Dienstag, 26. Oktober 2021

Schwätzen erlaubt

Das Bänkchen vor dem Rathaus in Kluftern unterscheidet sich nicht von anderen Bänken – bis auf ein gelbes Schild an der Rückenlehne. Darauf steht „Schwätzbänkle – Nehmen Sie Platz, wenn Sie ein Schwätzle halten wollen.“
Ein Mann und zwei Frauen sitzen auf einer Bank. Zwei Männer stehen hinter der Bank.
(von links sitzend) Walter Schmid (Kreisseniorenrat), Margret Jägle (Delegierte der Ortschaft Kluftern im Seniorenbeirat der Stadt) und Brigitte Haaf (Seniorentreff Kluftern) nahmen schon mal Platz auf dem Schwätzbänkle. (stehend von links): Ortsvorsteher Michael Nachbaur und Günter Marotzke (Seniorenbeirat der Stadt Friedrichshafen)

Die Idee dahinter ist, dass sich auf diesem Bänkchen Menschen treffen und miteinander ins Gespräch kommen sollen.

Die Idee dazu hatte der Landesseniorenrat Baden-Württemberg. Walter Schmid vom Kreisseniorenrat und Brigitte Haaf vom Seniorentreff Kluftern griffen die Idee auf, nahmen Kontakt zu Ortsvorsteher Michael Nachbaur auf und präsentierten das Konzept. Nachbaur war von dem Gedanken angetan und stellte das Schwätzbänkle im Ortschaftsrat Kluftern vor. Dieser unterstützte die Absicht der Beiräte, so dass jetzt das erste Schwätzbänkle direkt am Eingang zum Rathaus steht.

„Um die Einsamkeit zu überwinden, muss man runter vom Sofa und rausgehen. Auf das Schwätzbänkle kann man sich einfach setzen und mit anderen ins Gespräch kommen. Dabei ist es egal, ob sich ältere Menschen untereinander oder jüngere und ältere Menschen austauschen. Wichtig ist, dass sie mit einander ins Gespräch kommen. Alle sind gleichermaßen zu einem Plauderstündchen eingeladen,“ so Ortsvorsteher Michael Nachbaur.

Auch der Seniorenbeirat der Stadt möchte diese Idee in die Tat umsetzen. „Wir wollen das Thema im Frühjahr im Angriff nehmen. Unser Wunsch wäre es, ein Schwätzbänkle im Bereich der Uferpromenade aufzustellen“, so Günter Marotzke, Mitglied des Seniorenbeirates Friedrichshafen. Dazu wird es in den kommenden Wochen und Monaten Gespräche geben.