Mittwoch, 21. Oktober 2020

Alle Informationen zum Neubaugebiet Ittenhausen-Nord

Die Baugrundstücke sind mit Einfamilien- und Doppelhäusern zum Selbstbezug bebaubar.

Die Stadt Friedrichshafen bietet im Neubaugebiet Ittenhausen-Nord zwölf Grundstücke zur Bebauung mit einem freistehenden Einfamilienhaus und vier Grundstücke zur Bebauung mit je einer Doppelhaushälfte an, das heißt insgesamt 16 Grundstücke. Das Baugebiet liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 547 „Ittenhausen-Nord“.

Im Lageplan sind die Kaufpreise, die Grundstücksgrößen und die Festlegung als Einfamilienhaus- oder Doppelhausgrundstück (EFH, DHH) zu finden.

Das Gebiet wird bei der Einfamilien- und Doppelhausbebauung in vier Wertzonen aufgeteilt, die sich durch die Unterschiede in den Lagemerkmalen und der Nutzung ergeben. Die vier Wertzonen sind in den Lageplänen farblich markiert und weisen Kaufpreise aus:

  • Kaufpreis in Wertzone 1 (im Lageplan blau): 350 Euro/m² erschlossen
  • Kaufpreis in Wertzone 2 (im Lageplan gelb): 330 Euro/m² erschlossen
  • Kaufpreis in Wertzone 3 (im Lageplan orange): 320 Euro/m² erschlossen
  • Kaufpreis in Wertzone 4 (im Lageplan grün): 300 Euro/m² erschlossen

Der Grundstückskaufpreis „erschlossen“ beinhaltet den Erschließungsbeitrag, den Anschlussbeitrag und den Kostenerstattungsbetrag für die Durchführung von Ausgleichsmaßnahmen nach dem Kommunalabgabengesetz, Baugesetzbuch und den einschlägigen städtischen Satzungen. Zum Kaufpreis hinzu kommen die Kosten für den Grundstücksentwässerungsanschluss (Schmutzwasser- und Regenwasseranschluss). Dieser Betrag wird nach Vorliegen der Schlussrechnung in Rechnung gestellt.

Die Kosten für die privaten Versorgungsanschlüsse (Gas, Wasser, Strom, Telefon, Internet usw.) sowie die Notarkosten und Grundbuchkosten sowie die Grunderwerbsteuer sind im Kaufpreis ebenfalls nicht enthalten.

Das Baugebiet weist teilweise eine starke Hanglage aus. Der Bewuchs auf dem Grundstück Nr. 1 wird auf Kosten der Stadt Friedrichshafen ab dem Herbst/Winter 2020 gerodet.

Bei den Grundstücken Nr. 1 bis 4 stellt die vorhandene Böschung zudem eine Herausforderung für die Planung dar. Aus diesem Grund kann für diese Grundstücke eine Befreiung für die Festsetzung der unteren Bezugshöhe für die im Bebauungsplan festgesetzte Gebäudehöhe in Aussicht gestellt werden. Da Befreiungen immer eine Einzelfallbetrachtung darstellen, kann keine Aussage bezüglich der Höhe der Befreiungen getroffen werden; diese wird sich aber in dem Rahmen bewegen, dass eine zweigeschossige Bebauung realisiert werden kann. Eine Befreiung der Vollgeschossanzahl kann dagegen ausdrücklich nicht in Aussicht gestellt werden.

Bitte beachten: Aufgrund der Auswirkungen der starken Hanglage stehen dem Vorteil einer höherwertigen Nutzung im Sockelgeschoss gegebenenfalls höhere Kosten der Hangsicherung und Herstellung der Außenanlagen gegenüber.

Bei den Bauplätzen Nr. 2, 3 und 4 verlaufen entlang der südlichen Grenze Leitungsrechte für die oberhalb liegenden Grundstücke. Diese dienen der Entwässerung (Schmutzwasser- und Regenwasserhausanschlüsse) der oberhalb liegenden Grundstücke. Die Leitungsrechte werden über einen Gestattungsvertrag geregelt und im Grundbuch dinglich gesichert. Im zeichnerischen Teil des Bebauungsplans ist die Fläche entsprechend ausgewiesen. Beim Grundstück Nr. 5 verlaufen entgegen der Angabe im Bebauungsplan keine Leitungen.

Beim Grundstück Nr. 8 verlaufen entlang der nordwestlichen Grundstücksgrenze ein städtischer Abwasserkanal und eine Stromleitung der Stadtwerk am See GmbH, die ebenfalls über eine dingliche Sicherung im Grundbuch gesichert werden (siehe auch Markierung im Bebauungsplan).

Auf dem Grundstück Nr. 6 steht ein stattlicher Birnbaum. Im Umweltbericht zum Bebauungsplan ist er als ein die Umgebung prägender Baum qualifiziert worden, der gleichzeitig ein potentielles Brut- und Nahrungshabitat für geschützte Arten darstellt. Deshalb ist er dauerhaft zu erhalten (siehe Festsetzung A 3.15.1 im Bebauungsplan).

Bitte beachten: Bei einer Doppelhausbebauung müssen die Gestaltungsvorgaben aus dem Bebauungsplan mit den zukünftigen Nachbarn abgestimmt werden, unter anderem die gleiche Traufhöhe zur Haupterschließung, die gleiche Dachneigung und die in Material und Farbe einheitlichen Dachdeckungen und Dachaufbauten.

Die Grundstücke für Geschosswohnungsbau (im Lageplan mit GWB bezeichnet) sind quotenentsprechend für den miet- und belegungsgebundenen Wohnraum (Bezug mit Wohnberechtigungsschein) bzw. für das Häfler Wohnraumförderungsprogramm vorgesehen. Die Grundstücke werden von einer Wohnungsbaugesellschaft bebaut.

Die Stadt Friedrichshafen wird voraussichtlich eines der Mehrfamilienhausgrundstücke mit geförderten Mietwohnungen selbst bebauen. Dafür stehen Fördermittel des Landes zur Verfügung. Die Wohnungen verbleiben im Eigentum der Stadt Friedrichshafen und werden jeweils von der Stadt Friedrichshafen an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein vermietet. In dem Gebäude werden in einer ausgewogenen Mischung Mietverhältnisse für Haushalte entstehen, die für dauerhafte Mietverhältnisse geeignet sind. Dies können Haushalte mit geringem oder mittlerem Einkommen, Haushalte, die sich am freien Markt sehr schwer mit Wohnraum versorgen können, Flüchtlinge mit dauerhaftem Bleiberecht oder Personen in schwierigen Wohnsituationen sein.

Das Grundstück Nr. 17 ist für eine Bauherrengemeinschaft (im Lageplan mit BHG bezeichnet) reserviert.

Hinweise zu den Grunderwerbskosten

Beim Grundstückserwerb fallen sogenannte Erwerbsnebenkosten an. Diese betragen ca. zehn Prozent des Grundstückskaufpreises und müssen von Ihnen als Erwerber getragen werden. Diese setzen sich aus der Grunderwerbsteuer (derzeit fünf Prozent aus dem Grundstückskaufpreis) sowie den sonstigen Notar- und Grundbuchkosten zusammen. Wir bitten Sie, auch diese Kosten in Ihre Kalkulation mit einzubeziehen.

Hinweise zum Vergabeverfahren

Die Zuschlagserteilung erfolgt auf Basis der vom Gemeinderat der Stadt Friedrichshafen 2015/2016 beschlossenen Vergabekriterien. Die Vergabekriterien werden über das Auswertungsblatt und den Bewerbungsbogen abgefragt.

Für die Zuteilung der Baugrundstücke werden wir Ihre Unterlagen prüfen und eine Nachberechnung auf Basis der von Ihnen vorgelegten Unterlagen vornehmen. Weitere Überprüfungen und Nachfragen bleiben vorbehalten.

Unrichtig gemachte Angaben führen zum Ausschluss beim Vergabeverfahren (auch bei künftigen Grundstücksvergaben der Stadt Friedrichshafen).

Im Falle einer Zuschlagserteilung verpflichten Sie sich in dem abzuschließenden Kaufvertrag, mit der Errichtung Ihres Hauses innerhalb von zwei Jahren zu beginnen und unverzüglich fertigzustellen. Ferner verpflichten Sie sich, das Haus für die Dauer von 15 Jahren selbst zu beziehen und zu bewohnen (vorbehaltlich Ausnahmeregelungen in Härtefällen).

Bitte fügen Sie dem Bewerbungsbogen eine Gesamtfinanzierungsbestätigung eines Kreditinstitutes bei. Diese muss sowohl die Kosten des Grundstückserwerbs als auch die voraussichtlichen Baukosten berücksichtigen. Zum momentanen Zeitpunkt genügt es, wenn Ihre Bank in der Finanzierungsbestätigung erklärt (Absichtserklärung), den Grundstückserwerb und die Hausbaukosten in Höhe von Betrag X Euro zu finanzieren. Das Schreiben muss eine Unterschrift und/oder einen Ansprechpartner enthalten.

Es stehen insgesamt 16 Baugrundstücke zur Verfügung. Die Bewerber, die die meisten Punkte erreichen (Rangfolge 1–16), erhalten den Zuschlag für ein Baugrundstück.

Erreichen mehrere Bewerber die gleich hohe Punktezahl, so ergibt sich die Rangfolge durch Auslosung. Bitte beachten Sie, dass es auch eine Nachrückerliste gibt.

Die Stadt Friedrichshafen kommt nach Auswertung aller Unterlagen wieder auf Sie zu. Sollten Sie zum Käuferkreis gehören (also die Bewerber mit der Rangfolge 1–16), erhalten Sie weitere Informationen zum Vergabeverfahren. Die Verteilung der Baugrundstücke erfolgt in einem Vergabetermin, zu dem alle 16 Bewerber eingeladen werden. Die Verteilung erfolgt nach der erreichten Rangfolge Nr. 1 bis Nr. 16, die Ihnen im Vorfeld mitgeteilt wird.

Die Stadt Friedrichshafen wird auch diejenigen Bewerber informieren, die nach der erreichten Punktezahl voraussichtlich keinen Zuschlag für einen Bauplatz erhalten werden oder auf der Nachrückerliste stehen.

Bewerbungsverfahren

Die Bewerbungsfrist ist beendet. Alle Bewerbungen, die nach dem 18. November 2020 eingegangen sind, können leider nicht berücksichtigt werden.

Fragen zum Vergabeverfahren und zum Kaufvertrag:

Frau Eisele, Amt für Vermessung und Liegenschaften Tel. 07541 203-4208

Fragen zum Bebauungsplan und zur Bebauung:

Frau Göltenboth, Amt für Stadtplanung und Umwelt Tel. 07541 203-4603

Alle Informationen zum Bebauungsplane Nr. 547 „Ittenhausen-Nord“

Weitere Informationen zur Wohnraumförderung

Informationen zum Baukindergeld der Stadt Friedrichshafen
Alle Förderprogramme der Stadt Friedrichshafen
Informationen zum Landeswohnraumförderung der L-Bank