Donnerstag, 16. Juli 2026

Sanierung und Umbau Fallenbrunnen 18

Albert-Merglen-Schule, Kindertagesstätte und Sporthalle

Vorderansicht Olan Fallenbrunnen 18

Das ehemalige Kasernengebäude aus den 1930er-Jahren wird umfassend saniert und künftig die vierzügige Albert-Merglen-Schule als gebundene Ganztagsgrundschule sowie eine fünfgruppige Ganztags-Kindertagesstätte beherbergen. Ergänzend entsteht im Innenhof eine neue Einfeld-Sporthalle.

Schule und Kindertagesstätte
Die Schule wird auf mehrere Gebäudeflügel verteilt. Neben Klassen- und Differenzierungsräumen entstehen Ganztagsbereiche, Fach- und Verwaltungsräume sowie eine großzügige Mensa mit Ausgabeküche. Die Mensa kann zusätzlich für schulische Veranstaltungen genutzt werden.

Das moderne pädagogische Konzept verbindet klassische Klassenräume mit offenen Lern- und Freiarbeitsbereichen: Differenzierungsräume, Raumnischen und großzügige Flure schaffen zusätzliche Möglichkeiten für individuelles, gemeinsames und selbstständiges Lernen.

Im nördlichen Gebäudeflügel wird eine fünfgruppige Kindertagesstätte eingerichtet. Die Kita erhält einen eigenen Zugang, eigene Außenflächen und ist organisatorisch vom Schulbereich getrennt.

Erhalt und Weiterentwicklung des Bestands
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist der Erhalt der vorhandenen Bausubstanz. Der Rohbau des ehemaligen Kasernengebäudes kann weitgehend weiter genutzt werden. 

Dach, Gebäudehülle, Innenausbau und technische Gebäudeausrüstung werden umfassend erneuert. Das Gebäude wird energetisch zum Effizienzgebäude 55 ertüchtigt und barrierefrei erschlossen. 

Besondere Anforderungen ergeben sich durch die im Dachbereich vorhandenen geschützten Fledermausquartiere. Diese werden bei der Sanierung berücksichtigt und nach Abschluss der Arbeiten wiederhergestellt.

Neue Sporthalle und Freianlagen
Im Innenhof entsteht eine Einfeld-Sporthalle mit einem Spielfeld von 15 × 27 Metern und einer lichten Höhe von 5,50 Metern. Durch den Gebäudeversatz von Ost- und Südflügel befindet sich die Nebenräume der Sporthalle unterirdisch unter dem Kleinspielfeld im Schulhof. Die Halle selbst öffnet sich in Richtung Westen zum Biotop. Die Erschließung der Halle erfolgt über Süd-Westen. Das begrünte Sporthallendach erhält eine Photovoltaikanlage mit rund 50 kWp.

Durch die U-Form des Bestandsgebäudes entsteht ein geschützter Schulhof, der gemeinsam mit der westlich angrenzenden Biotopfläche einen naturnahen Rahmen bildet. Unterschiedliche Bereiche laden zum Spielen, Bewegen, Lernen und Aufenthalt ein. Versickerungsfähige Beläge verbinden die einzelnen Spiel- und Aufenthaltsbereiche miteinander.

Zwischen dem Bestandsgebäude und der neuen Sporthalle entsteht ein Werkhof, der auch für Unterricht und praktisches Arbeiten im Freien genutzt werden kann. Eine großzügige Treppenanlage mit Sitzstufen nimmt den Höhenunterschied zwischen Schulhof und Werkhof auf und schafft gleichzeitig einen weiteren Ort für Aufenthalt, Begegnung und Unterricht im Freien.

Auch die Kindertagesstätte erhält einen eigenen, abwechslungsreich gestalteten Außenbereich nordwestlich des Gebäudes.

Kosten und Termine
Für die Sanierung und den Umbau von Schule und Kita sind 29,5 Mio. Euro, für die Sporthalle weitere 5,0 Mio. Euro vorgesehen. Damit beträgt das derzeit angesetzte Gesamtvolumen 34,5 Mio. Euro.

Die Bauausführung ist von 4. Quartal 2027 bis 4. Quartal 2029 vorgesehen. Zuvor sollen bereits ab Herbst 2026 abgestimmte Vorabmaßnahmen durchgeführt werden.

Informationen:
Grundstücksgröße: künftig ca. 8.300qm
BGF: ca. 12.400 m²
BRI: ca. 45.000 m³
Projektsteuerung/Bauherrenvertretung: Amt für Hochbau und Gebäudemanagement – Abteilung Hochbau
Architektur: Hildebrand + Schwarz Architekten