Montag, 11. September 2017

Zwanzig blaue Banner werben für mehr Rücksichtnahme

Pünktlich zur Eröffnung des ersten Teilstücks des Velorings machen blaue Banner an den Lampenmasten auf verschiedene Radverkehrsthemen aufmerksam.

Die neue Fahrradstrecke des Velorings soll für gezielte Informationen an die Radfahrer genutzt und  für vier Themen sensibilisiert werden. Das Layout der zwanzig blauen Banner lehnt sich an die landesweite Aktion „Tu`s aus Liebe“ der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Baden-Württemberg (AGFK-BW) an, die generell für mehr Rücksicht im Straßenverkehr wirbt.   

„Bring Licht ins Dunkle!“ soll die Radler daran erinnern, rechtzeitig das Licht einzuschalten, und zwar um nicht nur besser zu sehen, sondern speziell um besser gesehen zu werden. Dieses Thema ist gerade vor den Herbst- und Wintermonaten sehr wichtig. Es gibt immer noch  zu viele Fahrradfahrer, die in der Dämmerung oder nachts ohne Licht unterwegs sind. Im vergangenen Jahr wies die Stadt Friedrichshafen in der Weihnachtszeit in der „Nikolaus-Aktion“ auf die Gefahren hin, wenn die Radler ohne Licht fahren und damit zu spät von den anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden.

„Umsehen statt übersehen“ will darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, über die eigene Schulter zu blicken. Dies bringt gerade an Straßeneinmündungen mehr Sicherheit für die Radler.  Was für die Autofahrer beim Abbiegen gilt, ist auch für Radler bedeutend. Besser einmal zu viel, als zu wenig umgesehen. 2016 organisierte die Stadt Friedrichshafen zu diesem Motiv eine gemeinsame Aktion mit den Bäckereien der Stadt. Über mehrere Wochen verpackten die Bäcker ihre Brötchen in spezielle Brötchentüten mit dem Slogan „Tu’s aus Liebe“.

„Meine Seite - Deine Seite. Geisterfahrer nein danke!“ soll dafür werben, nicht auf der falschen Seite zu fahren. Nur dort,  wo es erlaubt ist und spezielle Verkehrszeichen darauf hinweisen, darf auch auf der linken Seite gefahren werden. , Geisterfahrer leben besonders gefährlich, da sie an Einmündungen und an Grundstücksausfahrten nicht erwartet und damit leicht übersehen werden. Mit diesem Verhalten gefährden die Radler  nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

„Zebrastreifen: Nur wer schiebt, hat Vorfahrt“ greift eine Thematik auf, die nur wenigen Verkehrsteilnehmer bekannt ist. Radfahrer können jederzeit den Zebrastreifen benutzen, sind jedoch nur dann bevorrechtigt, wenn sie das Fahrrad schieben und die Straße als Fußgänger queren.