Die 17. Filmtage Friedrichshafen starten am 12. März
Vom 12. bis 16. März 2026 laden die Filmtage Friedrichshafen „Jetzt oder Nie“ (D/A/CH) Filmbegeisterte dazu ein, außergewöhnliche Kurz- und Dokumentarfilme junger Filmemacherinnen und Filmemacher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu entdecken. Das Filmfestival findet im Kiesel im k42 statt und bietet die besondere Gelegenheit, sehenswerte Filme ganz im Sinne des Festivalmottos JETZT ODER NIE auf der großen Leinwand zu erleben.

Zum 17. Mal finden die Filmtage Friedrichshafen - Jetzt oder Nie in Friedrichshafen statt. Längst ist das Festival eine feste Größe im kulturellen Jahreskalender der Stadt und strahlt weit über die Region hinaus. Jährlich lockt es zahlreiche Filmfans in den Kiesel im k42.
Gezeigt werden hochwertige Filme aufstrebender Filmemacherinnen und Filmemacher, die sowohl gesellschaftliche Relevanz als auch hohen Unterhaltungswert vereinen. Während die längeren Dokumentarfilme aktuelle Themen unserer Zeit aufgreifen, überzeugt das Kurzfilmprogramm mit einer beeindruckenden Bandbreite an kreativen Erzählweisen und filmischen Handschriften. Im Anschluss an die Vorführungen kommen Publikum und Filmschaffende in moderierten Gesprächen miteinander in den Austausch – ein direkter Dialog, der das Festival seit jeher prägt.
Schon jetzt ist das große Publikumsinteresse spürbar: Festivaltickets und Kurzfilmtickets sind ausverkauft. Einzeltickets für die Filmvorstellungen sind noch im Vorverkauf erhältlich.
Der Höhepunkt des Festivals ist der Wettbewerb um den
ZF-Kurzfilmpreis, der am Samstag, 14. März, ausgetragen wird. Die
ZF Kunststiftung fördert den Kurzfilm-Wettbewerb seit vielen Jahren mit einem Publikumspreis (1.000 Euro) und seit 2021 mit dem
ZF-Kurzfilmpreis (15.000 Euro), der von einer fachkundigen Preisjury vergeben wird. Das hochdotierte Preisgeld dient einer neuen Kurzfilmproduktion. Über den Publikumspreis entscheiden die Zuschauerinnen und Zuschauer direkt vor Ort. Die feierliche Preisverleihung erfolgt nach dem letzten Kurzfilmprogramm des Tages.
Die beeindruckende künstlerische Qualität und sorgfältige Auswahl des Programms werden auch vom Land Baden-Württemberg anerkannt: 2026 zählen die Filmtage Friedrichshafen zu neun heimischen Filmfestivals im Land, die aufgrund ihrer besonderen künstlerischen und kuratorischen Qualität vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert werden.
„Diese Förderung ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich. Sie würdigt die Qualität unseres Programms und bestärkt uns darin, weiterhin junge Filmschaffende mit ihren Kurzfilmen und relevante Themen in den Mittelpunkt zu stellen“, sagt Melanie Eisele, Festivalleiterin der Filmtage Friedrichshafen.
Festivaleröffnung mit Live-Performance am 12. März
Film und Musik sind seit jeher eng verbunden. Zum Auftakt der Filmtage Friedrichshafen haucht der Künstler Jörg Mandernach, Artist in Residence der ZF Kunststiftung 2001, dieser Verschmelzung neues Leben ein. Am Donnerstag ab 18:30 Uhr stimmt er in einer Performance aus eigenen Kurzfilmen und E-Gitarren-Improvisation auf das Festival ein.
Im Anschluss eröffnet Bürgermeister Andreas Hein offiziell die 17. Ausgabe der Filmtage. Danach wird der Eröffnungsfilm „On the Border“ in Anwesenheit des Regisseurs Gerald Igor Hauzenberger präsentiert.
Der Film wirft einen eindringlichen Blick auf die Stadt Agadez am Rand der Sahara – einen geopolitischen Brennpunkt, an dem Interessen aus Europa, den USA sowie aus Russland und China aufeinandertreffen. Während internationale Akteure um Einfluss ringen, versuchen die Menschen vor Ort, ihren Alltag unter schwierigen Bedingungen zu bewältigen. Über fünf Jahre hinweg begleiteten Gerald Igor Hauzenberger und Co-Regisseurin Gabriela Schild die Region und ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Entstanden ist ein eindrucksvoller Dokumentarfilm, der neue Perspektiven auf globale Migrationspolitik eröffnet und die Lebensrealität der Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Im Anschluss an die Vorführung steht Regisseur Gerald Igor Hauzenberger für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.
Vielfältiges Programm für Jung und Alt
Am Freitag, 13. März, steht das Kinderprogramm im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Be Creative! Filmanimation – Tipps und Tricks von Profis“ bekommen Schülerinnen und Schüler am Freitagvormittag grundlegende Techniken der Animation vom Berliner Animationsstudio Protoplanet vermittelt. Der Workshop findet als geschlossener Schulworkshop statt und ist bereits ausgebucht. Für alle, die selbst kreativ werden möchten, bietet sich am Samstag, 14. März, jedoch die Gelegenheit, am öffentlichen Workshop des Animationsstudios teilzunehmen. Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren lernen grundlegende Techniken des Animationsfilms kennen und können an mehreren Stationen eigene Animationen entwickeln. Der Kurs ist kostenpflichtig (20 Euro, erm. 14 Euro) und kann per E-Mail an das Kulturbüro (kulturbuero@friedrichshafen.de) gebucht werden.
Am Freitag, 13. März, flimmert zudem der neueste Checker-Film „Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde“ über die Leinwand im Kiesel im k42. Die spannende Abenteuer-Doku mit Checker Tobi stammt aus der Feder der Autorin Antonia Simm. Für ihre kreativen und herausragenden Filmproduktionen wurde Simm bereits mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Die Autorin ist bei der Vorführung zu Gast und steht nach dem Film für ein Gespräch mit dem jungen Publikum zur Verfügung.
Ebenfalls am Freitag um 18:30 Uhr stellt der österreichische Regisseur Paul Ploberger, Gewinner des ZF-Kurzfilmpreises 2023, seinen neuen Kurzfilm „One Way Ticket to Tbilisi“ vor. Der Film, der unter anderem mit dem Preisgeld der ZF Kunststiftung in Höhe von 15.000 Euro finanziert wurde, war bereits 2024 als unvollendete Version bei den Filmtagen in einem Testscreening zu sehen. Nun erlebt das Publikum das „zwischenmenschliche Drama, in dem es keine ‚bösen‘ Figuren gibt, aber beschissene Konstellationen“, so Paul Ploberger, in seiner finalen Fassung. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Regisseur Paul Ploberger und Produzentin Kathrin Kaisinger statt.
Den Abschluss des Tages bildet ab 20:15 Uhr das Filmspecial „Creating Narratives – Living Narratives“, in dem zwei Kurzdokumentationen gesellschaftliche Narrative auf unterschiedliche Weise beleuchten.
Kurzfilme für Kids und Wettbewerb um den ZF-Kurzfilmpreis
Am Samstag, 14. März, steht ab 14:00 Uhr erneut das Kinderprogramm FILM AB! im Fokus, das fantasievolle, witzige und berührende Kurzfilme aus aller Welt präsentiert. Das Programm für Kinder ab acht Jahren wird am Montag, 10. März, um 10:00 Uhr wiederholt.
Ab 16:15 Uhr beginnt der Wettbewerb „Kurz und Gut“ um den
ZF-Kurzfilmpreis. Zwölf ausgewählte Kurzfilme konkurrieren in drei einstündigen Filmblöcken um den mit 15.000 Euro dotierten
ZF-Kurzfilmpreis sowie um den Publikumspreis der ZF Kunststiftung in Höhe von 1.000 Euro. Auch in diesem Jahr geht eine thematisch wie stilistisch abwechslungsreiche Auswahl ins Rennen um die begehrten Preise. Den ZF-Kurzfilmpreis übergibt Regina Michel, Geschäftsführerin der ZF Kunststiftung. „Mit dem ZF-Kurzfilmpreis, der von einer fachkundigen Jury vergeben wird, fördern wir ganz bewusst das Genre Kurzfilm. Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro soll für eine neue Kurzfilmproduktion verwendet werden“, so Regina Michel.
Dokumentarfilm-Sonntag: spannende Einblicke und besondere Porträts
Der Dokumentarfilm-Sonntag am 15. März präsentiert die Vielfalt dokumentarischer Themen an einem Tag:
„Ein Haus für Lars – Eine Reise mit Cortis & Sonderegger“ (11:00 Uhr) begleitet die beiden Zürcher Fotografen Jojakim Cortis und Adrian Sonderegger bei ihrer künstlerischen Arbeit. Gemeinsam rekonstruieren sie ikonische Bilder der internationalen Fotogeschichte und fotografieren ihre kunstvollen Modelle mitsamt den dafür eingesetzten Requisiten. Zuletzt schufen sie im Auftrag von Lars von Trier detailreiche Modelle seiner Filmsets sowie von dessen Haus. Mit diesem Modell im Gepäck fahren sie nach Kopenhagen und hoffen auf ein Treffen mit dem Großmeister.
Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit Regisseurin Barbara Peter statt.
„Personale“ (14:00 Uhr) beleuchtet eindrucksvoll den Arbeitsalltag des Housekeeping-Teams eines Vier-Sterne-Hotels. Die angestellten Frauen und wenigen Männer sorgen täglich für makellose Ordnung – meist im Verborgenen. „Personale“ gibt den Angestellten ein Gesicht und erzählt konsequent aus ihrer Perspektive. Im Anschluss spricht Regisseurin Carmen Trocker mit dem Publikum.
„Wohin mit mir?“ (16:15 Uhr) – diese Frage stellen sich Majd und Shahfaisal, die in einer Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Geflüchtete in Deutschland leben. Dort beginnen sie, sich selbst zu entdecken – als Teenager mit Träumen und Ängsten. Der mehrfach ausgezeichnete Film beleuchtet sensibel das Erwachsenwerden im Ausnahmezustand. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Regisseur Marvin Menné statt.
Wie wird man zum Star? „PRIMA DONNA OR NOTHING“ (18:15 Uhr) blickt hinter die Kulissen des hart umkämpften Opernbetriebs und porträtiert das Leben dreier Sängerinnen und ihre unterschiedlichen Erfahrungen in der Musikbranche. Während Mezzosopranistin Valerie Eickhoff noch am Anfang ihrer Karriere steht, haben die amerikanische Opernsängerin Angel Joy Blue und die berühmte Sopranistin Renata Scotto bereits alles erreicht – und Erfolge wie auch Schattenseiten des Ruhms kennengelernt. PRIMA DONNA OR NOTHING ist ein berührendes Porträt über den Traum, nach den Sternen zu greifen. Filmregisseurin Juliane Sauter und Protagonistin Valerie Eickhoff stehen im Anschluss für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.
Die Filmtage Friedrichshafen „Jetzt oder Nie“ versprechen ein vielseitiges Programm voller bewegender, humorvoller und gesellschaftlich relevanter Filme. Wer sich noch Einzeltickets für die Filmvorstellungen sichern möchte, sollte nicht zu lange warten. Das Festivalteam freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.
Die Programmbroschüre der Filmtage Friedrichshafen 2026 finden Sie hier: Filmtage Friedrichshafen - Festivalbroschüre 2026 (Datei nicht barrierefrei)
Weiter Informationen und Tickets unter: www.kulturbüro.friedrichshafen.de oder www.filmtage.friedrichshafen.de