Tor 1 – Tor zum Nächsten

Von Kordula Schillig & Günther H. Schulze
Kunstobjekt im Vordergrund und Kirche im Hintergrund.

Material: Beton, Stahl, Dispersion, Basalt, Kies
Breite: 2,40 m
Höhe: 2,80 m
Tiefe: 5 m (Gesamtanlage)
Errichtung: 2007

Der massiv gehaltene hintere Teil des Objektes besteht aus zwei Betonpylonen. Die rechte Seite ist mit leichten Einschlägen verletzt, die linke ist mit changierenden Rottönen bemalt, so dass Anspielungen auf Verletztheit oder Leidenschaft angedeutet werden. Das Werk ist in Ausführung und Dimension denkmal- oder mahnmalgerecht gearbeitet.

Die beiden Betonkomponenten sind mit einem Band verknüpft. Dabei ist das Band ein übergroßer Stacheldraht, der in seiner massiven Ausprägung sowohl an ein (zwanghaftes) Aneinander erinnert aber gleichzeitig eine gewisse Ästhetik besitzt und damit eine Zusammen-Gehörigkeit darzustellen vermag.

Auch deutet die Verschiedenheit der Oberflächengestaltung auf die Unterschiedlichkeit der beiden Komponenten hin, die in ihrem (zwangsweisen) Zusammensein aufeinander bezogen bleiben. Gleichzeitig bilden die beiden Pylone Bausteine für eine massive Betonmauer. Sie könnten sowohl Überreste oder der Beginn einer Grenzziehung sein.

Der Basaltstein im vorderen Bereich hat eine natürliche fünfeckige Gestalt. Diese deutet auf eine für das Künstlerduo Kordula Schillig und Günther H. Schulze wichtige Zahl hin und wird von den Künstlern philosophisch und theologisch als Anker genommen (siehe eigene Objektbeschreibung und Intension auf der Tafel an der Scheune). Auf den Stein kann sich gestellt werden, um selbst das Gegenüber, das Erkennende und vielleicht auch das Andere zu bilden.

Künstler

Kordula Schillig (Acrylmalerei)

Geboren am 4. Oktober 1959 in Nierstein, Rheinhessen Temperamentvolle Farbwelten sind das Markenzeichen der Malerin Kordula Schillig, die sich der großformatigen Freien Malerei verschrieben hat. Fast sprunghaft hat sie in den vergangenen fünf Jahren zu einer eigenen Ausdrucks- und Stilform gefunden. Ausgebildet bei Davor Ljubicic bewegt sie sich auf dem Terrain der Abstraktion und kombiniert diese mit Stimmungen und Lebenserfahrungen als Basis ihrer Bildidee.

Ihre Arbeiten entstehen überwiegend auf Papier, Karton und Holz. Jüngere Arbeiten auf Leinwand bieten ihr eine Herausforderung, bei der sich die Künstlerin insbesonders mit einem differenzierten Duktus und einem andersartigen Bildaufbau auseinandersetzt.

Kordula Schillig
Sommerweg 37
88048 Friedrichshafen-Lipbach
Tel. +49 7544 8658
 

Günther Henry Schulze (Photographie)

Geboren am 8. Oktober 1952 in Neustadt in Sachsen, lebt seit 1988 am Bodensee. Seit etwa 25 Jahren beschäftigt sich Günther Henry Schulze intensiv mit Fotografie. Autodidaktisch erwarb er sich das technische Rüstzeug und experimentierte sehr bald mit der Großbildfotografie. Die Faszination und Disziplin über den kontrollierten Bildaufbau stellten dabei die Basis dar, mit der er sich den künstlerischen Zugang zur Motivgestaltung erarbeitet. Angelehnt an die Kompositionen der Klassischen Fotografie liegt heute sein Schwerpunkt bei Portraitaufnahmen. Diese Arbeiten werden fast alle in Schwarz-Weiß ausgeführt.

Daneben arbeitet Schulze für Reportagen der Tagespresse und als Reisefotograf. Besonders bei den ganz freien Arbeiten läßt er sich eher von impressionistischen Sehweisen beeinflussen und nutzt bei solchen Aufnahmen häufig die Farbe als gestalterisches Element.

Günther Henry Schulze
Sommerweg 37
88048 Friedrichshafen-Lipbach
Tel. +49 7544 8658
 

Alle Informationen zum Kunstweg Kluftern: www.kunstweg-kluftern.de

Anschrift

Tor 1 – Tor zum Nächsten
88048 Friedrichshafen
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