Montag, 19. Oktober 2020

Trauer um Fritz Rück

Der langjährige Stadtrat und frühere stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler ist am 8. Oktober im Alter von 82 Jahren verstorben. Seinen Wegbegleitern in den vielfältigsten ehrenamtlichen Ämtern wird „Mr. Polozk“, wie er genannt wurde, als liebenswerter und humorvoller Mensch in Erinnerung bleiben.
Fritz Rück
Fritz Rück

Der Lokalpolitiker Fritz Rück engagierte sich von 1980 bis 2009, also 29 Jahre lang, im Friedrichshafener Gemeinderat. Davon war er 15 Jahre lang stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler. In dieser Zeit war Fritz Rück auch zehn Jahre lang im Aufsichtsrat der Technischen Werke Friedrichshafen (TWF) und im Beirat der Gasversorgung Oberschwaben. Zudem war er 15 Jahre lang als ehrenamtlicher Richter beim Verwaltungsgericht Sigmaringen und als Handwerksmeister vier Jahre lang Vorsitzender des Bunds der Selbständigen Friedrichshafen.

Fritz Rück war ein leidenschaftlicher Vereinsmensch, der sich außerordentlich für die Partnerschaft mit der belarussischen Partnerstadt Polozk engagierte. Er war zehn Jahre lang Vorsitzender des Arbeitskreises Polozk und gründete zusammen mit weiteren Interessierten den Verein Polozk-Treff.  Da liegt es nahe, dass er  gemeinsam mit der ersten Häfler Delegation die Partnerstadt bereiste. Die Not der Menschen in Polozk lag ihm immer am Herzen. Deshalb organisierte er gemeinsam mit den Mitgliedern des Polozk-Treff zahlreiche Hilfstransporte mit gebrauchter Kleidung, Medikamenten, Ersatzteilen und vielem mehr.
In Friedrichshafen und in Polozk war Fritz Rück gleichermaßen als „Mr. Polozk“ bekannt, beliebt und geschätzt. Als Dank für das große Engagement wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Polozk ernannt. Die Stadt Friedrichshafen würdigte sein Engagement mit dem Ehrenbrief und mit der Ehrenmedaille der Stadt. Fritz Rück war ein freundlicher, hilfsbereiter und aufgeschlossener Mensch, der sich um die Belange seiner Mitmenschen kümmerte. Wenn es etwas zu organisieren und zu tun gab, war er immer da.

Auch nach seinem Tod wird er den Menschen in Friedrichshafen und Polozk als Mensch in Erinnerung bleiben, der sich mit seiner offenen Art für das Gemeinwohl engagierte.