Hilfe zu Weihnachten für die Menschen im Polozk

Die Menschen in der weißrussischen Partnerstadt Polozk benötigen noch immer Hilfe und Unterstützung. Deshalb bitten der Freundeskreis Polozk und der Arbeitskreis Mission-Entwicklung-Frieden-Polozk (MEFP) der katholischen Kirche bei der diesjährigen Weihnachtsaktion um Spenden.
Kind schaut in ein Testgerät für die Augen.
Mit der Spende für ein Synoptophor (Stereoskop) kann die Bewegungs- und Funktionskoordination der Augen untersucht werden.

„Die Städtepartnerschaften gelten in guten wie in schlechten Zeiten. Von der Corona-Pandemie sind auch die Mitmenschen in Polozk betroffen. Mit der Weihnachtsaktion wollen wir auch in diesem Jahr ein Zeichen der Hilfe und Unterstützung setzen. Jeder Betrag ist willkommen“, so Uwe Lenz, Vorsitzender des Arbeitskreises (AK) Polozk.

Freundeskreis Polozk e. V. bittet um Spenden
„Sehen & gesehen werden“ heißt das Projekt, für das der Freundeskreis Polozk in diesem Jahr um Spenden bittet. Mit den Spenden möchte der Verein die sehr veraltete medizin-technische Ausstattung eines Spezial-Kindergartens in der belarussischen Partnerstadt modernisieren. 

Der Polozker Kindergarten Nr. 24 ist ein Kindergarten mit einer ganz besonderen Aufgabe. In diesem Kindergarten werden 30 Kinder mit Sehbehinderung von speziell geschultem Personal gefördert und kostenlos behandelt. „Der Kindergarten ist so etwas wie ein Kompetenzzentrum für Sehbehinderung und Sehschwäche im Vorschulalter und enorm wichtig für die kleinen Menschen, die sich ans „Leben herantasten“ müssen“, so Elvira Müller, Vorsitzendes des Freundeskreises Polozk.

Die Kinder werden in diesem Kindergarten täglich mit dem Synoptophor (Stereoskop zur Untersuchung der Bewegungs- und Funktionskoordination der Augen und zur Schielbehandlung) im Behandlungszimmer des Kindergartens behandelt.

Die Fürsorge und die Therapie sind wichtige Bausteine, mit denen im Kindergarten 24 viel für die Mädchen und Jungen getan wird. „Um die Kinder regelmäßig untersuchen zu können, bedarf es besonderer Geräte. Aber die, die es im Kindergarten Nr. 24 gibt, sind schon mehr als in die Jahre gekommen und entsprechen nicht im Mindesten den heutigen Anforderungen“, so Müller.

MEFP der katholischen Gesamtkirchengemeinde unterstützt Sozialstationen
Die katholischen Kirchengemeinden der Stadt unterstützen auch in diesem Jahr in der Weihnachtsspendenaktion die Sozialstationen in Polozk und Novopolozk.

„Die polnischen Ordensschwestern, die dort tätig sind, arbeiten mit großem Einsatz und Nächstenliebe. Sie besuchen die Armen und Kranken der Stadt und unterstützen sie mit allen Kräften“, berichtet Diakon Stefan Ardemani.

Um Arbeit fortführen zu können, brauchen die Ordensschwestern dringend finanzielle Unterstützung. Wie wichtig die Hilfe aus Friedrichshafen ist, wird aus einem Brief von Schwester Galina aus der Gemeinde St. Babola in Polozk unter anderem folgende Zeilen: "Die Situation mit Covid bei uns ist immer noch kompliziert. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es keine Verbesserung. Menschen werden sehr krank und viele sterben. Aber wir müssen weiterleben, deshalb versuchen wir allen Bedürftigen zu helfen, die sich an uns wenden. Dank Ihrer Hilfe können wir immer noch den Menschen helfen, die Medikamente, Lebensmittel oder andere Unterstützung brauchen. Wir besuchen diejenigen, die das Haus nicht mehr verlassen können. Wir versorgen sie mit den Medikamenten und Essen. Für einige Leute kauften wir Brennholz für den Ofen, damit sie ihre Häuser warmhalten können“.

Infokasten:
Der Freundeskreis Polozk e.V. bittet um Spenden unter dem Stichwort „Sehen und gesehen werden“ oder „Allgemeine Spende“ auf die Spendenkonten bei der Sparkasse Bodensee IBAN DE19 6905 0001 0020 3568 87 oder bei der Volksbank Friedrichshafen/Tettnang IBAN DE31 6519 1500 0101 9220 00.

Der MEFP der Katholischen Gesamtkirchengemeinde, bittet um Spenden unter dem Kennwort: Spende Polozk bei der Sparkasse Bodensee IBAN DE52 6905 0001 0020 1138 90, BIC SOLADEIKNZ.