Mittwoch, 30. Oktober 2019

17. SSV-Sportforum zieht zahlreiche Zuhörer an

Das 17. Sportforum des Stadtverbandes Sporttreibender Vereine Friedrichshafen e.V. - kurz SSV - ist beim Publikum richtig gut angekommen. Denn der Nebenraum des WYC-Clubhauses am Seemooser Horn war bis auf den letzten Patz besetzt gewesen, als SSV-Vorstandsmitglied Harald Sewcz und Referent Dr. Hansjörg Bauerle, der Internist und Kardiologe am Medizin-Campus-Bodensee ist, von ihren (eigenen) Erfahrungen zum Thema "Herzrhythmusstörungen – Darf ich trotzdem Sport treiben?" in einem aktiven Dialog berichteten.
Die beiden Referenten, SSV-Vorstandsmitglied Harald Sewcz und Dr. Hansjörg Bauerle (von links) haben das Publikum mit ihrem Vortrag begeistern können. (Foto: SSV)

Zuvor hatte SSV-Vorsitzender Peter Lutat seinen Gästen aus verschiedensten Vereinen der Zeppelin- und Messestadt Neuigkeiten und Projekte des SSV wie beispielsweise die SSV-Vereinstour und den Ausblick auf den nächsten Vereinstag am 26. September 2020 vorgestellt. Zurück zum Vortrag der beiden Referenten, die im Fall von Harald Sewcz selbst Betroffene sind. In einem aktiven Gespräch, das mit anschaulichen Bildern und detaillierten Zeichnungen durch den Mediziner Dr. Bauerle untermalt war, erklärten Sewcz und Dr. Bauerle, wie sich das sogenannte Vorhofflimmern bemerkbar macht und was im Ernstfall gegebenenfalls zu tun ist. "Man habe irgendwann das Gefühl gehabt, nicht mehr belastbar zu sein", erklärten die beiden Referenten unisono. Anschließend beantworteten sie viele Fragen ihrer Zuhörerschaft, die den Vorschlag des Mediziners unterstützten, eine jährliche Sportuntersuchung anzuregen, um mögliche Störungen des Herz-Kreislauf-Systems früher erkennen zu können. Schließlich würde es nicht nur Leistungssportler betreffen, sondern gerade auch Breiten- und Freizeitsportler. Diese seien es auch, welche durch zu intensive Belastungen ohne eine Rückkopplung mit einem Fachmann z.B. Kardiologen ihr Herz-Kreislauf-System auf eine ständige Probe stellen. Das richtige und vor allem gesunde Maß an Bewegung sollte immer im Dialog mit einem Mediziner und/oder Trainer festgelegt werden. Das heißt aber nicht, dass Personen mit Erkrankungen rund ums Herz die sportliche Bewegung aus Angst aufgeben sollten. Gerade hierfür gibt es spezielle Sportgruppen, welche verschiedene Kurse unter ärztlicher Aufsicht anbieten. Weitere Informationen hierzu findet man auf der Homepage der Reha-Sport-Gemeinschaft Friedrichshafen unter www.rehasport-friedrichshafen.de. "Vielen Dank für die wichtigen Erkenntnisse, eure Zeit und Ihr Interesse beziehungsweise für Ihr Kommen", sagte SSV-Vorsitzender Peter Lutat abschließend.