Donnerstag, 08. August 2019

Aufkleber für mehr Aufmerksamkeit

Die Fahrzeuge der städtischen Baubetriebe warnen mit neuem Aufkleber vor dem totem Winkel.
Drei Männer halten vor Fahrzeugen Warnaufkleber in den Händen
Nachmachen erwünscht: Frank Kahle, Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler und Hansjörg Röpnack (von links) hoffen, dass sich viele der Aktion anschließen und die Warnaufkleber den Straßenverkehr sicherer machen.

Rechtsabbiegende Fahrzeuge verursachen immer wieder Unfälle, weil Radfahrer und Fußgänger leicht übersehen werden können. Die Stadt Friedrichshafen hat deshalb jetzt damit begonnen, die Lastwagen und Kleintransporter der städtischen Baubetriebe mit Warnhinweisen zu bekleben. Radfahrer und Fußgänger sollen damit auf den toten Winkel aufmerksam gemacht werden. Entwickelt wurden die Aufkleber von der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgänger-freundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) gemeinsam mit der Landesverkehrswacht (LVW BW). Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg fördert die Maßnahme.

„Die Sicherheit im Straßenverkehr ist ein sehr wichtiges Thema und die Aufkleber sind ein weiterer Schritt, um Fußgänger und Radfahrer besser zu schützen, solange technische Lösungen noch nicht völlig ausgereift und auch nicht serienmäßig erhältlich sind“, sagt Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler. Gemeinsam mit Frank Kahle, Amtsleiter der Städtischen Bauverwaltung  und Hansjörg Röpnack, der beim Stadtbauamt zuständig für den Radverkehr ist, gab er jetzt den Startschuss für die Aufkleber-Aktion.

Der tote Winkel ist der Bereich, in den Fahrer und Fahrerinnen trotz Rück- und Seitenspiegel nur einen eingeschränkten Einblick haben. Fußgänger, Zweiradfahrer und kleine Fahrzeuge verschwinden aus dem Sichtfeld. Die Warnaufkleber, die von der AGFK-BW zur Verfügung gestellt wurden und die es nicht nur für Lastwagen und Kleintransporter, sondern auch für Busse gibt, sollen unmittelbar auf die Gefahr aufmerksam machen.

„Wir freuen uns, wenn auch andere dem Beispiel folgen und bei der Aktion mitmachen“, so der Erste Bürgermeister. „Schon seit einigen Jahren haben wir an zahlreichen Kreuzungen sogenannte Trixi-Spiegel aufgehängt, die eine bessere Sicht auf den Bereich des toten Winkels ermöglichen sollen. Die Aufkleber passen da gut ins Konzept.“

Die AGFK-BW e. V.

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg  (AGFK-BW) ist ein Netzwerk von über 75 Städten, Landkreisen und Gemeinden. Unterstützt und gefördert vom Land, wollen die Kommunen das Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung fördern, mehr Menschen sicher aufs Rad bringen und ihnen die Freude am Radfahren vermitteln – für eine neue Radkultur in Baden-Württemberg.