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Dienstag, 23. Januar 2018

Ökokonto: Ausgleich für Natur und Landschaft

In Friedrichshafen ragen derzeit viele Baukräne in die Höhe. Ein Zeichen dafür, dass viel gebaut wird. Wird ein neues Baugebiet ausgewiesen, was einen Eingriff in Natur und Landschaft bedeutet, muss die Stadt für diesen Eingriff einen Ausgleich schaffen. Oft geschieht dies an anderer Stelle, zum Beispiel, indem eine Fläche bepflanzt und damit aus Sicht des Naturschutzes aufgewertet wird.

Seit einigen Jahren legt sich die Stadt auf einem Ökokonto einen Vorrat von Ausgleichsflächen an, um damit die Grundlage für die bauliche Weiterentwicklung der Stadt zu schaffen. Im Stadtgebiet Friedrichshafen gibt es bisher etwa 187 Hektar Ausgleichsflächen verschiedener Vorhaben. Davon liegen rund 106 Hektar in der Verantwortung der Stadt. Die Flächen werden gemeinsam vom Stadtbauamt, Abteilung Grün, und vom Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt, Abteilung Umwelt und Naturschutz, konzipiert, umgesetzt und betreut. „Wichtig ist uns dabei neben der ökologischen Bedeutung auch ein Augenmerk auf die Naherholungsfunktion der Ausgleichsmaßnahmen zu legen“, so Hans-Jörg Schraitle, Leiter des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt (BSU). Im Herbst/Winter 2017 wurden weitere Ökokonto-Maßnahmen im Eriskircher Ried und in Wiggenhausen umgesetzt. 

Ökokontofläche Seewiesenesch im Eriskircher Ried
Die Ökokontofläche „Ehemaliges Gartenland Seewiesenesch“ befindet sich am Kretzerweg im Naturschutzgebiet zwischen den großen Streuobstwiesen. Dort wurde in den letzten Jahren ein alter Kleingarten schrittweise in eine artenreiche Magerwiese und ein Feuchtbiotop umgewandelt. Um die Fläche aufzuwerten und für geschützte Tiere, wie den Laubfrosch, noch attraktiver zu gestalten, hat das Stadtbauamt die Gewässer Ende November mit einem Bagger aufweiten und zusätzliche Kleingewässer anlegen lassen.

Ökokontofläche am Meistershofener Holz
Die Ökokontofläche am Meistershofener Holz befindet sich nördlich der gleichnamigen Waldfläche zwischen Rotach und dem Baugebiet Wiggenhausen. Die Entwicklung des angestrebten artenreichen Lebensraumes dort benötigt viele Jahre. Ziel ist eine blütenreiche Feuchtwiese mit Kleingewässern und Gehölzelementen. Die ehemalige Ackerfläche wurde 2016 in einem ersten Schritt mit einer heimischen Wildäsungsmischung angesät, flache Kleingewässer für Amphibien kamen hinzu. 

Seit Herbst 2017 wird Mahdgut zur Entwicklung der Feuchtwiese aufgetragen. Dazu wurde speziell Mahdgut von einer artenreichen Spenderfläche, dem Naturdenkmal „Hanselholz“, auf der Hälfte der Fläche aufgebracht. „Entwickelt sich die Wiese positiv, werden wir im Herbst 2018 auch Mahdgut auf der anderen Hälfte der Fläche auftragen. Mit diesen Maßnahmen sollen die Tiere im angrenzenden Meistershofener Holz wieder Waldrand-Lebensräume erhalten“, erläutert Manuela Hänsch von der Umweltabteilung des BSU.  Ein neu angelegter, durchgehender Rundweg um den Wald eröffnet den umliegenden Siedlungen neue Naherholungs-möglichkeiten.

Interreg: Kleingewässer wurden angelegt
In mehreren Stadtteilen wurden von der Stadt weitere Kleingewässer angelegt, die als freiwillige Naturschutzmaßnahme durch das europäische Interreg-Programm „Kleingewässer in der Bodenseeregion“ unterstützt wurde. Hierbei handelt es sich um Tümpel und Senken als Lebensraum für Amphibien wie Laubfrosch und Gelbbauchunke oder häufigere Amphibienarten wie Erdkröte und Grasfrosch. Die Standorte der Tümpel wurden ausgewählt nachdem 2016, ebenfalls unterstützt durch Interreg, eine stadtweite Amphibien- und Kleingewässerkartierung erfolgte.  In ihr wurde die aktuelle Verbreitung der Amphibien und deren Lebensräumen in Friedrichshafen erfasst. Unterstützt wurde die städtische Umweltabteilung bei der Kartierung von ehrenamtlichen Mitarbeitern des NABU Friedrichshafen.


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