Auszeichnungen & Preise

Die Zeppelin-Stiftung ehrt jährlich mit dem Dr.-Ilse-Essers-Preis außerordentliche Leistungen im technischen Bereich und mit dem Zeppelin-Stiftungspreis wissenschaftlich hervorragende Studien- und Diplomarbeiten. Junge Künstlerinnen und Künstler fördert die Zeppelin-Stiftung mit dem Künstlerförderpreis.
Der Dr.-Ilse-Essers-Preis ging 2017 an die besten Absolventinnen der technischen Studiengänge der DHBW Ravensburg, Campus Friedrichshafen: Katharina Kaiser, Wirtschaftsingenieurwesen/Technisches Management und Lena Spindler, Maschinenbau/Mechatronische Systeme

Dr.-Ilse-Essers-Preis

Die Zeppelin-Stiftung hat 2004 zum ersten Mal den Preis an die beste weibliche Absolventin der Dualen Hochschule (damals Berufsakademie) Ravensburg, Campus Friedrichshafen, vergeben. Der Anerkennungspreis wird für außerordentliche Leistungen im technischen Bereich vergeben. Benannt wurde er nach einer Frau, die ihr ganzes Leben der Luftfahrt verschrieben hatte und 1929 als erste Frau den Doktortitel für Luftfahrttechnik verliehen bekommen: Dr. Ilse Essers. Die junge Frau war Tochter des berühmten Entwicklungsingenieurs Theodor Kober. 

Die Stadt Friedrichshafen ist stolz auf eine Frau, die die Entwicklung der Luftfahrt nicht nur miterlebt, sondern aktiv mitgestaltet hat. Ilse Essers ist ein Vorbild für junge Studentinnen, die an der Dualen Hochschule außergewöhnliche Leistungen erbringen. Der Preis wird jedes Jahr vergeben.

In München geboren, zog die neunjährige Ilse Kober 1907 mit ihrer Familie nach Friedrichshafen. Der Bodensee hielt Ilse Kober ein Leben lang gefangen: ob als Seglerin, Fliegerin oder Konstrukteurin von Wasserflugzeugen. Um die technische Begabung ihrer Tochter Ilse Kober zu fördern, erwirkte die Mutter eine Genehmigung zum Besuch der Jungenschule in Friedrichshafen. Diese Schulbildung ermöglichte ihr später ihren ganz eigenen Lebensweg. Entscheidende Erfahrungen machte sie im Konstruktionsbüro ihres Vaters im Werk in Manzell. Dort begann sie mit 15 Jahren als Zeichenlehrling. Sie lernte schnell und bald wurden ihr auch schwierige Konstruktionsaufgaben anvertraut. Aber nur allzu gern tauschte sie ihren Platz am Zeichenbrett gegen die Möglichkeit, bei Probeflügen Messungen zu machen. Flieger war für Ilse Kober der Inbegriff alles Schönen und Erstrebenswerten geworden. Aber auch der See und das Segeln hatten es ihr angetan. Sie war Mitglied im Königlich Württembergischen Yachtclub. Die Zeit in Friedrichshafen, umgeben von Flugzeugbau und Zeppelinen, beeinflusste den Werdegang dieser Frau maßgeblich. Ihr Studium in München war mit vielen Hindernissen gespickt und dennoch absolvierte sie ihre Promotion mit dem Prädikat „sehr gut“.  Ilse Essers war von jenem Wagemut erfüllt, der sie zur ersten Wissenschaftlerin der Luftfahrtgeschichte machte. Die Stadt Friedrichshafen ist stolz auf eine Frau, die die Entwicklung der Luftfahrt nicht nur miterlebt, sondern aktiv mitgestaltet hat. Ilse Essers ist ein Vorbild für junge Studentinnen, die an der Dualen Hochschule außergewöhnliche Leistungen erbringen. Der Preis wird jedes Jahr vergeben.

2004  Heidrun Richter, Elektrotechnik

2005  Susanne Schlötzer, Elektrotechnik

2006  Katrin Gérum, Elektrotechnik

2007  Vera Hildebrand, Technik

2008  Claudia Weigel, Maschinenbau

2009  Sonja Lorenz, Fahrzeugelektronik und Mechatronische Systeme

2010  Ingrid Kirchmann, Maschinenbau

2011  Markia Fiedler, Elektrotechnik

2012  Christine Kroll, Informationstechnik

2013  Corinna Hammerstingl, Wirtschaftsingenieurwesen/Technisches Management

2014  Katrin Grasser, Nachrichtentechnik

2015  Viola Misch, Elektrotechnik/Fahrzeugelektronik und Mechatronische Systeme

2016  Sina Denzer, Energie- und Umwelttechnik und Nicole Fisel, Maschinenbau

2017  Katharina Kaiser, Wirtschaftsingenieurwesen/Technisches Management und Lena Spindler, Maschinenbau/Mechatronische Systeme

2018  Clara Häberle Elektrotechnik/Fahrzeugelektronik und Mechatronische Systeme

Zeppelin-Stiftungspreis

Die Zeppelin-Stiftung vergibt seit dem Jahr 2005 den Zeppelin-Stiftungspreis an Nachwuchswissenschaftler für hervorragende Studien- und Diplomarbeiten zum Thema „Leichter-als-Luft-Technologie. Der Preis soll an unseren Stifter Graf Zeppelin erinnern, der in diesem Bereich ein Pionier und Visionär war.

Wissenschaftlich begutachtet werden die eingereichten Diplom- und Studienarbeiten von einer Auswahlkommission der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt – Lilienthal-Oberth e.V. (DGLR). Die endgültige Entscheidung, wer den Zeppelin-Stiftungspreis erhält, liegt bei der Zeppelin-Stiftung. Die Preisträger besuchen vorrangig deutsche Hochschulen. Berücksichtigt werden aber auch besonders hervorragende Arbeiten aus dem deutschsprachigen Ausland. Der Preis ist mit 1.500 Euro aus der Zeppelin-Stiftung dotiert und wird jährlich vergeben.

2005 Dipl.-Ing. Alexander Hirner: „Entwurf eines Verstellpropellers für die Stratosphärenplattform Luftwurm 2.0“

2006 Gunnar Traut und Axel Meyer, „Konstruktion, Bau, Flugerprobung und aerodynamische Untersuchung eines sphärischen Kleinluftschiffes“

2007 Dennis Höse, „Entwicklung eines mikrokontrollbasierten Sensordatenerfassungssystems für unbemannte Flugobjekte“

2008 Dr.-Ing. Dieter Sartorius, “Experimental Investigation of Weakly Nonlinear interactions of Instability Waves in a Non Self-Similar Boundary Layer on an Airfoil”

2009 Dipl.-Ing. Alina Pempe, „Untersuchung zur Schadenstoleranz an einer versteiften dünnwandigen Struktur“

2010 Erick Mule Kitili, „Optimierung von Haltern in der Flugzeugkabine“

2011 Dipl.-Ing. Martin Wermes, „Konstruktion und Aufbau einer verfahrbaren Grenzschichtsonde für Flugmessungen“

2012 Dipl.-Ing. Kai Loftfield, „Vergleich zweier Algorithmen zur breitbändigen Schätzung der Windvektorkomponenten in der Flugzeuglängsbewegung“

2014 M.Sc. Michael Iwanizki, „Vorentwurf einer schweren Propellerturbinen- getriebenen Verkehrsflugzeugkonfiguration auf hochfrequentierten Kurz- und Mittelstrecken"

2015 Silvia Prophet, „Entwicklung und Umsetzung eines Regelkonzeptes zur Durchführung kollisionsfreier Mikrohelikopter-Flüge“

2016 Nico Hoch, „Untersuchung von kritischen Prozessparametern bei der Herstellung von tragenden CFKFlugzeugstrukturen mit dem Ziel der Prozessoptimierung“

2017 Michael Mauersberger, „Virtuelle Methoden zur Bestimmung von Bauteillasten infolge von Nutzer-Struktur-Interaktionen im Flugzeug“

Künstlerförderpreis

Die Zeppelin-Stiftung stellt jährlich zur Förderung von jungen Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturprojekten Mittel zur Verfügung. 2017 betrug die Fördersumme 12.000 Euro. Für die Förderpreise können sich Künstlerinnen und Künstler aus dem gesamten Spektrum der Darstellenden Kunst, Musik, Literatur und Bildenden Kunst bewerben. Die Bewerber sollten in der Regel einen qualifizierten Ausbildungsweg aufgenommen oder bereits abgeschlossen haben, entsprechend ihrem Ausbildungsstand gute Arbeiten bzw. Leistungen vorweisen können und in einer Beziehung zur Stadt Friedrichshafen stehen (künstlerisch, beruflich, örtlich, biographisch oder ähnliches).

Mehr zum Künstlerförderpreis und zu den Voraussetzungen für Bewerberinnen und Bewerbern finden Sie hier.

 

Kontakt

Zeppelin-Stiftung
Stadtverwaltung Friedrichshafen
Adenauerplatz 1
88045 Friedrichshafen
Tel. +49 7541 203-1200
Fax +49 7541 203-81200

http://www.zeppelin-stiftung.de
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