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European Energy Award (eea)

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European Energy Award

Friedrichshafen ist 2017 zum zweiten Mal mit dem European Energy Award (eea) in Gold ausgezeichnet worden, der europaweiten Auszeichnung für kommunales Qualitätsmanagement und Engagement im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz.

In Vorbereitung auf die erste Zertifizierung 2008 wurden alle energierelevanten Bereiche in ein einheitliches System eingebunden. Auf diese Weise sollten energetische Schwachstellen und Verbesserungspotenziale einfacher entdeckt werden. Verschiedene Handlungsfelder definieren dabei den Erfolg. Die Fortschritte der Stadt Friedrichshafen in den einzelnen Handlungsfeldern sind unterschiedlich: Während die Ergebniss in einigen Handlungsfeldern über dem geforderten Wert liegen, gibt es bei anderen, zum Beispiel dem Handlungsfeld „Kommunale Anlagen & Gebäude“ noch Verbesserungspotenzial.

Und die Resultate der Stadt Friedrichshafen können sich sehen lassen – sogar im Euorpavergleich. Wo Friedrichshafen aktuell im Ranking der Städte in Baden-Württemberg steht und die eea-Übersicht Baden-Württemberg finden Sie unter www.kea-bw.de.

Meilensteine & Leuchtturmprojekte

In den letzten 20 Jahren wurden in enger Kooperation zwischen der Stadt, dem Stadtwerk, der Energieagentur, lokalen Interessensgruppen und der Wirtschaft zahlreiche Energie- und Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt.

Neben dem städtischen Förderprogramm „Klimaschutz durch Energiesparen“ für private Investitionen mit einem Jahresetat von 120.000 Euro, stellt die Stadt zum Beispiel auch Dachflächen für Bürgersolardächer in den Stadtteilen Ailingen und Kluftern zur Verfügung. Inzwischen betreibt sie sieben eigene Photovoltaikanlagen und ein Blockheizkraftwerk (BHKW).

Im Stadtteil Wiggenhausen werden nach einem von der Stadt ausgerichteten Wettbewerb alle Gebäude entweder als Kfw 40- oder als Passivhaus errichtet.

Die Stadtverwaltung initiiert gemeinsam mit Vertretern von Industrie und Gewerbe sogenannte „Energietische“ zum bereichsübergreifenden Austausch und unterstützt industrielle Energieprojekte. Es wurde beispielsweise eine Nahwärmepotenzialstudie zur Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und industrieller Abwärme durchgeführt und den Unternehmen präsentiert.

Verbindungen zu Partnerstädten und effektive Städte-Kooperationen sowie die Teilnahme an Fachtagungen und Kongressen schaffen einen regen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene.

Die Handlungsfelder des eea

Das wichtigste Instrument im Rahmen des European Energy Award ist ein Maßnahmenkatalog zu sechs kommunalen Handlungsfeldern (HF):

HF 1 – Entwicklungsplanung & Raumordnung
Alle Maßnahmen, die in der kommunalen Entwicklungsplanung ergriffen werden können:

  • Festsetzung eines energie- und klimapolitischen Leitbildes
  • Vorgaben bei der Bauleitplanung
  • Verkehrsentwicklungsplan
  • Städtebauliche Wettbewerbe
  • Verbindliche Instrumente für Grundstücks(ver-)kauf und Bauförderung
  • Energieberatung von Bauinteressierten

HF 2 – Kommunale Gebäude & Anlagen
Direkte Einspareffekte durch die Reduzierung von Betriebskosten kommunaler Liegenschaften:

  • Bestandsaufnahme, Sanierungsplanung und deren Umsetzung
  • Energiecontrolling und -management
  • Hausmeisterschulungen
  • Spezielle Maßnahmen im Bereich Straßenbeleuchtung


HF 3 – Versorgung & Entsorgung

Optimierung der Versorgungs- und Entsorgungsleistungen durch Kooperation mit den kommunalen Energie-, Abfall- und Wasserbetrieben sowie überregionalen Energieversorgern:

  • Optimierung von Energielieferverträgen
  • Verwendung von Ökostrom
  • Optimierte Tarifstruktur
  • Nah- und Fernwärmeversorgung
  • Nutzung erneuerbarer Energien
  • Nutzung von Abwärme, zum Beispiel aus Abfall
  • Regenwasserbewirtschaftung


HF 4 – Mobilität
Angebote und Rahmenbedingungen für die Bürger zur Nutzung energiesparender und schadstoffarmer/-freier Verkehrsträger:

  • Infoveranstaltungen und -kampagnen
  • Verbesserung der Fuß- und Radwegenetze und des ÖPNV-Angebotes
  • Schnittstellenoptimierung zwischen den Verkehrsträgern
  • Parkraumbewirtschaftung
  • Elektromobilität

HF 5 – Interne Organisation
Organisation und Abläufe der Kommune sollen dafür sorgen, dass alle Akteure gemeinsam das energie- und klimapolitische Leitbild verantworten und voranbringen:

  • Bereitstellung personeller Ressourcen
  • Umsetzung eines Aktionsprogramms
  • Weiterbildungsmaßnahmen
  • Beschaffungswesen
  • Entwicklung und Anwendung innovativer Finanzierungsinstrumente zur Umsetzung von Maßnahmen

HF 6 – Kommunikation & Kooperation
Zusammenfassung aller Aktivitäten, die auf das Verbrauchsverhalten Dritter abzielen (zum Beispiel Industrie, private Haushalte):

  • Information, zum Beispiel durch Pressearbeit, Broschüren und Veranstaltungen
  • Etablierung von Energietischen
  • Energieprojekte in Schulen
  • Einrichtung von Informations- und Beratungsstellen
  • Durchführung von Wettbewerben
  • Kommunale Förderprogramme
  • Interkommunaler Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit (regional und international)
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