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Einzelhandelskonzept

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Einzelhandelskonzept 2012

Bereits seit dem Jahr 2001 existiert ein Einzelhandelskonzept für Friedrichshafen zur Steuerung des Einzelhandels. Dieses Gutachten wurde 2012 / 2013 durch das Fachgutachterbüro Dr. Acocella fortgeschrieben und aktualisiert.

Gründe für die Fortschreibung waren:

  • Eine Anpassung an neue Gesetzeslage / Rechtsprechung, insbesondere durch die Einführung des neuen planungsrechtlichen Instruments der „zentralen Versorgungsbereiche“ ins Baugesetzbuch.
  • Reaktion auf die sehr dynamische Entwicklung im Einzelhandel Friedrichshafens seit 2000 und Berücksichtigung der Veränderungen  in der Einzelhandelsstruktur, z. B. durch das Bodenseecenter oder Innenstadtprojekte wie K 42  oder H+M.
  • die Erarbeitung und Überprüfung von Leitzielen für die Gesamtstadt.

 

Durch den Vergleich der Daten 2000 mit den Daten 2012 konnte die Entwicklung aufgezeigt werden und eine Evaluierung der bisherigen Entwicklungsziele und Instrumentarien zur Steuerung des Einzelhandels vorgenommen werden. Dabei sollten auch die Auswirkungen bzw. Synergien des Bodenseecenters auf den Innenstadt-Einzelhandel untersucht werden.

Projektziel
Hauptziel des Einzelhandelskonzeptes ist die Schaffung einer Rechtsgrundlage zur Einzelhandelssteuerung.

Das fortgeschriebene Einzelhandelskonzept stellt künftig die entscheidende Rechtsgrundlage zur Steuerung des Einzelhandels bis ins Zieljahr 2025 in Friedrichshafen dar.

Zentrales Anliegen des Gesamtgutachtens ist es, die städtebaulichen Begründungen für eine räumliche Steuerung des Einzelhandels durch nachfolgende Bauleitplanung zu erarbeiten.
Das bedeutet, dass die eigentlich Umsetzung der im Einzelhandelsgutachten formulierten Ziele erst über nachfolgende Bebauungspläne gesichert werden kann.


Methodik / Projektschritte
Das Einzelhandelskonzept besteht aus folgenden Bestandteilen:

  • Umfangreiche Bestandsaufnahme des Einzelhandels mittels einer Einzelhändler- und Passantenbefragung, Ermittlung der derzeitigen Versorgungssituation in Friedrichshafen
  • Städtebaulich-funktionale Neuabgrenzung der zentralen Versorgungsbereiche
  • Einteilung der zentralen Versorgungsbereiche in Zentrenstrukturtypen
  • Erarbeitung eines Zielkatalogs und Entwicklung eines städtebaulichen Leitbildes für die Einzelhandelsentwicklung in Friedrichshafen,
  • Entwicklung einer Friedrichshafener Sortimentsliste,
  • Prognose zur Kaufkraftentwicklung sowie Aufzeigen räumlicher Entwicklungspotentiale für die Innenstadt und sonstige zentrale Versorgungsbereiche,
  • Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs für die Bauleitplanung, aber auch für die Innenstadt und die Stadtteile.

 
Strategischer Kern des Gutachtens ist der Zielkatalog, in dem folgende Entwicklungsziele formuliert werden:

  • Erhaltung / Stärkung der Versorgungsfunktion der Stadt Friedrichshafen als teilfunktionales Oberzentrum.
  • Erhaltung / Stärkung der Einzelhandels-/ Funktionsvielfalt sowie der Zentralität der Innenstadt von Friedrichshafen
  • Erhaltung und Stärkung der Nahversorgungfunktion in den Stadt- und Ortsteilen
  • Erhaltung und Stärkung der Identität der Friedrichshafener Innenstadt
  • Schaffung von Investitionssicherheit für städtebaulich gewünschte Investitionen
  • Sicherung von Gewerbegebieten für Handwerk und produzierendes Gewerbe.

 

Im Gutachten werden Grundsätze zur räumlichen Einzelhandelsentwicklung festgelegt, die für künftige Ansiedlungen im Bereich des Einzelhandels angewendet werden sollen.

Wichtigster Grundsatz ist dabei, dass zentrenrelevanter Einzelhandel weiterhin nur in den zentralen Versorgungsbereichen zulässig sein soll.
Großflächiger zentrenrelevanter Einzelhandel (über 800 qm Verkaufsfläche) soll dabei ausschließlich im zentralen Versorgungsbereich Innenstadt zulässig sein. Unterhalb der Großflächigkeit (unter 800 qm Verkaufsfläche) kann Einzelhandel auch in den Nebenzentren Charlottenstraße und Hofen zugelassen werden, Lebensmittelbetriebe ausnahmsweise auch oberhalb der Großflächigkeit.

Mit der Verabschiedung des Gutachtens durch den Gemeinderat (Feststellungsbeschluss) im April 2013 wurden folgende konzeptionelle Bestandteile formell beschlossen, die für eine planungsrechtliche Steuerung mittels Bebauungsplänen wesentlich sind:

  • der Zielkatalog
  • die Grundsätze zur räumlichen Einzelhandelsentwicklung
  • die Abgrenzung der zentralen Versorgungsbereiche
  • die Sortimentsliste.
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