Montag, 09. August 2021
Kategorie: B31Neu

Exklusive Tunnelführung kommt gut an

Je 20 Leserinnen und Leser der Schwäbischen Zeitung und des Südkuriers konnten am Samstag, 7. August, den neuen Lärmschutztunnel Waggershausen begutachten: Stadt Friedrichshafen und DEGES hatten zur Tunnelführung eingeladen.
OB Andreas Brand und Andreas Irngartinger, DEGES, begrüßen die Gäste vor dem Tunnel

Oberbürgermeister Andreas Brand begrüßte die Gäste am Eingang des Tunnels und wagte einen Rückblick auf 58 Jahre Straßengeschichte: 1963 war zum ersten Mal die Umgehung versprochen worden, damals ging es noch um eine „Bodensee-Autobahn“, die bekanntlich nie kam. Mit Blick auf die Eröffnung der gesamten B 31 neu am 24. August freute sich OB Brand trotz der langen Wartezeit mit den Leserinnen und Lesern: Die Entlastung wird nun endlich kommen. Damit aber auch die Anwohnerinnen und Anwohner der neuen B 31 optimalen Lärmschutz erhalten, hat die Stadt in eine Verlängerung und Überdeckelung des Waggershauser Tunnels investiert: insgesamt 45 Millionen Euro.

Die Investition in den Lärmschutz waren Stadt und Gemeinderat wichtig, betonte Brand: „Der Gemeinderat hat Anfang des Jahrtausends Weitsicht bewiesen, denn schon damals wurden die Grundsatzentscheidungen zum Bau dieses Tunnels getroffen. Niemand konnte seinerzeit verlässlich berechnen, was uns der verlängerte Tunnel hier in Waggershausen kosten wird. Und mit rund 45 Millionen Euro steht die Stadt heute zu ihrem damaligen Versprechen: Der Lärmschutz für die Häflerinnen und Häfler wird bestmöglich realisiert – über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Daher beteiligt sich die Stadt auch an den Mehrkosten für die nun fertig gebaute Lösung.“

Die fertige Lösung konnten die Leserinnen und Leser dann in rund zwei Stunden begutachten: Von der DEGES führten Andreas Irngartinger und Uwe Mantai durch die beiden 700 Meter langen Röhren. Sie erläuterten die im Tunnel verbaute Technik vom Deckenkabel über Alarmierung im Fall der Fälle bis hin zur Funktion der Fluchttüren in beide Richtungen. Sie erzählten vom schwierigen Baugrund und dem vielen Wasser, das von den Seiten in die Baugrube strömte, das schließlich mit Spezialbeton und Ingenieurskunst gebannt werden konnte. Allerdings auch auf Kosten von Zeit und Geld.

Für die Leserinnen und Leser war die Tunneltour tatsächlich exklusiv: Die Vorbereitungen für die Verkehrsfreigabe am 24. August laufen auf Hochtouren.

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