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Geschichtspfad

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Geschichtspfad

Am Dienstag, 5. April 2005, wurde der Geschichtspfad Kluftern als Teil des neuen Ortsrundwegs vorgestellt.

Die verantwortlichen Personen im oberen Bild sind von links nach rechts: Jürgen Oellers (Stadtarchiv FN), Bernd Caesar (Arbeitskreis Heimatgeschichte Kluftern), Clifford Asbahr (Ortsvorsteher Kluftern), Carmen Dienel (Arbeitskreis Geschichtspfad FN), Dr. Hartmut Semmler (VHS FN).

 

Kapelle St. Laurentius

Die Kapelle wurde im Jahr 990 von dem Konstanzer Bischof Gebhard geweiht. Das rechteckige Kirchenschiff ohne Chor dürfte aus dieser Zeit stammen. Der Turm, in dem sich die Sakristei befindet, wurde wahrscheinlich 12. Jahrhundert seitlich angefügt. Die romanische Kapelle zählt zu den ältesten im Bodenseekreis. Die Unterhaltspflichten für die Kapelle lagen seit dem Mittelalter beim Zehntherrn von Lipbach, dem Kloster Baindt. Ab 1803 gingen die Zehntrechte auf verschiedene Besitzer über.


Rechts, neben dem Eingang der Kapelle befindet sich nach der Überlieferung der „Fußstapfen des heiligen Laurentius“. Dieser Abdruck im Fels soll von einem Glaubensboten herrühren, der zur Verkündigung des Evangeliums diesen Stein bestieg. Noch bis 1860 gab es am Festtag des hl. Laurentius (10. August) Wallfahrten aus der ganzen Umgebung. Mütter setzten ihre Kinder, welche das gehen nicht erlernen wollten, auf besagten Stein.

Bauernhaus Schmid

Das 1907 in Sichtweise erbaute und seither in Familienbesitz befindliche Bauernhaus verfügt über einen längs erschlossenen Wohnteil mit Eingang auf der Giebelseite. Seine Zierformen machen es zu einem der herausragenden Häuser von Lipbach.


Als Stilelemente dienen: Unterschiedlich farbige Ziegel und Werkstein, der als strukturierendes Material bei den Eckquaderungen, dem nach oben leicht abgerundeten Fenstergewände und den Füllungen der drei Rosetten im Giebel verwendet wurde. Das Bauernhaus gehört zu dem im Linzgau gebräuchlichen Einhaustypus mit der Abfolge von Wohnhaus, Stallungen, Scheune und Remise unter einem Satteldach.

St. Gangolf

Die Pfarrei Kluftern wurde erstmals 1275 erwähnt. Ihr Sprengel umfasste nur einen Hof, die übrigen Häuser des Ortes waren nach Bermatingen eingepfarrt. Nach einem Um- oder Neubau erfolgte 1474 die Weihe der Kirche zu Ehren der Jungfrau Maria und des hl. Gangolf.

 

1577 bis 1629 war Matthias Schwarz Pfarrer für die Orte Kluftern, Lipbach und Efrizweiler, die zu den Pfarrsprengeln Bermatingen und Oberteuringen gehörten. 1616 erwirkte der Inhaber der Herrschaft Efrizweiler, Wolfgang von Ratzenried, die Zusammenfassung der drei Orte zu einer erweiterten Pfarrei Kluftern, die 1626 vollzogen wurde.

Ratzenried finanzierte die erforderliche Vergrößerung der Pfarrkirche, die am 21. November 1627 mit Hochaltar und zwei Seitenaltären neu geweiht wurde. Der Turm blieb zunächst unvollendet und wurde erst Ende des 17. Jahrhunderts fertig gestellt. Der barocke Charakter der Kirche ist in der Ausstattung trotz mancher Änderungen erhalten.

1972 wurden das alte Pfarrhaus und die Sakristei abgerissen. Im Frühjahr 1973 begann man mit dem Anbau einer neuen zeltförmigen Kirche, in der die Gemeinde am 22. Dezember 1974 erstmals den Gottesdienst feiern konnte. 1975 bis 1978 wurde die Kirche restauriert, wobei der Kirchenturm seine ursprüngliche runde Zwiebelform zurückerhielt; am 18. Juni 1978 fanden die Baumaßnahmen mit der Weihe der vergrößerten Kirche ihren Abschluss.

Bahnhof Kluftern

Drei Staatsverträge schlossen das Königreich Württemberg und das Großherzogtum Baden, bis es 1899 bis 1901 zum Bau der Bahnverbindung Friedrichshafen-Überlingen kam. Die Gemeinde Kluftern sollte für die Strecke anteilige Kosten übernehmen und bestand daher auf einem eigenen Bahnhof. Neben dem Bahnhofsgebäude entstand ein Gasthaus mit Saal, das 1900 eröffnet wurde. Der erste Zug erreichte Kluftern am 2. September 1901. Die offizielle Einweihung der Bahnstrecke fand am 2. Oktober 1901 statt.

 

Größere wirtschaftliche Bedeutung hatte der Bahnhof bis etwa 1950 für die Verladung der Apfelernte, für die Anlieferung landwirtschaftlicher Gebrauchsgüter und von Holz und Kohle. Teilweise wurde von hier die Milch in die Molkerei nach Radolfzell transportiert. Der letzte fahrplanmäßige Zug hielt am 28. Mai 1988. Die Stadt Friedrichshafen hat das umliegende Gelände und das Bahnhofsgebäude erworben und 2003 im alten Lagerhaus einen Jugendtreff eingerichtet. Am 11. Dezember 2005 ist der Bahnhof Kluftern wiederbelebt worden.

St. Agatha Kapelle

Der kleine spätgotische Bau mit den steilen Proportionen, auf der Nord- und Ostseite durch fünf Strebepfeiler gegen den ehemaligen Wassergraben der Burg abgestürzt, ist vermutlich im 15. Jahrhundert entstanden. An der Chorsüdseite ist noch der Ansatz der früheren Umfassungsmauer der Schlossanlage erkennbar. Ein Hinweis auf die Bauzeit ist die 1474 erteilte Bewilligung eines Tragaltars für Schloss Efrizweiler. 1627 wurde die noch nicht geweihte Kapelle der vergrößerten Pfarrei Kluftern zugeteilt.

Der Innenraum ist barock ausgestattet. Bis 1865 war die Kapelle Bestandteil der Schlossanlage. Vom Haus Fürstenberg 1842 der Ortsgemeinde Efrizweiler zur Nutzung überlassen und 1865 durch Schenkung übereignet, gehört die Kapelle jetzt zum Besitz der Stadt Friedrichshafen.

Download: Flyer St. Agatha Kapelle

Schloss Efrizweiler

Der alte Teil des Schlosses mit einem rechteckigen Turm aus Findlingssteinen, einer 1,8 Meter dicken Grundmauer und einem großen Gewölbekeller ist wahrscheinlich im 10. Jahrhundert erbaut worden. Urkundlich erwähnt wurde der Weiler mit seinem Schloss erstmals 1166.

 

Im Laufe der Jahrhunderte hatte das Schloss mehrere Besitzer, unter anderem die Freiherren von Ratzenried (1609 bis 1672) und die Fürstenberger. Zum Schloss gehörten ein Teich, eine Scheune, Stallungen, ein Torkelgebäude, ein Back- und ein Waschhaus, Ackerland, Wiesen, Rebgärten und umfangreiche Waldungen.

 

Mit dem Neubau durch die Fürstlich Fürstenbergische Grafschaft Heiligenberg begann ein regelmäßiger Gaststättenbetrieb. Das Schloss, das sich in Privatbesitz befindet, wurde ab 1985 modernisiert. Heute wird es als Hotelbetrieb "Schloss der Künste" geführt.

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