Das knackfrische Gold vom Bodensee

Der Apfel gehört zum Bodensee wie das Krabbenbrötchen zu Hamburg. Von säuerlich bis süßlich, von mild-würzig bis herb. Die deutsche Bodenseeregion zählt zu den klimatisch weltbesten Anbaugebieten für aromatisches Obst. Eine kleine Entdeckungsreise durch die Welt des Bodensee-Apfels zeigt die Hintergründe zum Anbau und zur Vermarktung.
zwei Äpfel in einer Hand

Jonagold, Elstar, Gala, Braeburn, Kanzi, Pinova und auch alte Sorten wie Boskoop oder Wellant, als aromatische Nischensorte, gehören zu den häufigsten und beliebtesten Sorten der Obstregion Bodensee. Etwa 20 verschiedene werden dort heute von rund 2.000 Obstbauern kultiviert.

Hubert Knoblauch ist einer davon. Er ist Obstbauer mit Leib und Seele und bewirtschaftet mit seinem Team fast  40 Hektar Fläche. Knapp 30 Hektar davon sind Apfelplantage. Der Rest besteht aus Birnen, Zwetschgen, Kirschen, Pfirsichen, Aprikosen, Erdbeeren und etwas Ackerbau als Wechselfläche für die Erdbeeren. Was den Reiz und die Herausforderungen eines Obstbauern ausmachen, lernte der leidenschaftliche Tüftler bereits früh. Doch genau jene Herausforderungen sind es, die Hubert Knoblauch am Beruf so faszinieren.

Seine Ernte liefert Knoblauch an den regionalen Großmarkt, die BayWa, die den Lebensmittel Einzel- und Fachgroßhandel sowie Keltereien bedient. Außerdem betreibt er einen eigenen Hofladen sowie Süddeutschlands ersten Selbstbedienungsautomaten für Obst und Eier.