Donnerstag, 04. Juli 2019

Wandernde Bäume bringen mehr Grün in die Stadt

Auf dem Franziskusplatz wurden fünf „Wanderbäume“ von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Baubetriebsamtes aufgestellt. Die Bäume, mehrstämmige Zieräpfel und Ahorne, wurden in große, in der Region produzierte Apfelkisten, gepflanzt und mit Essbarem unterpflanzt. Darunter wurde ein blütenreichen Sedumteppich ausgelegt.
Mann und zwei Frauen stehen vor Bäumen in Pflanzkübeln auf Platz
Eine tolle Idee, wandernde Bäume für die Innenstadt: (von links) Wolfgang Kübler (Leiter des Stadtbauamtes), Renate Gauß (Abteilungsleiterin Stadtgrün und Friedhöfe im Stadtbauamt), und Sara Al-Qadhi (Sachbearbeiterin Stadtgrün in der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe).

Damit die Bürgerinnen und Bürger in den „Grüninseln“ verweilen können, stehen dort Sitzwürfel und Bänke aus Esche. Das Holz kommt aus den städtischen Wäldern. Die Wanderbäume bleiben auf dem Franziskusplatz für einige Wochen, bevor sie zum Adenauerplatz weiterwandern. Die Aktion soll bis Herbst fortgeführt werden.

„Wie wertvoll Grünflächen sind, zeigt sich bei den momentanen Temperaturen eindrücklich und jeder der kann, sucht sich ein schattiges Plätzchen“, sagt Wolfgang Kübler, Leiter des Stadtbauamtes. Sowohl auf dem Franziskusplatz, dem Antoniusplatz und auf dem Adenauerplatz fehlen Grüninseln, das wirksamste Mittel, um das Mikroklima positiv zu beeinflussen. Die Idee dazu hatten Renate Gauß und Sara Al-Qadhi von der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe im Stadtbauamt, die auch das Konzept für diese Aktion erstellten.

„Wie bereits im Rahmen des Labelingprojekts „StadtGrün naturnah“ angekündigt, beginnen wir nun damit, sogenannte „Wanderbäume“ an verschiedenen öffentlichen Plätzen aufzustellen, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern“, so Kübler. Die Plätze für die mobilen Bäume, den grünen Teppich und die Sitzwürfel wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe ausgewählt. Sie stehen dort nun für einige Wochen, bevor sie weiter durch die Stadt wandern. „Ähnlich dem Gedanken des Urban Gardenings sind die Bäume mit Kräutern und Gemüsepflanzen unterpflanzt. Essbares Stadtgrün für Mensch und Tier“, so Kübler.

In den großen magentafarbenen Apfelkisten sind unter anderem Pflänzchen für Paprika, Mais, Kohlrabi, Wirsing, Grünkohl, Kapuzinerkresse, Endivie, Erdbeeren, Bohnenkraut, Zucchini , Tomaten oder Zitronenmelisse eingesetzt. Die Früchte der Pflanzen dürfen verzehrt werden.

Nach Abschluss der Aktion im Herbst werden die Bäume auf unterschiedliche Plätze in der Innenstadt gepflanzt. Auch die Holzklötze werden anderweitig aufgestellt und weiterverwendet. Damit sei die Aktion, so Kübler, zu einhundert Prozent nachhaltig.