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Mittwoch, 19. April 2017

Mehlschwalben-Vorkommen soll kartiert werden

Erste öffentliche Führung am Sonntag, 23. April

Die Mehlschwalben sind zwar nicht akut vom Aussterben bedroht. Die Abteilung Umwelt des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt wird jedoch zusammen mit dem BUND im April die Mehlschwalben in Fischbach kartieren, um so feststellen zu können, wie sich die Population verändert hat. Die letzte Bestandsaufnahme im Gebiet Schreienesch wurde bereits 2004 vorgenommen. Zudem sind für April drei öffentliche Führungen geplant.

Die Mehlschwalbe ist bei uns die wohl häufigste Schwalbenart. Sie nistet an Hauswänden direkt unter dem Dach. Es ist zu erkennen, dass der Mehlschwalbenbestand in Friedrichshafen zurückgeht. Die Ursachen sind vielfältig. Zum einen findet die Mehlschwalbe auf den versiegelten Flächen kein Material zum Nestbau, zum anderen werden die Nester von den Hausbewohnern leider oft abgeschlagen, um Verschmutzungen an den Hauswänden zu verhindern.

Im April kehren die Mehlschwalben aus ihrem afrikanischen Winterquartier zurück an den Bodensee. Um über die Mehlschwalben und ihre Lebensräume zu informieren, bieten die Abteilung Umwelt und Naturschutz der Stadt Friedrichshafen, das Naturschutzzentrum Eriskirch und der BUND Friedrichshafen drei Exkursionen zum Thema „Schwalben“ an.

Exkursionen zu den Mehlschwalbennestern

Die erste Führung ist am Sonntag, 23. April und beginnt um 15 Uhr am Cap Rotach. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Rotachmündung. Geführt werden Interessierte von Gerhard Kersting vom Naturschutzzentrum Eriskirch. Die Führung dauert etwas bis etwa 17 Uhr.

Eine weitere Führung ist für Mittwoch, 31. Mai vorgesehen. Los geht es vom Hohenstaufenplatz nach Schreienesch. Beginn des Spaziergangs ist um 19.30 Uhr. Treffpunkt ist der Hohenstaufenplatz. Die Führung dauert bis ca. 21 Uhr. Ein interessanter Abendspaziergang mit Naomi Barker von der Abteilung Umwelt und Naturschutz der Stadt Friedrichshafen, bei dem die Teilnehmer Einblicke in das Leben der Mehlschwalben erhalten.

Am Mittwoch, 21. Juni laden Stadt und BUND Friedrichshafen zu einem Abendspaziergang mit Einblicken in das Leben der Mehrschwalben ein. Treffpunkt ist auf dem Doktor-Rueß-Platz bei der Alten Kirche in Fischbach.

Außerdem plant das Grüne Klassenzimmer Aktionen zu den Mehrschwalben im Lernbiotop an der Margaretenstraße.

Das Wohngebiet Fischbach gehört zu den letzten Brutgebieten der Mehlschwalbe in Friedrichshafen. Deshalb sollen die Nester ab April an den Wohnhäusern kartiert werden. Dazu ist die Hilfe der Bewohner notwendig. Wer Nester von Mehlschwalben entdeckt, ob bei sich am Haus oder in der Nachbarschaft, kann seine Beobachtungen in einen Erfassungsbogen eintragen. Der Erfassungsbogen wird zusammen mit einem Infoflyer verteilt. Wer Neststandorte in seinem Wohngebiet mit dem Erfassungsbogen meldet und abgibt,  nimmt an einer Verlosung mit attraktiven Preisen teil.

Nestmöglichkeiten schaffen

Mit einfachen Maßnahmen wie dem Anbringen von künstlichen Nestern oder Kotbrettchen kann man den Mehlschwalben eine Nestmöglichkeit anbieten.  Dabei und bei der Beschaffung bietet die Abteilung Umwelt und Naturschutz (AUN) der Stadt Friedrichshafen den Bewohnern des Wohngebietes Fischbach ihre Hilfe an. Im AUN können die Nester kostenlos abgeholt werden.

Blühmischung „Häfler Mischung“

Wer den Mehlschwalben zu mehr Nahrung verhelfen und seinen Garten entsprechend gestalten möchte, kann bei der Abteilung Umwelt und Naturschutz eine eigens für Friedrichshafen konzipierte Blühmischung, die „Häfler Mischung“ kostenlos anfordern und in den Garten oder in das Balkonbeet einsäen.

 

Informationen:

Die Blühmischung „Häfler Mischung“ sowie die Nester für die Mehlschwalben können beim Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt, Abteilung Umwelt und Naturschutz, Eckenerstraße 11,88046 Friedrichshafen kostenlos angefordert  oder abgeholt werden.

Die Erfassungsbogen für die Neststandorte der Mehlschwalben können abgegeben werden:

Bürgeramt und Tourist-Information Fischbach, Zeppelinstraße 306, 88046 Friedrichshafen (einfach in den Briefkasten einwerfen).

Weitere Informationen zur Aktion „Die Mehrschwalbe – ein schützenswerter Glücksbringer“ gibt es beim Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt, Abteilung Umwelt und Naturschutz, Eckenerstraße 11, 88045 Friedrichshafen, Telefon 07541 203 2191, E-Mail: umweltamt@friedrichshafen.de .


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