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Nachhaltigkeit

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Nachhaltigkeit

Seit 1996 sind Stadtentwicklungsprozesse fester Bestandteil der Stadt Friedrichshafen, zum Beispiel die Lokale Agenda 21, die Stadtentwicklungs- und Flächennutzungsplanung, ein Sportentwicklungsplan und Bildungskonzept sowie das Arbeitsprogramm Energie und Klimaschutz im Rahmen des European Energy Award. Ein umfassender Nachhaltigkeitsbericht mit Indikatoren, der regelmäßig fortgeschrieben wird, führt die verschiedenen Ansätze zu einem integrierten Nachhaltigkeitsmanagement zusammen. Den Rahmen setzt dabei der globale Aktionsplan, die Agenda 21, die zusammenfasst, was für eine nachhaltige Entwicklung auf internationaler, staatlicher, regionaler und lokaler Ebene zu tun ist.

Nominiert für den Nachhaltigkeitspreis 2017

Friedrichshafen ist für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2017 nominiert. Mit ihren vielfältigen Aktivitäten konnte die Stadt die Jury überzeugen:

„Nicht nur in ihrer Region ist die Stadt Friedrichshafen am Bodensee in Sachen kommunaler Nachhaltigkeit Vorbild. Insbesondere ihre Governance-Strukturen sind beispielhaft und weisen eine außergewöhnlich bodenständige und zugleich innovative, systematische und beständige Nachhaltigkeitspolitik auf.

Friedrichshafen sieht sich aufgrund einer ungebrochenen Entwicklungsdynamik und florierender Industriebetriebe einer komfortablen Finanzausstattung gegenüber, zugleich ist sich die Stadt den damit verbundenen Herausforderungen, wie Siedlungswachstum oder hohes Verkehrsaufkommen, bewusst. Deshalb bindet Friedrichshafen die Bürgerinnen und Bürger in Workshops oder Online-Plattformen früh und intensiv in Entscheidungsprozesse ein.

Zudem veröffentlicht die Stadt seit 2003 alle zwei bis drei Jahre einen Nachhaltigkeitsbericht und begleitet ihr Handeln mit Erfolgskontrollen. Auch in den anderen Themenfeldern ist die Stadt im Süden Baden-Württembergs exzellent aufgestellt. Unter anderem fördert sie den Ausbau erneuerbarer Energien und der E-Mobilität, sie ist Gründungsmitglied im Bündnis der Kommunen für biologische Vielfalt und bietet ein umfassendes Angebot zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Nicht zuletzt punktet Friedrichshafen mit herausragenden Aktivitäten in der Integrationsarbeit und nachhaltigkeitsbezogenen Kooperationen.“

Der Nachhaltigkeitspreis wird dann im Dezember vergeben.

Verschiedene Aspekte tragen zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung bei:

Eine Welt - Friedrichshafen

In Friedrichshafen bildeten sich in der Vergangenheit zahlreiche Initiativen, die sich für den Fairen Handel engagieren. 1969 wurde bereits der erste Arbeitskreis „Dritte Welt“ gegründet. Der Verein „Eine Welt“ vertreibt seit 1998 über seinen Weltladen den „Café Friederico“, der ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Friedrichshafen, dem Weltladen-Trägerverein Eine Welt  Friedrichshafen, dem Bürgerforum „Zukunftsfähige Landwirtschaft“ und der dwp eG ist. Das Produkt entstand im Rahmen der Lokalen Agenda 21 Friedrichshafen, woraus wiederum der Agenda-Arbeitskreis der Eine-Welt-Initiativen sowie das Bildungsprogramm „Globales Klassenzimmer“ hervorgingen. Für den Café Friederico und für das Globale Klassenzimmer erhielt die Stadt den Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg.

Friedrichshafen ist Fairtrade Town

Im Rahmen einer internationalen Kampagne verleiht der Kölner Verein TransFair das Zertifikat Fairtrade Town (FTT) an Städte, Gemeinden und Landkreise, die sich für den Fairen Handel stark machen. Damit machen sie auf die bestehenden Benachteiligungen in Entwicklungsländern aufmerksam und setzen sich für eine gerechtere Verteilung des Wohlstands ein.

Nachhaltigkeitsberichte

Langfristig angelegte Planungen im Rahmen einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung erfordern eine regelmäßige Erfolgskontrolle: den Nachhaltigkeitsbericht. Die Berichte sind eine wichtige Grundlage für den Umweltschutz in Friedrichshafen: Die unterschiedlichen Ebenen der Agenda-Arbeit und des Nachhaltigkeitsprozesses werden zusammengeführt und es entsteht eine Bilanz des geleisteten Engagements.

Erstmals wurde der Bericht 2003 verfasst, mit der Aufgabe, die Erfolgskontrolle alle zwei bis drei Jahre zu erneuern. Insgesamt geben 44 Indikatoren beispielhaft Einblicke in Zustand und Entwicklung von Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Bürgerschaftlichem Engagement in Friedrichshafen.

Die vier Säulen nachhaltiger Kommunalentwicklung:

A     Umwelt und Natur (27 Indikatoren)
B     Wirtschaft und Arbeit (6 Indikatoren)
C     Gesellschaft und Soziales (6 Indikatoren)
D     Bürgerbeteiligung und Demokratie (5 Indikatoren).

Nachhaltigkeitsprüfung

Langfristige Planung und eine zukunftsfähige Stadtentwicklung erfordern eine Erfolgskontrolle. Auf kommunaler Ebene wurden sogenannte Nachhaltigkeitsprüfungen eingeführt, die von der Landesregierung Baden-Württemberg vorgeschrieben sind. Mehrere Städte in Baden-Württemberg, darunter auch Friedrichshafen, haben im Rahmen gemeinsam eine Mustervorlage zur kommunalen Nachhaltigkeitsprüfung erarbeitet.

Die kommunale Nachhaltigkeit wird mit Hilfe von 28 Leitfragen zu vier verschiedenen Dimensionen der geprüft: Umwelt & Natur, Wirtschaft & Arbeit, Gesellschaft & Soziales sowie Bürgebeteiligung & Demokratie. Die Auswirkungen werden über eine fünfstufige Skala bewertet und stichwortartig begründet. Hier können auch Hinweise zur Optimierung der Planung gegeben werden. Im Falle von Zielkonflikten werden die betroffenen Kriterien gewichtet und gegeneinander abgewogen.

Nachhaltige Beschaffung

Die Eine-Welt-Initiativen (EWI) in Friedrichshafen haben 2008 einen Beschluss des Friedrichshafener Gemeinderates zur fairen Beschaffung in der Stadtverwaltung angestoßen. Bestimmte Produkte und Waren, die unter Missachtung der Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation (ILO), insbesondere durch ausbeuterische Kinderarbeit, hergestellt wurden, werden nicht mehr von der Stadtverwaltung beschafft. Waren, die aus Afrika, Asien, Indien oder Südamerika stammen, müssen mit einem anerkannten Siegel einer Zertifizierungssstelle versehen sein oder von anerkannten Importorganisationen des Fairen Handels geliefert werden.

Die Regelung gilt für verschiedene Waren, zum Beispiel für Sportartikel und -kleidung, Spielwaren, Teppiche und verschiedene Textilien, Billigprodukte aus Holz, Agrarprodukte wie Kakao, Tee, Kaffee, Orangensaft und Feuerwerkskörper.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Website der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg - LUBW.

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