Förderprogramm Klimaschutz bei Wohngebäuden, Elektromobilität und Einbruchschutz

Mit dem Förderprogramm „Klimaschutz bei Wohngebäuden, Elektromobilität und Einbruchschutz“ will die Stadt Friedrichshafen einen Beitrag zu Energieeffizienz und Klimaschutz leisten, innovative Energietechnik fördern und für eine nachhaltige Energieversorgung sorgen, die Lebensqualität in der Stadt erhöhen und heimische Arbeitsplätze sichern. Im Rahmen dieses Programms bietet die Stadt ihren Bürgerinnen und Bürgern auch einen Anreiz, das eigene Zuhause noch sicherer zu machen.

Seit Beginn des Förderprogramms im Mai 1998 konnten mehr als 20 Prozent des Gebäudebestands im Stadtgebiet energietechnisch verbessert werden: Mit rund drei Millionen Euro an Zuschüssen wurden über 130 Millionen Euro an privaten Investitionen unterstützt. Mit den geförderten Maßnahmen werden über 11.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr eingespart. (Stand Juni 2022)

Seit 24. Oktober 2022 gilt die dreizehnte Fassung der Richtlinien mit Anpassungen an veränderte gesetzliche Vorgaben und technische Standards.

Die neuen Förderkriterien betreffen die Bereiche „Allgemeine Förderbestimmungen“, „Einbruchschutz“, „Wärmedämmung“, „Erneuerbare Energien“ und „Elektromobilität“.

Allgemeine Förderbestimmungen

  • Für die Förderung der Eigenstromnutzung ist eine Beratung durch das Fachhandwerk ausreichend.
  • Die Mindestinvestition von mindestens 5.000 Euro gilt nicht für Lüftungsanlagen, Blower-Door-Tests und Balkonkraftwerke.
  • Anträge desselben Antragsstellers bzw. für dasselbe Gebäude werden über die letzten fünf Jahre kumuliert.

Einbruchschutz

  • Der Zuschuss für Haustüren beträgt pauschal 150 Euro
  • Der Zuschuss pro beweglichem Fenster- oder Türflügel beträgt pauschal 50 Euro.
  • Die Investition muss mindestens 1.000 Euro betragen.

Wärmedämmung

  • Der Fördersatz für Dachdämmung und Außenwanddämmung beträgt 10 Euro pro Quadratmeter gedämmte Fläche.
  • Dämmmaßnahmen werden bei Gebäuden im Bestand mit Bauantrag bis einschließlich 2002 gefördert.

Erneuerbare Energien

  • Erstmalig wird das Programm durch die Förderung von Balkonkraftwerken für Mieter und Wohnungseigentümer geöffnet.
  • Des Weiteren wird die intelligente Nutzung von selbsterzeugten Strom durch Boni für „Power to mobile“ und „Power to heat“ gesondert gefördert.

Elektromobilität

  • Die Stadt Friedrichshafen fördert den Kauf von Elektrofahrzeugen mit Fahrzeugschein und Höchstgeschwindigkeit von mindestens 70 km/h sowie Lastenräder mit Elektrounterstützung je Haushalt jeweils nur einmal, aber bis zu zwei unterschiedliche Fahrzeuge.
  • Bei Gewerbetreibenden werden einmalig bis maximal zwei Elektrofahrzeuge gefördert.
  • Die Anträge können auch zeitversetzt gestellt werden.

Onlineantrag & Formulare

Zuständigkeit

Frau Nitsch
Abteilung Landschaftsplanung und Umwelt
Verwaltungssekretariat, Umweltbildung und Beratung
Raum 1.080
Tel. +49 7541 2034641
Fax +49 7541 20384641

Informationen & Sprechzeiten

Leistungsdetails

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für die Bezuschussung entnehmen Sie bitte den Förderrichtlinien und dem Förderantrag.

Ablauf

Den Verfahrensablauf entnehmen Sie bitte den Förderrichtlinien und dem Förderantrag.

Sonstiges

Seit der Richtlinienänderung im Oktober 2022 werden einige Maßnahmen nicht mehr gefördert und das Programm ist übersichtlicher gestaltet. Die Gründe dafür sind verschiedenartig. Einige Maßnahmen wurden wenig bis gar nicht nachgefragt. Andere Maßnahmen werden durch Landes- und / oder Bundesförderungen bereits weitreichend unterstützt bzw. die zu erwartende Wirtschaftlichkeit ist gestiegen. Da sich die staatlichen Anforderungen für Neubauten ab 2023 ändern, werden diese nicht länger mit einem gesonderten Bonus bezuschusst.

Im Ergebnis werden folgende Maßnahmen seitens der Stadt Friedrichshafen nicht mehr gefördert:

  • Dämmung der Kellerdecke
  • Fenster und Außentüre nur noch im Bestand bis 2002 (außer Einbruchschutz)
  • Holzzentralheizung
  • Blockheizkraftwerk, Mikro-Blockheizkraftwerk, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
  • Wärmepumpe
  • Solaranlage
  • KfW-Bonus Neubau

Fristen

Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme abgegeben werden, das heißt vor der Bestellung oder Beauftragung. Eine nachträgliche Förderung ist nicht möglich.

Erforderliche Unterlagen

Welche Unterlagen für die Förderung eingereicht werden müssen, entnehmen Sie bitte den Förderrichtlinien und dem Förderantrag.

Kosten

keine

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Friedrichshafen, 01.04.2020