Umfrage zum neuen Mietspiegel

Stadt ruft Haushalte auf, sich an der Erhebung zu beteiligen.

Welcher Mietpreis ist für meine Wohnung angemessen? Eine Antwort darauf liefert in Friedrichshafen und den 22 weiteren Kreisgemeinden der Blick in den qualifizierten Mietspiegel, der 2020 wieder neu erscheint. Um möglichst aussagekräftige Daten zu erhalten, wird die Stadt rund 6.000 Häfler Haushalte noch im Januar 2020 anschreiben und hofft auf eine große Resonanz.

Bei der Neuerhebung des Mietspiegels sind erstmalig alle 23 Kreisgemeinden beteiligt. Damit verfügen alle Städte und Gemeinden des Bodenseekreises über einen qualifizierten Mietspiegel. Ein in Baden-Württemberg einmaliges Projekt.

In den kommenden Tagen erhalten Bewohnerinnen und Bewohner von zufällig ausgewählten Haushalten einen Erhebungsbogen, mit verschiedenen Fragen. Mit der Befragung sollen Daten erhoben werden, die wichtig sind, um einen aussagekräftigen Mietspiegel erstellen zu können. In dem Schreiben wendet sich die Stadt an die Mieter von Wohnraum und bittet sie, sich an der Befragung für den neuen Mietspiegel zu beteiligen.  Der ausgefüllte Erhebungsbogen kann kostenlos mit der Post zurückgeschickt oder über den beiliegenden Online-Schlüssel erfasst werden. Wer Fragen zum Erhebungsbogen hat, kann sich entweder an das beauftragte EMA-Institut oder an das Amt für Vermessung und Liegenschaften der Stadt Friedrichshafen wenden. Die entsprechenden Kontaktdaten können dem Erhebungsbogen entnommen werden.

In Zeiten, in denen die Nachfrage nach Wohnungen sehr hoch ist, ist die genaue Kenntnis der ortsüblichen Vergleichsmieten von großer Bedeutung. Sie dient sowohl den Mietern als auch den Vermietern als Orientierung für Mietanpassungen und Neuvermietung. „Mit der Neuerhebung der Daten können die Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt eindeutig dargestellt werden. Auch die Bedeutung der energetischen Beschaffenheit hat nochmals an Bedeutung gewonnen“, so Jürgen Dietz, Abteilungsleiter Wohnungswesen im Amt für Vermessung und Liegenschaften.

Der Mietspiegel hat für Vermieter und Mieter eine erhebliche Bedeutung. Der Vermieter kann sich daran orientieren, wenn es ihm um eine Mieterhöhung geht, der Mieter kann für sich ablesen, ob sein Mietpreis im Rahmen liegt. Die Befragung dauert bis April 2020. Erstellt wird der Mietspiegel dann vom EMA-Institut für empirische Marktanalysen Regensburg.

Die erhobenen Angaben werden anonym und in zusammenfassender Form ausgewertet, die Einzelangaben unterliegen dem Datenschutz und dienen ausschließlich dazu, den Mietspiegel zu erstellen. Im August 2020 sollen die Mietspiegel für alle Kommunen im Bodenseekreis abgeschlossen sein. Der Mietspiegel für Friedrichshafen wird dann über die Homepage der Stadt Friedrichshafen verfügbar sein. Die Mietspiegel der anderen Städte und Gemeinden sind direkt in den jeweiligen Kommunalverwaltungen erhältlich.