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Amphibien- und Kleingewässerprogramm

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Ein Zuhause für Laubfrosch und Gelbbauchunke

Von den 21 in Deutschland vorkommenden Amphibienarten sind inzwischen einige stark gefährdet, unter anderem aufgrund des Verlusts ihrer Lebensräume und der Zerschneidung der Landschaft. Um die Tiere in Friedrichshafen besser schützen zu können, sind sogenannte Zielarten definiert worden, um so deren Lebensräume besonders zu fördern und zu schützen.

Schnellen Handlungsbedarf sieht der Biodiversitäts-Check in Friedrichshafen vor allem bei sonnigen, flachen Stehgewässern, in der Nähe von offenem Feucht- und Nassgrünland einschließlich regelmäßig überschwemmter Wiesen. Hier findet der Laubfrosch ein Zuhause. Eine weitere Zielart ist die Gelbbauchunke, die in Friedrichshafen vorwiegend im Wald oder in Waldnähe vorkommt. Auch die Gelbbauchunke ist auf sonnige Kleingewässer angewiesen, die sich entwickeln und ständig verändern.

Da es sich beim Biodiversitäts-Check nicht um eine flächendeckende Untersuchung des Stadtgebiets handelt, wird 2016 im Rahmen des Interreg-Projektes „Kleingewässer für die Bodenseeregion – Netzwerk für Artenvielfalt und Umweltbildung“ der Bestand der Zielarten Laubfrosch und Gelbbauchunke erfasst und so die Ausgangssituation bestimmt. Die wird wiederum als Grundlage für zukünftige Artenschutzmaßnahmen genutzt, zum Beispiel der Anlage von Kleingewässern als Lebensraum von Amphibien. Eine Rasterfeldkartierung ergänzt die Bestandsaufnahme des Interreg-Projekts: für den Laubfrosch über das gesamte Stadtgebiet hinweg und für die Gelbbauchunke in Teilbereichen.

Der Laubfrosch wird während seiner Hauptaktivitätsphase im Mai und Juni mittels nächtlicher Rufkontrollen erfasst. Sein Rufen kann in stillen Nächten bis zu einem Kilometer weit gehört und so recht gut verortet werden. Zu Gesicht bekommt man ihn nur selten. Meist sitzt er gut getarnt zwischen Laub und Stängeln von Bäumen, Sträuchern oder Wasserpflanzen.

Den Ruf der Gelbbauchunke ist dagegen nur in nächster Nähe zu hören. Deshalb wird sie anhand von Sichtbeobachtungen im Zeitraum von Mai bis August erfasst. Dazu werden auch sehr kleine, temporäre Gewässer wie zum Beispiel Pfützen in Radspuren abgesucht.

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