Freitag, 13. September 2019

Schilder gegen Obstdiebstahl beschädigt

Rund zwei Wochen standen die Schilder bei Bauer Martin Baur in Meistershofen, die seinen Obstplantagen ein Gesicht geben sollten. Jetzt sind zwei der Schilder, die Teil einer im August gestarteten Kampagne gegen Obstdiebstahl waren, mutwillig zerstört worden.
kaputtes Bild und Pfahl liegen zerstört in Wiese
Die Schilder befanden sich zwischen Meistershofen und Löwental-Siedlung sowie in Richtung Bunkhofen am Rand der Obstplantagen. Foto: Martin Baur

Er hatte die Kunststoffschilder extra auf Spanplatten fixiert und dann mit mehreren Schrauben an einem Pfahl festgemacht. Eines davon wurde vom Pfahl abgerissen, beim anderen gleich der ganze Pfahl aus dem Boden.

„Man muss sich schon anstrengen, um so ein massives Schild abreißen zu können“, sagt Martin Baur und ärgert sich über den Vandalismus. Ansonsten haben er und seine Familie positive Reaktionen auf die Kampagne bekommen. Die Schilder werden ihrem Auftrag gerecht: Die Leute verknüpfen die Produzenten mit den Obstplantagen. Genau das war das Ziel der Kampagne. Menschen, die das Obst unerlaubt von den Bäumen pflücken – und sei es auch nur ein Apfel – darauf aufmerksam zu machen, wer das Obst produziert und das ganze Jahr dafür arbeitet.

Neben den Porträt-Schildern der Produzentenfamilien gibt es auch noch ein rotes Schild, das darauf hinweist, dass es verboten ist, Obst zu pflücken. Die Landwirte können die Schilder an den Brennpunkten ihrer Plantagen anbringen. Außerdem gibt es noch ein grünes Schild, dass das Obsternten ausdrücklich erlaubt. Diese Schilder hängen an den öffentlichen Obst- und Nussbäumen der Stadt.

Die Schilder gibt es kostenfrei bei der Abteilung Landschaftsplanung und Umwelt. Die Bäume, von denen geerntet werden darf, sind ab sofort auf der Internetseite www.mundraub.org/map zu finden.

Weitere Informationen zur Kampagne gegen Obstdiebstahl

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