Montag, 14. Oktober 2019

Team des Bürgerbüros Kontakt 3 verabschiedet

Am Mittwoch, 9. Oktober ging eine Ära zu Ende. Im Rathaus verabschiedeten Bürgermeister Dieter Stauber und Dr. Alexander Lahl von der Geschäftsführung der Stiftung Liebenau die zwölf Teammitglieder des Bürgerbüros Kontakt 3 und dankten ihnen herzlich für ihr ehrenamtliches Engagement. Verabschiedet wurden: Gretel Lenz, Hannah Eiberger, Heidi Wenkel, Gisela Zimmer, Renate Koch, Elfriede Höllwarth, Helga Pärtzel, Doris Lenz-Goeft, Berthold Kwast, Reinhold Seidemann, Christiane Schraff und Monika Emminghaus.
Männer und Frauen mit Blumen in der Hand stehen vor dem Sitzungssaal.
Bürgermeister Dieter Stauber dankte den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Bürgerbüros Kontakt 3 für ihr langjähriges engagiertes Wirken zum Wohle der Häfler Bürgerinnen und Bürger.

„Wir danken Ihnen sehr herzlich für die in den letzten 25 Jahren geleistete ehrenamtliche Arbeit.  Sie haben in dieser Zeit vieles auf die Beine gestellt“, so Dr. Alexander Lahl und Bürgermeister Dieter Stauber.

1993 wurde das Bürgerbüro Kontakt 3 gegründet.  Viele Jahre war Gretel Lenz zusammen mit Hannah Eiberger Sprecherin des Bürgerbüros K3, also das Herz und die Seele des Teams.  1996 zog das Bürgerbüro K 3 in die zentral gelegenen und mit einer perfekten Infrastruktur ausgestatteten Räume im Franziskuszentrum um.  Darin gab es zahlreiche Angebote, die von den älteren Menschen gerne genutzt wurden. Es wurde viel bewegt im letzten Vierteljahrhundert: Regelmäßige Treffen zum Karten spielen, kulturelle Ausflüge, Auftritte in den verschiedenen Seniorenzentren und die Stammtischgruppe.  Zudem wurde Nachbarschaftshilfe vermittelt.

Die Ehrenamtlichen besuchten im Namen der Stadt Bürgerinnen und Bürgern, die einen runden Geburtstag feiern konnten und überbrachten die Glückwünsche und die Geschenke. Zu den Aktivitäten gehörten auch eine Radfahr- und Wandergruppe, eine Kulturbörse, die Mitorganisation des Muscheltags, Urlaub ohne Kofferpacken, das Schulprojekt „miteinander statt nebeneinander“ sowie mehrere Spielkreise. Nicht zu vergessen die verschiedenen Kooperationen, wie zum Beispiel mit der Diakonie Gustav-Werner-Stift in Friedrichshafen und mit dem Seniorentreff „Haus Sonnenuhr“.

Dass das Bürgerbüro Kontakt 3 in seiner bisherigen Form nicht mehr weiterbestehen kann, liegt zum einen an der künftig fehlenden Infrastruktur. Das Franziskuszentrum muss über mehrere Jahre umgebaut werden. Viel mehr Einfluss auf diese Entscheidung hatten aber die Veränderungen in der Gesellschaft.  Wie in vielen anderen Vereinen auch, so hat auch das Bürgerbüro Kontakt 3 Nachwuchsprobleme. Viele ältere aktive Engagierte scheiden aus Altersgründen aus und es kommen keine „Jungen“ mehr nach. Auch die Konkurrenz unter den Institutionen, die Ehrenamtliche benötigen, wird größer.  

Erfreulich ist, dass das Team, das bisher die Altersjubilare für die Stadt Friedrichshafen besuchte, weitermacht, genauso wie die Kartenspiel- und die Stammtischgruppe aus zukünftig bestehen bleibt.