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Aufgaben & Verantwortung

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Kommunales Energiemanagement

Kommunales Energiemanagement (KEM) bezeichnet strategische Projekte, mit denen für alle städtisch genutzten und von der Stadt verwalteten Liegenschaften Energie eingespart werden kann.

Aufgaben des Energiemanagements:

  • Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs der städtischen Gebäude und Anlagen
  • regelmäßige Veröffentlichung eines Energieberichtes und Abgleich mit den Klimaschutzzielen
  • Energiekonzepte für städtische Gebäude
  • Energieeinkauf

Aufgaben des Klimaschutzmanagements:

  • Betreuung aller Aktivitäten des Energie- und Klimaschutzkonzeptes
  • Ergänzung und Aktualisierung des zugehörigen Maßnahmenkatalogs
  • Organisation des internen "Arbeitskreis Energie"
  • Begleitung des European Energy Award
  • Initiierung neuer Projekte
  • Gewinnung von Fördergeldern

Herausforderung

Die Ergebnisse des Kommunalen Energiemanagement (KEM) werden im Kommunalen Energiebericht veröffentlicht. Der Steigerung der Energieeffizienz kommt eine ganz besondere Bedeutung zu: Mit einem nachgewiesenen Reduktionpotenzial von bis zu 30 Prozent, lassen sich Betriebskosten in erheblichem Umfang einsparen. 

Was auf der einen Seite durch technische Verbesserung und bewusstes Nutzungsverhalten eingespart werden kann, wird auf der anderen Seite durch eine Ausweitung der Nutzflächen und deren Ausstattung, zum Beispiel mit EDV und durch ein erweitertes Angebot teilweise wieder ausgegeben. Die größten Potenziale liegen nach wie vor in der Optimierung der Wärmedämmung von Gebäuden, und zwar nicht nur im Altbau, sondern gerade auch im Neubau.

Erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung

Neben dem Ziel, den Endenergieverbrauch und die CO2-Emissionen weiter zu reduzieren, ist es für die Stadtverwaltung auch eine Herauforderung, die Energiekostensteigerung in den Griff zu bekommen. Die massive Erhöhung der Strom- und Heizkosten in den vergangenen Jahren bedeutet eine Gesamtkostensteigerung um mehr als 130 Prozent von 1990 bis 2015 allein für die kommunalen Liegenschaften.

Friedrichshafen bezieht Ökostrom

Seit 2010 bezieht die Stadt für die städtischen Liegenschaften zertifiziertem Ökostrom. Das „ok-power“-Gütesiegel zeichnet Ökostrom-Tarife aus, die nachweislich zum Ausbau erneuerbarer Energien führen. Mehr Informationen finden Sie unter: www.ok-power.de.

Projekte

In allen Handlungsfeldern des European Energy Award sind viele größere und kleinere Projekte des kommunalen Energiemanagements in Friedrichshafen zur Umsetzung gekommen, insbesondere bei der Modernisierung der städtischen Liegenschaften. Durch Verbrauchserfassung und Auswertung in Form von Gebäudeanalysen sowie dem regelmäßig erscheinenden Energiebericht werden Energie-Einsparpotenziale aufgezeigt.

Pelletanlage Ludwig-Dürr-Schule

Die Ludwig-Dürr-Schule hat zum Beispiel eine Pelletanlage bekommen, bei einer Bruttogeschossfläche von 9.000 Quadratmetern und einem entsprechend hohen Wärmebedarf. Vor Sanierung der Altanlage veranlasste das Stadtbauamt eine Studie, in der verschiedene Ansätze der Wärmeversorgung geprüft wurden. Die Entscheidung fiel auf den Einbau einer Holzpellet-Heizungsanlage. Die Grundlast wird über die Pelletheizung und die Spitzenlast über einen Gas-Niedrigtemperaturkessel abgedeckt. Diese Maßnahme verringert die CO2-Emissionen um 56 Prozent gegenüber der Altanlage.

Blockheizkraftwerk Tannenhagschule

Das Schwimmbad der Tannenhagschule muss kontinuierlich mit Wärme versorgt werden. Folglich eignet sich das Gebäude hervorragend für die kombinierte Erzeugung von Wärme und Strom, der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung. 2013 wurde ein Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leitung von 20 Kilowatt und einer thermischen Leitung von 40 Kilowatt installiert. Das Blockheizkraftwerk deckt den Grundlastbedarf an Wärme und Strom und trägt aufgrund seiner hohen Effizienz zur Einsparung von Energie und CO2 bei.

Nahwärmenetz Schreinesch-Schule

Regenerative Energien einzusetzen war bei der Erneuerung der Heizungsanlage in der Schreinesch-Schule das vorrangige Ziel. Das Berufsschulzentrum in nächster Nachbarschaft wird mit einer Holzhackschnitzelanlage beheizt, so dass es sich anbot die Schreinesch-Schule durch ein Nahwärmenetz an diese Anlage anzuschließen. Mittlerweile wurde das Nahwärmenetz noch weiter ausgebaut und das gute Beispiel der Schule hat im privaten wie gewerblichen Bereich zahlreiche Nachahmer gefunden.

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