf die Bühne, der persönliche Texte, Witz, Haltung und Sprachlust verbindet. Bereits am Nachmittag lädt ein Workshop junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren dazu ein, selbst ins Schreiben zu kommen und Sprache als Ausdrucksform zu erproben.
Neu ist auch die stärkere Öffnung hin zu elektronischer Musik und spätsommerlicher Festivalatmosphäre. Am Samstag, 1. August füllt Julian Maier-Hauff ab 22 Uhr das Kleine Zelt mit improvisierten Live-Sets an der Schnittstelle von Elektronik und akustischer Musik. Eine Woche später, am Samstag, 8. August, verlagert sich das Geschehen an den Gondelhafen: Unter dem Titel „Walinkula meets Kulturufer“ entsteht dort erstmals eine Open-Air-Elektrobühne mit DJ-Sets aus der Region, darunter Lara Schick. So erweitert das Kulturufer sein Profil um ein Format, das Begegnung, Bewegung und gemeinsame Sommerabende am See schafft.
Den Schlusspunkt setzt am Sonntag, 9. August Florian Schroeder im Großen Zelt. Seit vielen Jahren gehört er zu den prägenden Stimmen der deutschen Kabarett- und Debattenlandschaft. Dass er den letzten Festivalabend gestaltet, gibt dem Jubiläumsprogramm noch einmal eine eigene Zuspitzung: pointiert und mit Blick auf die Gegenwart.
So zeigt das Kulturufer im 40. Jahr nicht nur die Vielfalt seiner Sparten, sondern auch die Qualität ihres Zusammenspiels. Große Konzertabende stehen neben poetischen Theaterformen, urbane Choreografien neben Familienprogramm, neue Formate neben langjährigen Publikumslieblingen.
Kulturufer ganz nachhaltig
Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn: 2026 wird das Kulturufer als Green Event BW zertifiziert. Die Auszeichnung wird vom Land Baden-Württemberg vergeben und steht für Veranstaltungen, die ökologische und soziale Kriterien konsequent in Planung und Umsetzung verankern. Dieser Anspruch zeigt sich auch konkret auf dem Gelände – etwa durch ein digital einsehbares Straßenkunstprogramm, damit weniger Programme gedruckt werden müssen.
Auch abseits der Bühnen gibt es Neues zu entdecken: Mehrere Foodtrucks erweitern das Angebot und laden dazu ein, das Festival auch kulinarisch zu erleben. Ergänzt wird das Veranstaltungsprogramm durch das Angebot der Aktionswiese von Samstag, 1. bis Sonntag, 9. August, das Jugend-KULT-Ufer sowie das Open-Air-Kino, welches an fünf Abenden Filme zeigt. Und natürlich dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf kleine Überraschungen auf dem Festivalgelände freuen, die das Jubiläum auf besondere Weise unterstreichen.
Alle weiteren Informationen zum Kulturufer 2026 sind online unter www.kulturufer.de.
Tickets und Vorverkauf
Kulturbüro Friedrichshafen
Telefon: +49 7541 203-53333
Mo., Mi., Fr.: 8 bis 12 Uhr
Do.: 8 bis 13 Uhr, 14 bis 16 Uhr
Tourist-Information Friedrichshafen
Telefon: +49 7541 203-55444
Juni bis August:
Mo. bis Fr.: 9 bis 18 Uhr (keine telefonische Beratung von 12 bis 13 Uhr)
Sa.: 9 bis 13 Uhr (keine telefonische Beratung)
Online-Buchungen
kulturufer.de
kulturbüro.friedrichshafen.de
reservix.de
Tageskasse Kulturufer
Die Kasse ist ab dem 31. Juli täglich von 13 bis 21 Uhr geöffnet. Vorbestellte Karten können am Veranstaltungstag bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Tageskasse abgeholt werden. Tageskasse Telefon: +49 151 4631 8256
Open-Air-Kino
Karten für das Open-Air-Kino sind nur am jeweiligen Veranstaltungstag ab 15 Uhr an der Tageskasse erhältlich. Bei Regen entfällt die Vorstellung.