Mittwoch, 05. Juni 2019

Neuer Name, gleichbleibende künstlerische Qualität

Die bisherige Plattform 3/3 ist jetzt als Kunsthaus Caserne Teil des Kulturhauses im Fallenbrunnen.
Frauen und Männer organisieren das Programm der Caserne
Das Team vom Kunsthaus Caserne (von links): Brigitte Meßmer (Künstlerin und Lehrerin), Natascha (freischaffende Künstlerin und Grafikerin), Lena Reiner (Fotografin und Journalistin), Carla Chlebarov (Künstlerin und assoziiertes Mitglied), Billy Contreras (Künstler, Kurator, ZU-Student, Kulturmanagement) und hinten an der Säule, Sylvio J. Godon (Koordinator der Galeriearbeit). Foto: Lena Reiner

Seit Kurzem ist die ehemalige Plattform 3/3 Teil der Kulturhaus Caserne gGmbH. Unter dem neuen Namen „Kunsthaus Caserne“ wird der Galeriebetrieb in neuer Art und Weise weitergeführt. Dadurch, dass das Kunsthaus Teil des Kulturhauses ist, stehen mehr Platz zur Verfügung und damit auch mehr Möglichkeiten.

 „So viele Jahre hat Erika Lohner mit der Plattform 3/3 die Kunstszene hier in Friedrichshafen geprägt und bereichert. Mit dem Übergang in das Kulturhaus Caserne fanden wir eine gute Lösung, wie wir das Angebot nach dem Neustart in ähnlicher Form unter neuem Namen fortführen können“, sagt Bürgermeister Andreas Köster. „Wir sind Erika Lohner für ihr außerordentliches Engagement sehr dankbar. Sie hat den Künstlerinnen und Künstlern der Region und deren Kunst über viele Jahre ein Zuhause gegeben.“

Mit der Integration in die Kulturhaus Caserne gGmbH stehen mehr Platz und dadurch auch mehr Möglichkeiten zur Verfügung. Nicht nur das ganze Gebäude wird zur Galerie, auch der Innenhof bietet eine neue Ausstellungsfläche.
„Wir wollen weiterhin die Anlaufstelle für regionale Künstlerinnen und Künstler sein, so wie das auch bei der Plattform 3/3 gewesen ist“, sagt Sylvio Godon, der für die Presse- und Öffentlichkeit zuständig ist und jetzt auch den Galeriebetrieb koordiniert. „Wir können durch die neuen Flächen und die Anbindung ans Kulturhaus Caserne neue Wege gehen und experimentieren, beispielsweise in Richtung Gesamtkunstwerk, oder aktuelle Strömungen in der Kunst besser integrieren. Die Grenzen zwischen bildender Kunst und Kultur – sei es Film, Musik oder Theater – werden geöffnet und durchlässiger.“

Unterstützt wird Sylvio Godon von einem Team engagierter und ehrenamtlicher Kunstinteressierter. Gemeinsam haben sie ein Programm für dieses Jahr zusammengestellt, das mit der Ausstellung „Licht und Schatten“ des Fotografen Alwin Maigler aus Riedlingen im April begonnen hat. Auch das zweite Projekt ist bereits erfolgreich abgeschlossen: Gezeigt wurden Gemälde und Skulpturen der in Ravensburg lebenden Künstlerin und Fotografin Aschaeh Kodabakhshi zum Thema „Konnektiv“. Bis Ende des Jahres sind nicht nur altbekannte Künstler und Künstlerinnen zu sehen, die schon bei Erika Lohner ausgestellt haben, sondern auch zum Beispiel Nana Dix. Die Enkelin von Maler Otto Dix zeigt im Oktober anlässlich des 50. Todestages von Otto Dix Malerei, Kollagen und Videos.

Bisher wurde der Galeriebetrieb der Plattform 3/3 aus dem städtischen Haushalt bezuschusst. Als Teil der Kulturhaus Caserne gGmbH fällt das Kunsthaus Caserne jetzt in die Förderung der Zeppelin-Stiftung.

Die Ausstellungsflächen des Kunsthauses Caserne bieten vor allem auch jungen Kunstschaffenden eine Möglichkeit ihre Werke zu zeigen. Bewerbungen sowie Fragen und Anregungen zur Galeriearbeit nimmt Sylvio Godon per E-Mail an:


Weiteres Programm im Kunsthaus Caserne 2019
•    7. bis 30. Juni: Andrea Lohrmann (Malerei)
•    5. bis 21. Juli: Detlef Fellrath (Installation)
•    13. bis 29. September: Marc Vitry/Daniel Schweizer (Street Art/Graffiti)
•    3. bis 25. Oktober: Nana Dix (Malerei/Kollagen/Video, zum 50. Todestag von Otto Dix)
•    8. bis 17. November: Brigitte Meßmer (Malerei)
•    20. November bis 8. Dezember: 30 Jahre Kinderrechte/UN-Kinderrechtskonvention (sieben Künstler, alle Genres)