Mittwoch, 27. Februar 2019
Kategorie: Umwelt

Grünpflege naturnah: Tipps fürs eigene Grün

Stadtverwaltung pflegt und gestaltet viele Grünflächen in Friedrichshafen naturnah. Mit diesen Tipps wird jede Grünfläche – gewerblich oder privat – zum Tierparadies.
Blühende Wiese mit Wildblumen
So sieht die ausgesähte Häfler Mischung aus.

Warum werden kommunale Grünflächen nicht mehr so regelmäßig gemäht?
Als Teil des ISEK-Projekts „Grün im öffentlichen Raum“ und des Projekts „Stadtgrün naturnah“ werden viele städtische Grünflächen naturnah gepflegt. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Flächen seltener gemäht werden und dort Wildpflanzen ungestört wachsen dürfen. Eine wichtige Nahrungsgrundlage für Schmetterlinge, Wildbienen und viele weitere Insekten.

Was bedeutet naturnahe Pflege?

Naturnahe Pflege bedeutet, Grünflächen so zu unterhalten, dass sie nicht nur den Anforderungen der Stadtbewohner gerecht werden, sondern auch die Artenvielfalt fördern. Naturnahe Pflege orientiert sich also an den Zielen des Naturschutzes. Durch reduzierte Mahdhäufigkeit, Einsaaten von heimischen Blumen, Verzicht auf Dünger und Pestizide können Wildblumen gut gedeihen.

Warum steigt die Stadt auf naturnahe Pflege um?

Bereits seit vielen Jahren verwendet die Stadt Friedrichshafen, wo es möglich ist, einheimische Bäume und Gehölze, die Insekten und Vögeln ein breites Nahrungsspektrum bieten. Mit der Umstellung auf eine naturnahe Pflege der Grünflächen sollen langfristig qualitätsvolle, artenreiche und vielfältig nutzbare Lebens- und Erholungsräume geschaffen und erhalten werden.

Wie wird eine artenreiche Wiese am besten gepflegt?

  • Verwenden Sie standortgerechte und heimische Pflanzen, zum Beispiel Arten der Pflanzliste des Förderprogramms „Mehr Natur in Friedrichshafen“.
  • Mähen Sie weniger und erst nach dem Aufblühen der Pflanzen. Das Mähgut sollte abgeräumt und zum Beispiel kompostiert werden.
  • Mähen Sie die Flächen von innen nach außen, um Tieren Rückzugsmöglichkeiten zu geben. Zudem sollten Sie Ränder um Gehölze und Blühinseln als Refugien stehen lassen.
  • Verzichten Sie auf Dünger, Torf und chemische Pflanzenschutzmittel.
  • Bieten Sie Tieren einen Rückzugsraum, in dem Sie strukturreiche Elemente, wie Hecken aus heimischen Sträuchern, Steinhäufen oder Totholz auf Ihrer Fläche schaffen.

Welche Blühmischungen eignet sich gut?

Speziell für Friedrichshafen wurde die „Häfler Mischung“ zusammengestellt, mit typischen Wildblumen der Region. Die Pflanzen dienen als Futterpflanzen für Schmetterlinge und Bienen und blühen über den ganzen Sommer.

Förderung für Ihren Garten

Die Stadt Friedrichshafen unterstützt die naturnahe Umgestaltung von Gewerbe- und Privatflächen mit dem Förderprogramm „Mehr Natur in Friedrichshafen“.