Dienstag, 13. Dezember 2022
Kategorie: Kulturbüro-News

Künstlerförderpreis verliehen

Fünf junge Künstlerinnen und Künstler wurden mit dem Förderpreis der Zeppelin-Stiftung ausgezeichnet.
geehrte Preisträger und Preisträgerin stehen mit Bürgermeister auf Bühne
Von links: Tim Kriegler, Nikolaus Henseler, Verena Seyboldt, Lukas Hengelhaupt, Bürgermeister Andreas Köster Foto: Kulturbüro/Andrea Sprenger

Was für eine beeindruckende künstlerische Vielfalt – Bildende Kunst, Gesang, Dirigat, Jazztrompete und Artistik auf hohem Niveau! Die Verleihung der Künstlerförderpreise der Stadt Friedrichshafen aus Mitteln der Zeppelin-Stiftung im Kiesel im k42 machte erneut deutlich, wie sinnvoll und lohnenswert eine solche Förderung ganz besonders in der heutigen Zeit ist.

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause hatte die Stadt wieder die Summe von 12.000 Euro dafür zur Verfügung gestellt. Sie geht zu gleichen Teilen an die glücklichen Preisträger Lukas Hengelhaupt (Bildende Kunst), Nikolaus Henseler (Dirigat), Tim Kriegler (Artistik), Thimo Niesterok (Jazztrompete) und die Preisträgerin Verena Seyboldt (Gesang). Drei der Ausgezeichneten, Nikolaus Henseler, Tim Kriegler und Thimo Niesterok stehen bereits am Anfang ihrer beruflichen Karriere, während Verena Seyboldt und Lukas Hengelhaupt noch studieren.

Gleich zu Beginn der abwechslungsreichen Veranstaltung sorgte das Hintergrundbanner für Lacher, denn hier präsentierten sich die Preisträger sozusagen in Arbeitskleidung, und das heißt für den Artisten nun mal „freier Oberkörper“. Wie ernst es den jungen Künstlerinnen und Künstlern tatsächlich mit der „heiteren Kunst“ ist, wie mutig und teilweise schon sehr früh sie diesen Weg eingeschlagen haben, das zeigten ihre Präsentationen, das betonten auch die Laudatorinnen und Laudatoren. Nach der allgemeinen Begrüßung durch Bürgermeister Andreas Köster widmete sich Sabine Hermann-Wüster (Leiterin der Musikschule Friedrichshafen) dem Werdegang der Sopranistin Verena Seyboldt, die demnächst ihr Bachelorstudium in Freiburg abschließt. Mit zwei Arien, am Klavier begleitet von Nikolaus Henseler, stellte die junge Sängerin nicht nur ihre musikalischen Qualitäten, sondern auch ihre Bühnenpräsenz unter Beweis.

Die Laudatio von Ida Neddermeyer (Zeppelin Museum) auf Lukas Hengelhaupt verlas Florian Kind (stellvertretender Leiter des Kulturbüros Friedrichhafen), der als Moderator durch den Abend führte. Der junge Künstler studiert an der Kunstakademie Stuttgart. In seiner Kunst, die digital zu sehen war, reflektiert Hengelhaupt unter anderem auch sein Interesse an Videospielen. Mit einer charmanten Videobotschaft brachte sich der wegen eines Auftritts verhinderte Jazztrompeter Thimo Niesterok, gewürdigt von Sarah Baltes (Leiterin des Kulturbüros Friedrichshafen), zu Gehör. Er hob darin seine Verbindung zu Friedrichshafen hervor und erfreute das Publikum mit lässigem Swing, eingespielt von einem Trio. Der für diesen Abend sicher ungewöhnlichste Beitrag kam von dem jungen Artisten Tim Kriegler.

Melanie Eisele (Veranstaltungsleiterin im Kulturbüro Friedrichshafen) widmete sich zunächst den biografischen Daten seiner Laufbahn. Sehr viel persönlicher erzählte dann Andrea Sprenger (ZirkusAkademie Friedrichshafen) von der bereits früh entfachten Leidenschaft Krieglers, deren Anfänge sie begleitet hat. Mit einem professionellen Showreel begeisterte der junge Artist an den Strapaten. Zum Abschluss war dann nochmals Musik geboten. Nikolaus Henseler, gelobt von Sabine Hermann-Wüster, hat den Preis besonders für seine künstlerischen Fähigkeiten als Dirigent erhalten. Mit ihnen überzeugte er auch als Finalist und Publikumspreisträger beim Deutschen Chordirigentenpreis 2022 in Berlin. Der gelungene Abend endete mit anregenden Gesprächen bei einem Stehempfang.