Mittwoch, 27. Februar 2019
Kategorie: Umwelt

Häfler Mischung

Den ganzen Sommer Blüten in Hülle und Fülle mit der stadteigenen Blühmischung.
Saattütchen
In der Häfler Mischung finden sich verschiedene Wildblumen, die typisch für die Region sind.

Die Blühmischung kann angefordert werden bei:

Amt für Stadtplanung und Umwelt
Abteilung Landschaftsplanung und Umwelt
Riedleparkstraße 1
88045 Friedrichshafen
Tel. 07541 203-4641

Verwendung
Diese Mischung besteht aus heimischen Pflanzen, die typisch für den Friedrichshafener Raum sind, und ist speziell für Wiesen konzipiert. Die Arten eignen sich für die Ansaat von Blühstreifen in Gärten, entlang von Wegen oder auf wenig begangenen offenen Grünflächen. Besonders geeignet sind besonnte, warm-trockene und dadurch nährstoffärmere Standorte auch vor Gehölzen.

Charakteristik

Die Mischung besteht aus 90 Prozent Wildblumen und berücksichtigt in besonderem Maß die Ansprüche von Wildbienen und Schmetterlingen. Zehn Prozent Untergräser dienen als Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen. Eine lange Blühdauer vom Frühjahr bis in den Hochsommer garantiert ein kontinuierliches Farbspektrum. Einige einjährige Arten sorgen dafür, dass bereits ab dem ersten Jahr ein ansprechender Bestand entsteht. In den Folgejahren werden sie von ausdauernden Arten ersetzt.

Pflege

Saatgut von März bis Mai oder August bis September obenauf in feinkrümeliges Saatbeet aussäen und leicht andrücken. Behutsam wässern. Nach der ersten Blüte genügt einmaliges Mähen im Spätherbst. Noch besser ist eine Mahd im Frühjahr, da die Pflanzen und Samen über den Winter als Futter dienen. Idealerweise wird dann nicht gemulcht, sondern gemäht und das Mähgut abgeräumt. An schwachwüchsigen Standorten reicht auch eine Mahd in zwei- bis dreijährigem Abstand. Auf wüchsigen Böden wird eine zweimalige im Frühjahr und im Spätsommer empfohlen.

Ansaatstärke

2 g/m², 20 kg/ha

Arten der Häfler Blumenmischung (32 Blumenarten und 7 Gräser)

Blumen 50 Prozent:

  • Gewöhnliche Schafgarbe Achillea millefolium 1,00 Prozent
  • Kleiner Odermennig Agrimonia eupatoria 1,00 Prozent
  • Wiesen-Glockenblume Campanula patula 0,20 Prozent
  • Rundblättrige Glockenblume Campanula rotundifolia 0,20
  • Kornblume Centaurea cyanus 2,00 Prozent
  • Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea 2,00 Prozent
  • Gewöhnlicher Wirbeldost Clinopodium vulgare 1,00 Prozent
  • Wilde Möhre Daucus carota 2,00 Prozent
  • Kartäusernelke Dianthus carthusianorum 2,00 Prozent
  • Echtes Labkraut Galium verum 2,00 Prozent
  • Gewöhnliches Ferkelkraut Hypochoeris radicata 1,00 Prozent
  • Acker-Witwenblume Knautia arvensis 2,00 Prozent
  • Herbst-Löwenzahn Leontodon autumnalis 2,00 Prozent
  • Wiesen-Margerite Leucanthemum ircutianum 4,00 Prozent
  • Gewöhnliches Leinkraut Linaria vulgaris 0,50 Prozent
  • Hornschotenklee Lotus corniculatus 1,50 Prozent
  • Gelbklee Medicago lupulina 1,50 Prozent
  • Saat-Esparsette Onobrychis sativa 0,50 Prozent
  • Gewöhnlicher Dost Origanum vulgare 0,50 Prozent
  • Klatschmohn Papaver rhoeas 2,00 Prozent
  • Spitzwegerich Plantago lanceolata 2,00 Prozent
  • Gewöhnliche Braunelle Prunella vulgaris 2,50 Prozent
  • Kleiner Klappertopf Rhinanthus minor 3,00 Prozent
  • Wiesen-Salbei Salvia pratensis 3,00 Prozent
  • Rote Lichtnelke Silene dioica 1,50 Prozent
  • Gewöhnliches Leimkraut Silene vulgaris 1,50 Prozent
  • Gewöhnlicher Thymian Thymus pulegioides 1,00 Prozent
  • Wiesen-Bocksbart Tragopogon pratensis 0,50 Prozent
  • Feldklee Trifolium campestre 0,50 Prozent
  • Mittlerer Klee Trifolium medium 0,50 Prozent
  • Acker-Stiefmütterchen Viola arvensis 2,00 Prozent
  • Wiesen Pippau Crepis biennis 1,00 Prozent
  • Großer Wiesenknopf Sanguisorba officinalis 0,60 Prozent
  • Großer Ehrenpreis Veroncia teucrium 0,50 Prozent
  • Wiesen Storchschnabel Geranium pratense 1,00 Prozent

Gräser 50 Prozent:

  • Gewöhnliches Ruchgras Anthoxanthum odoratum 10,00 Prozent
  • Gewöhnliches Zittergras Briza media 5,00 Prozent
  • Weide-Kammgras Cynosurus cristatus 10,00 Prozent
  • Schafschwingel Festuca guestfalica (ovina) 10,00 Prozent
  • Glatthafer Arrheantium elatius 2,00 Prozent
  • Horst Rotschwingel Festuca rubra 11,00 Prozent
  • Wiesen Fuchsgras Alopecurus pratensis 2,00 Prozent