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Geschichte - Kleiner Ausflug in die Vergangenheit Fischbachs

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Geschichte - Kleiner Ausflug in die Vergangenheit Fischbachs

Recherchiert von Ernst Haller

Der Ort, der im Jahr 764 als „fiscpah“ zum ersten Mal urkundlich als Dingstätte im Linzgau genannt wird, ist einer der ältesten Orte der Gegend (Ailingen 774, Buchhorn 837, Schnetzenhausen 808  und Hagnau 1152). 778 schenkt ein gewisser Rambert seine Besitzungen im Falle seines Todes dem Kloster St. Gallen . Dies sind nur einige Beispiele von einer Vielzahl von Hinweisen in der Geschichte über die frühe Existenz des Ortes Fischbach. Verschiedene Klöster und Herrschaften, wie das Kloster Fulda, Ritter Efrid von Efrizweiler, das Spital Konstanz, das Kloster Petershausen in Konstanz oder das Kloster Weingarten, hatten über Jahrhunderte einzelne Besitzungen in Fischbach. Über viele Jahre bestand die Bevölkerung, wie überall im Lande, zu 90% aus Bauern, der Rest waren einige wenige Handwerker, sowie Taglöhner (Söldner). Meist waren sie als Lehensnehmer abhängig von den Eigentümern ihrer Höfe. Die Müller der Mühle in Fischbach waren zwar Besitzer des Anwesens, Eigentümer jedoch war von 1432 bis 1850 das Spital Konstanz.

Unter Kaiser Friedrich V. kam Fischbach 1486 mit Schwaben als Landvogtei Schwaben unter österreichische Herrschaft . Fischbach war lange Zeit Amtssitz der oberen Landvogtei; zum Amt Fischbach gehörten 27 Gemeinden beziehungsweise Wohnplätze . Das Amt der Ammanns war von 1680 - 1799 in der Familie Waggershauser vererbt worden. 1748 wurde der Amtssitz, der bis 1825 erhalten blieb, von Fischbach nach Hagendorn verlegt. Die Amtsstube war jeweils auch die Stube des jeweiligen Ammanns.
1838 wird Fischbach noch als Pfarrweiler mit 223 Einwohnern geschildert. Der Ort hat zu dieser Zeit eine Schildwirtschaft, drei Ziegelhütten, eine Mahl- und Sägemühle, nebst einer Ölmühle. Am Ort sind auch zwei Schiffer, die sich hauptsächlich mit der Verschiffung von Ziegelwaren beschäftigen. Nach Beginn der Industrialisierung am Bodensee weist Fischbach 1915 bereits 535 Einwohner auf .

Durch den Friedensschluss mit Napoleon am 26. Dezember 1805 in Pressburg kam Fischbach mit anderen vorderösterreichischen Gebieten an die württembergische Krone. Ab 1825 folgten verschiedene Gemeindeabtrennungen vom früheren Amt Fischbach, bis letztendlich 1911 Schnetzenhausen mit Fischbach und Spaltenstein eine eigene Gemeinde mit Rathaus in der heutigen Dornierstraße 131 bildeten. Mit der Eingemeindung 1937 nach Friedrichshafen endete die Selbstständigkeit von Fischbach.

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Service

Das Fischbacher Wappen spiegelt eine Phase der geschichtlichen Vergangenheit des Ortes wider. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Fischbach Teil der neu gegründeten Gemeinde Schnetzenhausen im Oberamt Tettnang. Mehr

Bei Fragen zur Geschichte der Stadt Friedrichshafen können Sie sich jederzeit gerne an das Stadtarchiv Friedrichshafen wenden: