Dienstag, 25. September 2018

Staufermedaille für Wolfgang Knüfer

Diakon Wolfgang Knüfer wurde vom Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, mit der Staufermedaille ausgezeichnet. Die Übergabe der renommierten Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg durch Bürgermeister Andreas Köster fand im Rahmen eines Empfangs im Graf-Zeppelin-Haus statt.
Dekan Bernd Herbinger, Marlene Knüfer, Wolfgang Knüfer und Bürgermeister Andreas Köster (von links).
Bürgermeister Andreas Köster überreichte Wolfgang Knüfer im Namen des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg die Staufermedaille.

Wolfgang Knüfer war ab 1974 zunächst Sachbearbeiter im Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Friedrichshafen, später war er Abteilungsleiter und von 1985 bis 1994 stellvertretender Leiter des Sozialamtes. 1983 wurde Wolfgang Knüfer zum Diakon geweiht. „Sie nahmen ihre Aufgabe als Diakon ernst. Sie machten die Augen auf und blicken dorthin, wo viele andere nicht gerne hinsehen, wo andere ihre Augen verschließen oder wegsehen“, würdigte Bürgermeister Andreas Köster das Engagement Wolfgang Knüfers.

Neben seiner Tätigkeit im Amt für Soziales der Stadt Friedrichshafen gründete Knüfer zusammen mit Josef Munding, Seelsorger der Weißenau, die Selbsthilfegruppe „Hand in Hand“ für psychisch kranke Menschen.

Wolfgang Knüfer schied 1994 auf eigenen Wunsch aus dem Dienst der Stadt Friedrichshafen aus, um sich nur noch karitativen und sozialen Aufgaben zu widmen und das Sozialdiakonat, das heutige Stadtdiakonat, aufzubauen. Das Stadtdiakonat sollte Anlaufstelle für Mitmenschen in Notlagen zu sein.

„Ihr Handeln war immer ganz nah am Menschen. Sie waren rund um die Uhr für die Ihnen anvertrauten Menschen da und Sie haben sich weit über das Erwartete hinaus, engagiert“, so Bürgermeister Köster.

Wolfgang Knüfer ging es darum, das Leid anderer zu erkennen, anzuerkennen und mitzutragen. Er ist ein Mensch, der Probleme löst, kreativ, pragmatisch, unkonventionell und gewissenhaft. Unterstützt wurde er immer von seiner Frau. Zusammen mit Schwester Baptista prägte er die positive und lebensbejahende Atmosphäre in der Herberge.

Von Januar 1995 bis Dezember 2003 war Wolfgang Knüfer Stadtdiakon. „Sie haben das Stadtdiakonat ins Laufen gebracht, Sie haben ihm eine Seele gegen und Sie haben es hervorragend verkörpert“, so Bürgermeister Köster.

Zusammen mit der Lokalredaktion der Schwäbischen Zeitung initiierte Wolfgang Knüfer 2002 die Aktion „Häfler helfen“. Bis heute wurden über 800.000 Euro gespendet und an die Armen der Stadt verteilt.

Nach seiner Pensionierung übernahm Wolfgang Knüfer ehrenamtlich vielerlei Aufgaben. Bis heute engagiert er sich täglich für die Menschen, die zu ihm kommen. So war es für ihn selbstverständlich, dass er 2005 und 2013 für mehrere Monate die Seelsorge am Klinikum in Friedrichshafen übernahm. Er besuchte Patienten und übernahm nachts und an den Wochenenden die Rufbereitschaft.

Wolfgang Knüfer ist fest im Glauben verwurzelt und dieser Glaube ist bei ihm spürbar als Richtschnur, die ihn fast instinktiv pragmatische und gute Lösungen für seine Schützlinge finden lässt. „Es ist wichtig, dass Ihre Arbeit und die Arbeit des Stadtdiakonats ins Bewusstsein gerückt werden. Sie setzen sich beispielhaft für andere ein. Deshalb freue ich mich, Ihnen für Ihr Engagement die Staufermedaille im Namen des Ministerpräsidenten zu überreichen“, so Bürgermeister Andreas Köster. Dekan Bernd Herbinger gratulierte Wolfgang Knüfer zu der Auszeichnung und dankte ihm für sein Engagement. In seine Dankesworte für die Auszeichnung schloss Wolfgang Knüfer all die Menschen ein, die ihn in alle den Jahren unterstützten. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Diakon Ulrich Föhr und Quentin Föhr.