Freitag, 24. August 2018

Mehr Gün in der Stadt: FÖJlerinnen bauen Hochbeet

Ariane Kuntzsch (19) und Astrid Müller (20) absolvieren gerade ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Abteilung Umwelt und Naturschutz bei der Stadt Friedrichshafen. Ihre Idee war es, mit einem Urban Gardening Hochbeet am Jugendzentrum MOLKE die Stadt grüner zu machen.
Astrid Müller (links) und Ariane Kuntzsch hatten die  Idee ein Urban Gardening Hochbeet am Jugendzentrum MOLKE zu bauen, in das sie verschiedene Kräutersorten wie Basilikum, Kapuzinerkresse, Majoran, Pfefferminze, und Buschtomaten, Lauchzwiebeln und sogar Ringelblumen eingepflanzt haben.
Astrid Müller (links) und Ariane Kuntzsch hatten die Idee ein Urban Gardening Hochbeet am Jugendzentrum MOLKE zu bauen, in das sie verschiedene Kräutersorten wie Basilikum, Kapuzinerkresse, Majoran, Pfefferminze, und Buschtomaten, Lauchzwiebeln und sogar Ringelblumen eingepflanzt haben.

Den entscheidenden Ausschlag, ein solches Projekt auf die Beine zu stellen, erhielten die beiden FÖJ‘lerinnen bei einem Vortrag über Urban Gardening bei der Fachtagung zum Thema ,,Stadtgrün - Chancen für die Zukunft‘‘ im Graf-Zeppelin-Haus.

„Es gibt immer weniger Gärten und Grünflächen in den Städten und die Bebauung wird immer dichter. Dem wollen wir mit diesem Projekt entgegenwirken. Deshalb haben wir uns entschieden, ein Urban Gardening Hochbeet bei der MOLKE aufzubauen und so mehr Grün nach Friedrichshafen zu bringen“, sagen Ariane Kuntzsch und Astrid Müller.

Gleichzeitig schaffen die Beiden durch das Anpflanzen von blühenden Kulturpflanzen neuen Lebensraum für Insekten. „Damit wird gleichzeitig die Artenvielfalt gefördert“, so Ariane Kuntzsch und Astrid Müller.

Mit dem neuen Hochbeet wird der bisher biologisch eintönige Rasen an der MOLKE gleich doppelt aufgewertet. Mit der Aktion wollen sie das Thema Urban Gardening bekannter machen. „Denn ein Beet bzw. Garten kann auch zu einem sozialen Treffpunkt werden, an dem Menschen gemeinschaftlich gärtnern und einander kennenlernen“, sind die Beiden überzeugt.

Des Weiteren wollen sie vor allem junge Menschen für das Thema Natur in der Stadt, sensibilisieren. Deswegen haben sie sich bewusst den Standort am Jugendzentrum MOLKE herausgesucht. Das Beet wurde für den Anfang klein gehalten, denn es sollte ein Test sein, wie das Projekt anläuft und von den nachfolgenden FÖJ‘lern fortgeführt und wenn möglich erweitert werden kann. Ihr Urban Gardening Projekt vereint aber schon jetzt auf nur kleiner Fläche sowohl den ökologischen als auch den sozialen Nutzen.

Das Hochbeet ist aus Paletten aufgebaut. Eingepflanzt wurden Kräutersorten wie Basilikum, Kapuzinerkresse, Majoran, Pfefferminze, Petersilie, Schnittlauch, Zitronenmelisse und Zitronenverbene. Dazwischen gedeihen auch Buschtomaten, Lauchzwiebeln und sogar Ringelblumen. Ariane und Astrid haben das Beet während der heißen Wochen kräftig gegossen und können sich jetzt über eine reiche Ernte freuen. Und mit ihnen freuen sich Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an den üppig blühenden Kräutern. Am daneben stehenden Zaun wird jede Pflanze im Hochbeet persönlich vorgestellt mit ihren Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten in der Küche.

Wer von den Pflanzen kosten möchte, ist eingeladen etwas davon zu ernten. Denn auch darin besteht der Sinn des Urban Gardenings. Und vielleicht weckt das ja bei dem ein oder anderen die Lust selbst zu Gärtnern. Tipps dafür finden sich auch beim neuen Förderprogramm ,,Mehr Natur in Friedrichshafen“ der Abteilung Umwelt und Naturschutz der Stadtverwaltung unter  www.foerderprogramme.friedrichshafen.de  oder telefonisch unter der Nummer 07541 203 2191.

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