Weihnachtsansprache Oberbürgermeister Andreas Brand

Mit einer Video-Weihnachtsansprache wendet sich Oberbürgermeister Andreas Brand am 24. Dezember 2020 an alle Häflerinnen und Häfler. In dem rund vierminütigen Video spricht er von Herausforderungen und Zuversicht, von Verbundenheit und Zusammenhalt.

In diesem und wohl auch im nächsten Jahr musste auf Veranstaltungen und viele persönlichen Begegnungen verzichtet werden. Auch einen städtischen Jahresempfang wird es nicht geben. „Eine Videobotschaft kann kein Ersatz für das persönliche Gespräch oder das gemeinsame Treffen sein“, betont Oberbürgermeister Andreas Brand. „Umso wichtiger ist es mir, in dieser herausfordernden Zeit einen Gruß an alle Häflerinnen und Häfler zu richten.“

Die Weihnachtsansprache ist auf dem städtischen YouTube-Kanal zu finden. Hier der Wortlaut:

Liebe Häflerinnen und Häfler,

das diesjährige Weihnachtsfest wird uns allen noch in Erinnerung bleiben – noch lange in Erinnerung bleiben. Die vergangenen Monate haben uns gezeigt, wie viel die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden zählt. Wie wichtig, wie bedeutsam Verbundenheit, Freundschaft und Zusammenhalt sind.

Einige von uns erleben besonders schwere Tage – sie sind in Sorge um erkrankte Angehörige und Freunde oder haben gar einen ihrer Liebsten zu betrauern. Ihnen gehört unser Mitgefühl und unser Beistand. In Gedanken sind wir heute ganz besonders bei Ihnen.

Das Corona-Virus zeigt uns unsere Verletzlichkeit als Mensch. Das Virus ist kein Phantom, das Virus gefährdet unser aller Gesundheit. Es gefährdet aber auch die Basis für unsere wirtschaftliche Stabilität und unseren Wohlstand in der Stadt.

Neben den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen erleben wir aber auch und wir spüren es, wie sich unsere Gesellschaft verändert. Das direkte Gespräch, der Handschlag, das persönliche Miteinander, Nähe und Kontakt sind so wichtig für uns. Gerade jetzt, gerade in schwierigen Zeiten.

Doch gerade jetzt müssen wir auf Abstand gehen – das widerspricht unserem Wesen zutiefst und es fällt auch mir ungemein schwer. Mir fehlt der persönliche Kontakt. Mir fehlt das persönliche Gespräch auf dem Wochenmarkt, der Besuch von Veranstaltungen und Konzerten unserer Vereine, das Seehasenfest, das Kulturufer, die Fasnet oder viele Veranstaltungen im GZH, im Medienhaus oder auch im Fallenbrunnen.

Aber ich bin zuversichtlich. Zuversichtlich für das neue Jahr. Eine große Mehrheit hat gezeigt: Wir können das erreichen, wir können das Virus besiegen, wenn wir die Eigenverantwortung für uns selbst übernehmen. Dort helfen und unterstützen, wo andere auf unsere Hilfe und Solidarität angewiesen sind. Und wichtig dabei: Als Gesellschaft in unserer Stadt, in unseren Ortschaften müssen wir solidarisch sein und bleiben. Dass Rücksicht und Nachsicht nicht nur leere Worte sind, sondern unseren Alltag prägen und ihn dadurch gerade jetzt in schweren Zeiten leichter machen. Wir können auch mit Abstand zusammenhalten. Ja, das kostet Kraft und ist nicht immer einfach. Aber eins ist sicher, es lohnt sich.

Liebe Hälferinnen und Hälfer, keiner von uns weiß, wie lange das Corona-Virus, die Pandemie uns noch begleiten wird, unseren Alltag bestimmen wird. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir diese Krise gemeinsam nicht nur überstehen, sondern dass wir mit der Rückbesinnung auf unsere Werte neue Kraft schöpfen werden. Besser, anders und vor allem gesund durch die Krise in die Zukunft gehen werden.

Liebe Hälferinnen und Häfler, Weihnachten wird dieses Jahr anders sein, der Jahresbeginn wird anders sein. Aber eines bleibt: ich wünsche Ihnen in dieser unruhigen, in dieser bewegten Zeit ein besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest! Von Herzen alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen für das Jahr 2021.

Ihr

Andreas Brand
Oberbürgermeister