Kopfbereich
Logo

Friedrichshafen

Metanavigation
Schriftgroesse aendern
Schrift:
Suche
Suche
Haupt Navigation
Traceline
Inhalt-Linke-Navigation-Spalte

Umbau und Sanierung des Hauses seit 1989

Inhalt-Mittlere-Spalte

Generalsanierung des Hauses

Mit dem Jahr 1989 sollten auf Grund neuer Konzeption die bisher größten Umbau- und Sanierungsarbeiten für das Haus beginnen. Es war geplant, alle Zimmer als Pflegezimmer umzubauen. Dieses Ziel entsprach auch genau der Richtung der Altenhilfepolitik des Landes. Wie fast überall in Baden-Württemberg fehlten auch in Friedrichshafen Altenpflegeplätze. Stattdessen war ein Überhang an Altenheimplätzen zu beobachten. Bei den Zimmern sollten vor allem die Türen für den Pflegebettentransport verbreitert werden und die Nasszellen behindertengerecht umgebaut werden. Dies hatte auch den Vorteil, dass Altenheimbewohner beim Eintritt von Pflegebedürftigkeit in ihren gewohnten Zimmern verbleiben können und nicht zum Umzug in ein Pflegebettzimmer gezwungen werden müssen.

Daneben war es ein großes Anliegen, die Belegungsdichte zu reduzieren. Vor allem im 1. und 2. Obergeschoss lagen teilweise bis zu 3 Bewohner in einem Zimmer. Es wurde deshalb genau festgelegt, welche Zimmer künftig als Ein- und Zweibettzimmer geführt werden sollen. Drei- oder gar Vierbettzimmer durfte es nicht mehr geben.

Durch die Reduzierung der Belegdichte musste zunächst auch der Wegfall von Plätzen in Kauf genommen werden. Die Konzeption sah jedoch vor, fast alle der wegfallenden Plätze durch einen Ausbau des östlichen Dachgeschosses für Wohnzwecke wieder zu gewinnen.

In allen 3 Pflegegeschossen war die Schaffung von jeweils 2 Pflegearbeitsräumen, 2 Pflegebädern, 2 Wohnbereichsküchen und je eines Schwesternzimmers geplant. Damit sollten die relativ langen Wege verkürzt und das Pflegepersonal entlastet werden.

Die Konzeption sah auch Veränderungen unserer Großküche vor. So sollte ein Förderband beschafft und durch den Einbau eines Lastenaufzuges vom Untergeschoss ins Erdgeschoss sollte der bisherige Handtransport über eine steile und gefährliche Treppe von den Lagerräumen in die Küche endlich aufgegeben werden.

Die Lagerräume im Untergeschoss entsprachen in keinster Weise den heutigen hygienischen und lebensmittelrechtlichen Vorschriften. Deshalb war auch an den Ausbau und die Sanierung der Lagerräume im Untergeschoss gedacht worden. Insgesamt war damit ein reibungsloser Betriebsablauf in der Küche für die Zukunft zu erwarten.

Im Erdgeschoss galt es, eine Forderung des Landes Baden-Württemberg nach Schaffung von Räumen für Tagesgruppen zu verwirklichen. Deshalb war geplant, die Verwaltung vom Osttrakt in den Westtrakt zu verlegen. Im Ostteil des Erdgeschosses sah die Konzeption die Schaffung von Räumen für die erwähnten Tagesgruppen vor. Der Speisesaal sollte zeitgemäß umgebaut werden und künftig auch als Cafeteria genutzt werden können.

Im 1. Obergeschoss entstand ein Nachtcafe für Bewohnerinnen und Bewohner, die abends gerne länger aufbleiben möchten.

Daneben wurden zahlreiche kleinere und größere Umbau- und Sanierungsmaßnahmen eingeplant: Bau von Umkleiden, Personalaufenthaltsräume, teilweise Neugestaltung der Außenanlagen, Umbau verschiedener Funktionsräume, Sanierung des Festsaals im 1. Obergeschoss, Sanierung der Treppenhäuser West und Ost. Daneben sollten auch das Dach und die Fassade saniert werden.

Ein Problem stellte auch die einläufige Haupttreppenanlage des Hauses dar. Sie hatte 28 Stufen, die ohne ein Zwischenpodest durchaus als Gefahr angesehen werden musste. Es war vorgesehen, ein solches Podest einzuziehen.

Auch die sanierungsbedürftige Terrasse über dem Haupteingang war als Sorgenkind zu betrachten. Sie sollte auch als Andenken an das frühere Krankenhaus auf jeden Fall erhalten bleiben.

Der Gemeinderat genehmigte für die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen insgesamt 18,3 Mio. DM.

Schließlich konnte außerhalb des eigentlichen Bauprogramms noch die Kapelle einer Neugestaltung zugeführt werden und im Park entstand eine neue große Sitzfläche, in der der frühere Metallpavillon vom Gondelhafen Aufnahme gefunden hat.

In den ersten Jahren hatte das städt. Hochbauamt die Bauleitung. 1996 übernahm Dipl. Ing. Otto Heinz aus Friedrichshafen die Planung, der das Bauleitungsbüro Christian Kania mit der Bauleitung betraute.

Das Architekturbüro Heinz brachte viele Ideen in die Planung ein. Viel Liebe galt dabei auch kleinen gestalterischen Details wie z.B. der Gestaltung der Aufzugstüren, der Treppenaufgänge und der Eingänge zu den Bewohnerzimmern. Großen Wert legten Architekt und Bauleitung auf die Einhaltung des vom Gemeinderat genehmigten Kostenrahmens.

Wechsel der Betriebsträgerschaft
Im Jahr 1990 kündigte die Katholische Gesamtkirchengemeinde Friedrichshafen nach 10jähriger Betriebsträgerschaft den Vertrag. Der Gemeinderat übertrug am 19.03.1990 die Trägerschaft an die Verwaltung des städt. Krankenhauses. Das Haus wurde dem Geschäftskreis des Herrn Ersten Bürgermeisters Dr. Sigg zugeschlagen.

1994 hatte die Heimleitung gewechselt. Nachdem das Karl-Olga-Haus mit dem Heimleiterwechsel zum eigenen Amt innerhalb der Stadtverwaltung Friedrichshafen erklärt wurde, endete auch die Betriebsträgerschaft des städt. Krankenhauses.

Fertigstellung der Baumaßnahmen
Anfang 2000 konnten die Baumaßnahmen nach über 10jähriger Bauzeit glücklich abgeschlossen werden. Der Kostenrahmen wurde eingehalten. Die Einweihung fand am 31. März 2000 statt. Am 01. April 2000 konnte die Bevölkerung das Haus anlässlich eines „Tages der offenen Tür" besichtigen.

Das Karl-Olga-Haus präsentiert sich nun in einem durchaus konkurrenzfähigen Zustand. Wenngleich der Betrag von rd. 18,3 Mio. DM sehr hoch erscheint – die Investition hat sich gelohnt.

Jetzt bookmarken:digg.com