Donnerstag, 25. Juli 2019

Äste, Hecken und Sträucher zurückschneiden

In den letzten Wochen wird immer wieder festgestellt, dass Bäume, Hecken oder Sträucher von Privatgrundstücken in den öffentlichen Verkehrsraum hineingewachsen sind.

„Hierdurch können Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrer behindert und gefährdet werden“, so Hans-Jörg Schraitle, Leiter des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung. Besonders gefährlich ist es, so Schraitle, wenn an Eckgrundstücken die Sicht stark eingeschränkt wird oder Verkehrszeichen, Straßenlampen oder Straßennamensschilder von überhängendem Bewuchs verdeckt werden. Darüber hinaus stelle auch die Einengung der Gehsteige durch überwachsende Gehölze für die Fußgänger nicht nur eine Erschwernis dar, sondern manchmal auch eine Gefährdung.

Das Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung weist deshalb auf die Bestimmungen über das Auslichten von Bäumen, Sträuchern und Hecken entlang von Straßen und Geh- und Radwegen hin.  Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, bittet die Stadt die Grundstückseigentümer die Bäume, Sträucher und Hecken zu überprüfen und wenn nötig zurückzuschneiden.  Auch als privater Eigentümer eines Grundstücks ist man dafür verantwortlich, dass Wege und Straßen sicher genutzt werden können.  Wer sich nicht darum kümmert und seine Hecken und Sträucher nicht rechtzeitig zurückschneidet, haftet bei Unfällen und Schäden.

Folgende Hinweise sind zu beachten:
Hecken, Bäume und Sträucher an Straßen, Wegen und Plätzen müssen rechtzeitig soweit zurück geschnitten werden, dass alle Verkehrsteilnehmer den öffentlichen Verkehrsraum ungehindert und ohne Gefahr nutzen können. Danach sind die Eigentümer von Bäumen, Sträuchern und Hecken an öffentlichen Straßen verpflichtet, diese Anpflanzungen so zurückzuschneiden, dass folgende Lichträume frei bleiben:

•    4,50 Meter über der gesamten Fahrbahn und über den Straßenbanketten
•    2,50 m über Rad- und Gehwegen.

An Straßeneinmündungen und -kreuzungen sowie im Innenkurvenbereich müssen Hecken, Sträucher und andere Anpflanzungen sowie Einfriedungen stets so nieder gehalten werden, dass ausreichende Sicht für die Kraftfahrer gewährleistet ist und sie nicht über die eigene Grundstücksgrenze hinausragen. Im Umfeld von Straßenleuchten und Verkehrszeichen müssen Hecken, Sträucher und Bäume so zurückgeschnitten werden, dass sie die Funktion der Straßenlampen nicht behindern und Verkehrszeichen problemlos aus mehreren Metern Entfernung gesehen werden können.

Beim Zurückschneiden von Gehölzen an Gehwegen und Straßen sind während der Vegetationsperiode vom 1. März bis 30. September die Bestimmungen des Naturschutzgesetzes zu beachten. Nach § 43 des Naturschutzgesetzes ist es in dieser Zeit verboten, Hecken, lebende Zäune, Bäume, Gebüsche und Röhrichtbestände zu fällen, zu roden oder auf andere Weise zu zerstören, abzuschneiden oder erheblich zu beeinträchtigen. Diese Vorschrift soll vor allem dem Schutz von Lebensstätten wild lebender Tiere dienen. Das Verbot gilt jedoch nicht für Schneidearbeiten, die notwendig sind, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Auch Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses von Pflanzen sind erlaubt. Alle Arbeiten sind jedoch möglichst schonend vorzunehmen.