Donnerstag, 26. September 2019

Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer

Die Stadt Friedrichshafen hat die Bürgerinnen und Bürger gefragt: Worauf sollte die Stadt bei der Umgestaltung der Meersburger- und Zeppelinstraße in Fischbach (B31-alt) achten? Inzwischen liegen die Ergebnisse der Bürgerbefragung zur Umgestaltung der Meersburger- und Zeppelinstraße vor.

Mit der Fertigstellung der B 31-neu wird nur noch weniger als die Hälfte des Verkehrs durch Fischbach rollen. Daher kann der Straßenraum der Meersburger- und Zeppelinstraße umgestaltet werden. Die Antworten in der Bürgerbefragung waren eindeutig: Um die neue Funktion der Straße zu verdeutlichen, sollen der Rad- und Fußverkehr gefördert und der motorisierte Verkehr gebremst werden. Für die Gestaltung wünschen sich die Häflerinnen und Häfler eine Trennung der Fußwege und Fahrsteifen durch Grünstreifen und auch die bauliche Trennung von breiteren Radwegen und dem motorisierten Verkehr.
Geht es nach den Bürgerinnen und Bürgern, sollen mehr Bäume gepflanzt und mehr Grünflächen geschaffen werden, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Auch Außenflächen für die Gastronomie sind gewünscht.

Auf der Bürgerbeteiligungsplattform „sag’s doch“ der Stadt Friedrichshafen haben von Ende Juni bis Ende Juli mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger an der Onlinebefragung teilgenommen. Der Fragebogen konnte auch im Rathaus abgeholt und ausgefüllt werden, von dieser Möglichkeit machte jedoch nur eine Person Gebrauch. Mit der Befragung wurden vorwiegend die Nutzungshintergründe und -weisen der Häflerinnen und Häfler sowie deren Einschätzungen zu verschiedenen Umgestaltungsmaßnahmen in Bezug auf die Meersburger- und Zeppelinstraße erfasst.

Der Ergebnisbericht der Befragung ist online unter www.mach-mit.friedrichshafen.de einsehbar. Nun wird ein Wettbewerb mit vier Planungsbüros stattfinden, in den Auslobungstext für diesen Wettbewerb fließen die Ergebnisse der Befragung ein. Interessierte können sich weiter einbringen: Die Entwürfe der Büros werden anschließend in einem Bürger-Workshop diskutiert und dann überarbeitet. Eine Jury wird aus den überarbeiteten Entwürfen einen Siegerentwurf auswählen; das letzte Wort hat natürlich der Gemeinderat. 

Bereits 2016 wurde auf der Beteiligungsplattform www.sags-doch.de die ISEK-Bürgerbefragung als Online-Version angeboten. Seitdem wurden die Häflerinnen und Häfler auch zum Kulturentwicklungskonzept, zum Klimaanpassungskonzept sowie kürzlich zur Innenstadtgestaltung online befragt – jeweils mit großem Interesse und vielen hilfreichen Antworten.