Freitag, 15. März 2019

Zehn Jahre Wissenswerkstatt

Im Jahr 2009 nahm in Friedrichshafen eine innovative Bildungseinrichtung ihren Betrieb auf: die Wissenswerkstatt. Bei der Feier zum zehnjährigen Jubiläum im ZF Forum waren sich die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einig: Heute ist die Wissenswerkstatt aus der Bildungslandschaft der Stadt nicht mehr wegzudenken.
Eine Frau und drei Männer vor Maschine
Robert Vöhringer, Geschäftsführer der Wissenswerkstatt, Peter Köpf, Gründungsmitglied der Wissenswerkstatt, Sabine Jaskula, ZF-Vorstandsmitglied für Personal und Recht und Bürgermeister Andreas Köster, 1. Vorsitzender der wissenswerkstatt (v. l. n. r.) Foto: Felix Kästle

Als „einzigartige und für die Stadt Friedrichshafen immens wichtige Erfolgsgeschichte“ würdigte Bürgermeister Andreas Köster, 1. Vorsitzender der wissenswerkstatt Friedrichshafen e. V., die Einrichtung, die seit Bestehen rund 44.000 Kinder und Jugendliche praktisch und lebensnah an Technologiethemen herangeführt hat.

„Die Wissenswerkstatt trägt wesentlich dazu bei, dass der Bildungs- und Technologiestandort Friedrichshafen zukunftsfähig ist und auch bleiben wird“, betonte Köster.

Dass auch die ansässigen Unternehmen überzeugt sind, von der Wissenswerkstatt langfristig zu profitieren, zeigt die lange Liste der Förderer: Zu den Gründungspartnern zählen ZF, die Zeppelin-Stiftung sowie der VDI, auch die Zeppelin GmbH, Rolls-Royce Power Systems sowie Südwestmetall engagieren sich finanziell. Viele weitere Partner arbeiten tagtäglich mit der Wissenswerkstatt zusammen.

Kösters Dank ging auch an Vorgänger Peter Hauswald sowie an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wissenswerkstatt, allen voran ihrem Geschäftsführer Robert Vöhringer, der die Einrichtung nach sechs Jahren verlassen wird. Ein weiteres, ganz besonderes Zeichen des Dankes überreichte Köster im Namen von Oberbürgermeister Andreas Brand: Er unterstützt die Wissenswerkstatt aus mit einem einmaligen Betrag in Höhe von 10.000 Euro.Die Spende stammt aus den Aufsichtsratsvergütungen, die der Oberbürgermeister aus seiner Tätigkeit in den Stiftungsunternehmen erhält und die er – bis auf einen Freibetrag in Höhe von 6.100 Euro pro Jahr – an die Stadt abliefert. Aus diesen Aufsichtsratsvergütungen werden gemeinnützige und mildtätige Zwecke gefördert.

Sabine Jaskula, Vorstandsmitglied für Personal und Recht bei ZF, lobte „eine Dekade der technischen Inspiration“ und die „visionäre Kraft“ hinter der Idee zur Wissenswerkstatt. „Die Arbeitswelt ändert sich rasant, und mit ihr wandeln sich die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gegenwart und Zukunft“, so Jaskula. „Ein gutes Bildungsniveau ist gerade für technische Berufe von immenser Bedeutung.“ Dazu leiste die Wissenswerkstatt einen herausragenden Beitrag – und das inzwischen nicht nur mehr nur an den beiden Standorten in Friedrichshafen, sondern inzwischen auch an vier anderen ZF-Standorten bundesweit.

Auch die Initialzündung für die Wissenswerkstatt stammt maßgeblich von einem ZFler:  dem ehemaligen Leiter der Zentralen Forschung und Entwicklung, Peter Köpf. Im Gespräch mit Moderator Dirk Denzer ließ Köpf den „Marathonlauf“ bis zur Gründung Revue passieren, ehe die Gäste Gelegenheit hatten, die Wissenswerkstatt persönlich zu erleben. Apropos: Am Samstag, den 23. März wird die Wissenswerkstatt ihre Angebote im Rahmen eines Tags der offenen Tür der Öffentlichkeit präsentieren.

Info: Tag der offenen Tür in den Räumen der Wissenswerkstatt im Postgebäude am Stadtbahnhof und im ZF Forum am Samstag, 23. März, 10 bis 15 Uhr.