Eine Schlagerkönigin im Arm und ein Elefant auf der

„Ich könnte ein Buch über das schreiben, was ich hier schon alles erlebt habe,“ sagt Peter Fischerkeller und es fällt leicht, das zu glauben. Der technische Leiter des Graf-Zeppelin-Hauses (GZH) arbeitete schon vor der Eröffnung des Veranstaltungshauses dort und hatte nicht nur Helene Fischer im Arm, er hat auch schon dem Elefanten der Ehrlich Brothers auf die Bühne geholfen.
Der Technische Leiter erzählt auf der Bühne seine Highlights

Von der familiären Hochzeitsfeier bis zur Nationalen Maritimen Konferenz mit VIP-Gast Angela Merkel gibt es nichts, was es im GZH nicht gibt. Das Hauptaugenmerk liegt auf Kulturveranstaltungen wie Ballett und Orchester; ein ganzes Wagner-Orchester mit 85 Musikern findet im Orchestergraben Platz. All diese verschiedenen Events versprechen vor allem eines: Abwechslung. Jeder Tag ist anders, nein – sogar jede Stunde.

Tausend Räume, tausend Möglichkeiten
Peter Fischerkeller kennt das GZH wie seine  Westentasche. Wenn er durch die öffentlich nicht zugänglichen Bereiche des Kultur- und Kongresszentrums läuft, treppauf, treppab, über- und unterirdische Gänge entlang, kommen ein paar Kilometer zusammen: Der Bühnenturm ist 13 Meter hoch und der tiefste Punkt des GZH liegt 17 Meter unter der Oberfläche des Bodensees. Und dazwischen befinden sich knapp eintausend Räume, vom größten Veranstaltungsraum, dem Hugo-Eckener-Saal, mit Drehbühne und höhenverstellbarem Saalboden ausgestattet, über weitere Säle, Büros und Technikräume bis hin zum Orchesterraum mit Orchesterküche.

Schlagerköniginnen, Klassikgenies und Elefantenflüsterer auf der Bühne
Die Liste der Stars, mit denen Fischerkeller im GZH schon gearbeitet hat, ist lang: Für Helene Fischer hat er einst Bodyguard gespielt und aufgepasst, dass ihr die aufgeregten Fans nicht zu nahe kommen. Geigerin Anne-Sophie Mutter machte ihn mithilfe ihrer messerscharfen Beobachtungsgabe auf einen veralteten Filter in der Beleuchtung aufmerksam und erinnerte sich auch bei ihrem darauffolgenden Besuch im GZH noch daran. Nachdem die Ehrlich Brothers einen Elefanten für ihre Zaubershow auf die Bühne brachten, roch das GZH einige Wochen noch  etwas unangenehm. „Die Stars sind bei uns, tingeln durch die kleineren Häuser, werden dann richtig groß, treten in riesigen Hallen auf und später kommen sie wieder zurück. So ist das eigentlich immer“, sagt Fischerkeller. Das mache für ihn auch den Reiz seines Jobs aus, immer wieder andere Menschen kennenzulernen und mit verschiedenen Charakteren zusammenzuarbeiten.