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Freitag, 11. August 2017

Blütenfreude am Bodensee-Airport Friedrichshafen

Wer in letzter Zeit am Bodensee-Airport war, hat gemerkt, dass die offenen Wiesenflächen abseits der Landebahn dieses Jahr noch ein bisschen bunter sind als in den vorhergehenden Jahren. Die Umweltabteilung der Stadt Friedrichshafen hat im Frühling in Kooperation mit dem Bodensee-Airport auf den Schotterflächen am Nordrand des Flughafens eine blumenreiche Schotterrasenmischung ausgesät. Nun wachsen die Blumen und verschönern nicht nur den Flughafen, sondern bilden auch eine weitere Nahrungsgrundlage für die ansässigen Bienen.

Manch einer wäre verwundert, wenn man die Themen Natur und Flughafen in einem Satz verbinden würde. Genau dies ist aber am Bodensee-Airport möglich: die Flächen um die Landebahn müssen für den Betrieb des Luftverkehrs so bewirtschaftet werden, dass eine gute Sichtbarkeit gewährleistet ist und dass gleichzeitig das Auftreten von Vogelschwärmen und sonstigen Großtieren, welche zu Schlagunfällen führen könnten, vermieden wird.

Deswegen wurden gezielt Wiesen angelegt, die gemeinsam mit einem Häfler Landwirt gepflegt werden. Teile der Grünflächen werden nur zweimal im Jahr gemäht, und das Heu wird vom Landwirt für seine Tiere abgefahren. Die dadurch entstehenden Langwiesen sind für „Problemvögel“ wie Möwen und Krähen unattraktiv, da diese Vögel kurze Rasenfluren bevorzugen wo die Sicht besser ist. Die Abfuhr des Mähguts und die Vermeidung von Düngemitteln magert die Flächen aus. Durch diese Pflege ist über die Jahre eine blumenreiche Wiesengemeinschaft entstanden. So ist die in Friedrichshafen größte zusammenhängende Fläche an extensivem artenreichem Grünland entstanden. Auch seltene Tiere profitieren davon, zum Beispiel brüten Friedrichshafens letzte Feldlerchen auf dem Flughafengelände.

Die Umweltabteilung des Amts für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt der Stadt Friedrichshafen arbeitet nun mit dem Bodensee-Airport zusammen, um mit einfachen Mitteln die Artenvielfalt am Flughafen weiter zu erhöhen. So wurde Anfang des Jahres auf einer Randfläche für die AERO eine Schotterrasen-Blühmischung ausgesät, die sich prächtig entwickelt hat. Auch eine Zusammenarbeit mit dem Imker, welcher Bienenstöcke auf dem Flughafengelände betreut, steht an: Auch hier soll um die Stöcke die Blumenvielfalt erhöht werden, um den fleißigen Bienen mehr Nahrung bieten zu können.

Die Möglichkeit und Fähigkeit, wirtschaftliche Interessen mit ökologischen Gesichtspunkten zu vereinen ist im Bodenseekreis von hoher Bedeutung. Die Region ist als Industrie- und Wirtschaftsstandort sowie für die natürliche Schönheit und Vielfalt international bekannt. Es ist oft möglich, für wenig Geld oder auch mit Geldeinsparungen die Unterhaltung betrieblicher Grünflächen so zu gestalten, dass sie für die Natur etwas bringen. Und an Farbenfroheit und Vogelgesang erfreut sich am Ende auch der Mensch.


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